Circular Runways – die kreisförmige Landebahn

Die Diskussion geht nun in Deutschland schon einige Tage und auch in den USA ist die Idee unter Piloten ein Thema: die Zukunft der Landebahn als Kreisbahn.

Zum Einstieg und Mitdiskutieren ein Link auf ein Video und ein schriftlicher Beitrag.

Gefördert wird die Idee, die der Niederländer Henk Hesselink forciert, sogar als Projekt Endless Runway von der EU.

Die Idee hat Vorteile, zugegeben, entweder in Richtung Effizienz oder Platzbedarf. Werden alle vier Kreissektoren einer Bahn gleichzeitig beflogen, gibt es nicht nur erneut Seitenwindlandungen, sondern einer landet auch mit Rückenwind. Das widerspricht der Ursprungsidee des Erfinders. Vielleicht streut sich dafür der An/Abfluglärm besser.

Landen im Kreis erfordert allerdings fliegerische Fähigkeiten, die bisher zwar beim Wasserfliegen Basis waren, aber nicht für Landflieger. Und schon gar nicht bei Linienpiloten. Das ist vergleichbar mit Sichtflugpiloten, die auf Instrumentenflug umschulen und zum ersten Mal durch eine Wolke fliegen (dürfen). Was vorher ein absoluter Vermeidung- und Igitt-Fall war.

In der Kurve landen und starten kann man. Wenn mans kann. Die Software heutiger Autopiloten kann es jedenfalls nicht. Wer allerdings mit Seitenwindlandungen Probleme hat (die man auf einer kreisrunden Bahn auch nur vermeiden kann, wenn nur einer statt der anvisierten vier gleichzeitig landet) erhält damit nur neue Herausforderungen.

 

Ein Gedanke zu “Circular Runways – die kreisförmige Landebahn

  1. astroklaus 29. März 2017 / 23:28

    Das ist historisch betrachtet, ja gewissermaßen Flugplatzmathematik!
    Erst hatte man Kreise, dann die Durchmesser davon und nun will man den Umfang verwenden…
    Einigermaßen kreisförmig waren die alten Flugplätze, etwa Riem oder Tempelhof, da konnte man bei jeder Windrichtung quer über den Platz (auf Gras) genau gegen den Wind starten.
    Dann hat man das auf Durchmesser eingeschränkt, die den Hauptwindrichtungen entsprechen (den ganzen Kreis zu asphaltieren, wäre bei den heute nötigen Kilometern denn doch etwas aufwendig).
    Tja – und nun halt den Umfang – mit „etwas“ höheren Anforderungen an die Piloten, dafür wieder mit weniger Angst vor Seitenwind…
    😉

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