Was genau ist Leben?

Ein Youtube-Video, das zum Nachdenken und zur Diskussion anregt und dazu noch äußerst gut visuell und witzig gemacht ist:

What is life?

Hochgestellt von In a Nutshell – Kurzgesagt

Zitat aus dem Video (zuerst das Ganze ansehen, dann erst Senf dazu geben):

Eines ist sicher: Die Idee, dass Lebewesen grundsätzlich anders sind als tote Dinge, weil sie etwas Immaterielles besitzen, oder von anderen Prinzipien gelenkt werden, ist falsch.

Kurzweilige Information, die man seinen grauen Zellen gönnen sollte. Vor allem nach den ersten einführenden Worten – bis zum Ende ansehen, da wird es so richtig kontrovers.

11 Gedanken zu “Was genau ist Leben?

  1. dgbrt 27. September 2015 / 23:09

    Klasse Video welches, wie alle „In a Nutshell“-Beiträge, die Dinge genau auf den Punkt bringt.

    Am Besten ist die Vorstellung der dynamischen „Fabrik“ Zelle. Der Schluss, „no part of a cell is alive“ (kein Teil einer Zelle lebt), ist bestechend.

    Der Hinweis am Ende auf die moderne Elektronik ist aber auch sehr interessant, da wird in Zukunft noch einiges passieren.

    Gefällt mir

  2. hubert taber 27. September 2015 / 23:58

    obwohl es in wahrheit keine stochastik gibt haben wir unseren eigenen freien willen ohne vorbestimmung.
    und ein erlärbares bewusstsein.

    all das hat die anorganische materie nicht.

    diejenigen die immer auf die entropie verweisen übersehen die selbstordnung.
    die dafür notwendige energie ist immer da und unzerstörbar.

    [Link nicht zum Thema, entfernt: hkl]

    mfg. h.t,

    Gefällt mir

  3. MisterX 28. September 2015 / 0:38

    Ich würde jede Form von „natürlicher“ Turing Maschine als Lebensform bezeichnen. Also schon mal keine Computer, weil die ja nicht natürlich entstanden sind.

    Gefällt mir

  4. hubert taber 28. September 2015 / 15:06

    noch zu den „toten“ zellen.
    ein dummer spruch lautet :
    „das ganze ist immer MEHR als die summe seiner teile“.
    das wäre zauberei.

    aber ich kann durch eine logische verknüpfung der teile eine zusätzliche logische funktion schaffen.

    und durch eine unlogische verknüpfung nonsens schaffen.
    und die summe der teile wird dadurch nicht „weniger“.

    mfg. h.t.

    Gefällt mir

    • Helga Kleisny 28. September 2015 / 18:16

      Die Summe der Teile, die schnöde Anzahl, ist eines; der Unterschied zwischen „Leben“ und toter Materie etwas anderes. Und darum geht es hier.
      Das Thema: Was ist eine „Lebensform“? um es mit MisterX zu sagen.

      Gefällt mir

  5. fherb 28. September 2015 / 19:02

    Die Sache mit den Computern wird uns in den nächsten Jahren sehr viel Toleranz abverlangen. Wer sagt, dass sie per se kein Leben sind bzw. werden können?

    Zumindest sind sie natürlich entstanden: Eine (klassische) lebende Spezi hat Wissen angesammelt, wie man Computer als Rechenmaschinen zusammensetzt. Auf Zellebene wird auch zusammengesetzt. Mit diesen Hilfsmitteln macht es der Spezi zunehmend weniger Mühe (Aufwand) weitere Computer zu vervielfältigen und zu verbessern. Noch können sich Computer nicht alleine (vollständig) vermehren. Das war uns bisher noch zu kompliziert. Aber die Symbiose aus der sich biologisch vermehrenden Spezi mit den bereits vorhandenen Computern steigert die Wahrscheinlichkeit, dass das zukünftig möglich ist. Wer sagt, dass es nicht bald sehr schwierig sein wird, ein „Ding“ auf Basis eines Computers oder der Computerhilfe aus der Cloud von einem Nicht-Lebewesen zu unterscheiden? Bleibt die Frage, ob Computer jemals vergleichbar zu uns denken können. Ein entscheidender Baustein, der noch fehlte war die Möglichkeit assoziieren zu können. Also so wie wir träumen um dann daraus sich selbständig (handlungsrelevante) Informationen zu erdenken. Mit klassischen Softwareansätzen war das nicht möglich. Jetzt, so gehe wohl nicht nur ich davon aus, ist das tatsächlich denkbar.

    Die praktischen Grundlagen wurden in den 90er Jahren gelegt. Doch jetzt erst hat man es geschafft, dass eine Maschine, die eigentlich nur rein Bildverarbeitung kann (Bild aufnehmen, analysieren, Bestandteile wiedererkennen) auf ihrem Gebiet in der Lage ist, zu träumen. Und man kann ihr dabei zusehen:

    http://googleresearch.blogspot.de/2015/06/inceptionism-going-deeper-into-neural.html

    Oder in deutsch dazu: http://www.zeit.de/digital/internet/2015-07/neuronale-netzwerke-google-inception

    Als ich die Bilder vor wenigen Wochen gesehen hab, war mir klar, dass die noch fehlende Voraussetzung zum realen künstlichen Denken damit erstmals bildlich gezeigt wurde. Und wer über die scheinbar auf Drogen stehende Maschine schmunzelt: Eine ganze Reihe guter Musik in den letzten Jahrzehnten wurde ebenfalls mittels Drogen „erdacht“. Und sei es nur Alkohol.

