Pilotennachwuchs, weiblich

Die derzeitige Pilotengeneration ist zu sehr auf Instrumente und Automation fixiert. Das war unter anderem Thema beim letzen FHP-Symposium im Herbst und ist nun auch ein sogar lesenswerter Beitrag im Spiegel. Aber die künftige Pilotengeneration hat wieder mehr Mumm und Experimentierfreudigkeit, zumindest der weibliche Nachwuchs. 🙂

Das sechsjährige Mädel im folgenden Video sitzt zum ersten Mal in einem motorisierten Buggy am Steuer. (Legal auf Privatgelände). Von Furcht keine Spur. Sie war auch schon als Gast bei mir in der Cessna an Bord, noch um zwei Jahre jünger und ebenso begeistert und unerschrocken; an einem Flugtag, als es aus Wettergründen gehörig „wackelte“ und an dem man eigentlich keine Passagiere mitnimmt. (Weil man einerseits deren Mittagessen nicht im Flieger ansehen und andererseits sie nicht vom Fliegen vergraulen möchte.)

Luftlöcher: auch wieder so ein Mythos. Wenn der Flieger in der Luft durchsackt, so sind der Grund unterschiedliche Luftdichten, unterschiedliche Strömungen, die in der Luft aneinandergrenzen, aneinanderprallen. Aber kein „Loch“, ohne Luft. Das wäre einfach nur Blödsinn. Wird trotzdem gerne und häufig behauptet..
Das Flugzeug fliegt also einfach weiter, obwohl es durchsackt oder „hüpft“. Man muss das nur dem Magen begreiflich machen.

Hier geht es nun zum Video.

Viel Vergnügen beim Ansehen.

5 Gedanken zu “Pilotennachwuchs, weiblich

  1. Kerstin Heinlein 17. Januar 2014 / 10:44

    Sie schwankt im Moment bei ihrem Berufswunsch zwischen Pilot und Delfintrainer.
    Untersteuern, Übersteuern, Gegenlenken. Kein Mensch hat es ihr erklärt. „Hands on Sliding“ oder „Wie ich herausfinde, wie sich ein Fahrzeug auf Eis verhält“.
    „Lerne erstmal mit Deinem Modellauto und dem Buggy zu fahren, dann bringe ich Dir bei, wie Du ein Modellflugzeug fliegen kannst.“, sagte ihr Vater. Und ich freue mich darauf, wenn er mit erhöhtem Adrenalinspiegel neben ihr steht und sie eines seiner kostbaren Großmodelle im Rücken- oder Messerflug über den Flugplatz jagt.
    Vielen Dank, liebe Helga Kleisny, für Deinen kurzen und erfrischenden Blogbeitrag, der einmal mehr zeigt, dass in mancher Freizeitaktivität von Kindern durchaus ein überraschendes Potenzial stecken kann. „Früh übt sich“. Es ehrt mich sehr, dass Du dies aufgrund meines kleinen Videos thematisiert hast.
    Wünschenswert ist es, dass der Experimentierfreudigkeit von Kindern und jungen Menschen in ihrer Ausbildung entsprechender Raum gegeben wird und weniger die Experimente der (Bildungs-)Politik dies an so mancher Stelle einschränken. Es geht nicht um Zeit- und Gewinnmaximierung, sondern um Wissens- und Erfahrungsmaximierung vor dem Hintergrund von Neugier und Leidenschaft.

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  2. Mathias 19. Januar 2014 / 12:17

    „Luftlöcher“ merke ich beim Gleitschirmfliegen immer sehr direkt ..*klapp…Adrenalineinspritzung*

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    • Helga Kleisny 11. Februar 2014 / 11:20

      Da fehlt ein Smile.
      Ansonsten wäre es eine Sache von Nchtdazulernen wollen.

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  3. Mathias 11. Februar 2014 / 17:08

    ok…dann reiche ich hiermit das Smilie nach 🙂
    Nehmt ihr Motorflieger uns Gleitschirmflieger überhaupt als Flieger ernst oder ist das für euch nur Spielerei? 🙂

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    • Helga Kleisny 12. Februar 2014 / 10:25

      🙂 Da bin ich aber beruhigt.

      Nehmt ihr Motorflieger uns Gleitschirmflieger überhaupt als Flieger ernst

      ?
      Erstens bin ich Fallschirmspringer und das zuerst; vor dem Sitzen in einer Blechhülle 🙂
      (If sitting in a boat is swimming,
      then sitting in a plane is flying
      ;-)).

      Pures Fliegen ist für mich Fliegen mit dem eigenen Körper und nicht mit Hilfsmitteln.
      Auch wenn mir natürlich das Motorfliegen Spaß macht!!!
      Aber da sollte es dann schon Wasserfliegen sein, mit ein wenig extra Herausforderungen… 🙂

      Die besten Motorflieger sind übrigens solche, die auch oder zuvor Segelflieger sind. Wer auch ohne (künstlichen) Antrieb landen kann, kann es normalerweise auch sehr gut mit.

      Für mich hat Fliegen sehr viel mit dem Verständnis von Wind, Wetter und Umgebung zu tun. Und dies ist (neben der Technik) durchaus der Bereich, wo die „großen“ Piloten bei Extremverhältnissen ihre Schwierigkeiten haben.

      Das ist doch Deine Domäne als Gleitschirmflieger!

      Also ganz Herzlich Willkommen im Blog!

      Bonmot am Rande: Ich hatte vor Jahren mal die Gelegenheit mit Ulf Merbolt und seiner Frau in einem kleinen Jet zu fliegen. Nein, Merbolt war der Passagier, saß aber sehr schnell auf dem Co-Piloten-Sitz. Und eigentlich war er damals zumindest neben seinen Leistungen in der Raumfahrt „nur“ Segelflieger. Er hatte sich aber sehr schnell im Cockpit eingewöhnt und uns (natürlich mit Unterstützung des eigentlichen Piloten) ruhig und sicher nach Hamburg geflogen.

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