Science Fiction in Darmstadt

(c) JPL Caltech und Markus Roth

Rummel. Jahrmarkt, Volksfest. Wie auch immer die öffentliche Rechtfertigung fürs feuchtfröhliche Sommervergnügen heißt, es geht eher selten um Wissenschaft. Das Heinerfest in Darmstadt ist da eine rühmliche Ausnahme…

Es sollte eine Abkürzung am letzten Heinerfest sein, nur schnell mal durch den kühlen Betonklotz des Darmstadtiums, aber da lockte doch ein Bildschirm mit der Ankündigung eines Vortrags über die Physik hinter Star Trek. Beginn in gerade mal fünf Minuten.

Der Vortragende, Markus Roth, ist eigentlich Professor für Kernphysik an der TU Darmstadt und Experiment-Koordinator zur internationalen Antiproton- and Ionen-Versuchsanlage FAIR. Eigentlich. Wie die meisten Physiker hört sein „Warum und wie funktioniert das“-Interesse nicht bei den Formeln auf, sondern greift nahtlos ins tägliche Leben über. Star Trek ist da ein Präsentierteller. Wie kurzweilig Physik ist weiß jeder, der einen seiner Vorträge erlebt hat.

Die nächste Gelegenheit dazu für alle im Rhein-Main Einzugsgebiet ist

am Samstag, dem 9. Juni 2018
Beginn 20:00 Uhr
an der Volkssternwarte Darmstadt
Darmstadt Ludwigshöhe
Titel: Ad Astra or Bust – Die Physik von Star Trek

 

„Sich zu überlegen, auf welchen Grundlagen und mit welchen Techniken Menschen dahin gehen können, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist, war eine Triebfeder für junge Wissenschaftler seit den Zeiten von Jules Verne oder Hans Dominik,“ so Markus Roth. Er sei selber durch Science Fiction inspiriert gewesen, als er sich für sein Studium entschied.

Roth: Die Präsentation zeigt anhand von Beispielen, was heute bereits möglich ist, was vielleicht möglich sein wird und wo wir vermutlich auf dem Weg zu den Sternen an Grenzen stoßen. Dabei ist es erstaunlich, wie weit wir in manchen Bereichen bereits gekommen sind, während sich die Dinge in anderen Bereichen nicht so rasch entwickelt haben, wie sich manche Autoren das vorgestellt haben.

Besonders die Fernseh- und Kinofilmreihe Star Trek wird von vielen Wissenschaftlern als besonderes Beispiel heraus gehoben. Nicht nur, dass die Serie mehr als viele andere sich um wissenschaftliche Plausibilität bemüht und in sich extrem konsistent ist, sondern auch die zutiefst humanistische Grundeinstellung, die Toleranz anderen gegenüber und die Idee des Menschen der Zukunft, der sich und das Universum erforscht, machen diese Serie so beliebt bei Wissenschaftlern in aller Welt.

Das Motto der Serie ist damit mit vielen jungen Forschern verbunden, die mutig dahin gehen, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist….

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