    Ich geh‘ übrigens davon aus, dass die erste kreative Maschine Musik produzieren wird. Nachdem nicht-öffentliche Vorläufer die Datenmassen der NSA besser analysieren und die unmenschliche Schießentscheidung von Drohnenpiloten übernehmen wird. Nicht nach einem Algorithmus (also determiniert kodiert plus ein wenig Zufallszahlen; s. auch https://de.wikipedia.org/wiki/Musikalisches_Würfelspiel), sondern auf Basis von derartigen Assoziationen und mit dem Wissen über unsere menschliche Gefühlswelt. Egal ob Bigdata, Militär oder Musik. Leider!

    Gefällt mir

  6. hubert taber 28. September 2015 / 19:12

    durch eine logische verknüpfung der teile eine zusätzliche erklärbare logische funktion schaffen.
    das leben.

    diese funktion ist der toten anorganischen materie vorenthalten.

    in den erklärungen des videos ist auch subtile scheinlogik und wortklauberei enthalten.
    so „argumrntieren“ in der regel die geisteswissenschaftler aber keine mündigen naturwissenschaftler.

    mfg. h.t.

    Gefällt mir

  7. hubert taber 29. September 2015 / 11:15

    @ # 6 :
    maschinen werden nie kreativ sein.
    da diese keine triebfeder haben um kreativ zu sein.
    die tiebfeder, also aus eigenem antrieb etwas zu tun, fehlt den blechtrotteln.
    im gegensatz zum leben.

    noch zur „schwarmintelligenz“ :
    ein sardinenschwarm ist auch in summe gleich doof wie eine einzelne sardine.

    auch die erwin schrödinger institute, wo angeblich mathematische physik betrieben wird, sind weltweit vernetzt.
    ………..[Herabsetzung von Kollegen gestrichen, hkl]

    ohne anmassend zu sein stelle ich die frage ob hirntote noch leben ?

    mfg. h.t.

    Gefällt mir

    • Helga Kleisny 29. September 2015 / 20:29

      ohne anmassend zu sein stelle ich die frage ob hirntote noch leben ?

      sinnvolle Frage.

      noch zur “schwarmintelligenz” :
      ein sardinenschwarm ist auch in summe gleich doof wie eine einzelne sardine.

      das ist eben die Frage: Was ist „doof“ oder besser was ist Intelligenz?
      Gleichungen kann auch kein Sardinenschwarm lösen. Aber vermutlich hat der Schwarm gegenüber der einzelnen schwimmenden Sardine Lebens- und Artenerhaltungs-Vorteile. Und wenn (mehr) Intelligenz dazu dient, dass wir in unterschiedlichen Lebenssituationen besser zurecht kommen, erfolgreicher sind (als die „Dummen“) – das kann dann auch der Schwarm.
      (Vorsicht Humor: In manchen Lebensituationen soll das Beharren auf Gleichungen sogar kontraproduktiv sein 😉 )

      Gefällt mir

  8. BreitSide 29. September 2015 / 17:41

    Sehr spannend. Sowohl die Frage „Ab wann kann man von Bewusstsein sprechen?“ als auch die Frage „Ab wann kann man von Leben sprechen?“.

    Die Gespräche der Atome sind herrlich absurd.

    Eins aber stimmt wohl nicht: Wir hatten damals in Bio gelernt, dass Einzeller nie sterben. Es entstehen ja bei jeder Zellteilung aus einem Einzeller zwei, und keiner stirbt. Solange also noch ein einziger der Nachfolger jenes ersten Einzellers lebt, lebt er selbst weiter.

    Es hieß damals, dass die Volvox „die Erste“ sei, die wirklich stirbt, wenn die Nachkommen entlassen werden. Ich hab allerdings keine Ahnung, nach welchem Maßstab sie „die Erste“ war.

    Vielleicht schlägt ja hier mal ein Biologe auf?

    Gefällt mir

  9. Helga Kleisny 3. Oktober 2015 / 14:36

    Nachtrag aus dem Spiegel 41/2015, „18 Nigiri in drei Minuten“, Seite 16.

    Hier geht es eigentlich um einen Koch, der Erfahrung in Japan sammelt.

    Ikejime-Technik


    Ein heftiger Schlag auf den Kopf paralysiert den Fisch, ein Stich hinter die Augen führt zum sofortigen Tod, ein Schnitt oberhalb der Kiemen zum schnellen Ausbluten. Die Totenstarre setzt erst spät ein. Die Japaner sagten mir: Das Fleisch weiß nicht, dass es tot ist.…“

    Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.