Mondbasis mit Wiener Architektur

(c) Dr. Sandra Häuplik-Meusburger

Der Mond ist als Reiseziel wieder schwer im Kommen. Nach Jahrzehnten der Ruhe, nach der letzten Mondlandung von Apollo 17 in 1972, gibt es nun vielenorts Bestrebungen, unseren Trabanten erneut zu besuchen.

Weltraum: Diese Woche in Wien

Bereits 2016 erklärte Jan Wörner, Generaldirektor der ESA, seine Vision einer Mondsiedlung:

„If I say Moon Village, it does not mean single houses, a church, a town hall and so on. No, that would be misleading. My idea only deals with the core of the concept of a village: people working and living together in the same place. And this place would be on the Moon.

In the Moon Village we would like to combine the capabilities of different spacefaring nations, with the help of robots and astronauts. The participants can work in different fields, perhaps they will conduct pure science and perhaps there will even be business ventures like mining or tourism. […] “

 

Das war der Ausgangspunkt für Dr. Sandra Häuplik-Meusburger von der TU Wien für ihre Forschung zum Leben auf dem Mond:

Im ersten Teil der Studie werden wir die Bedingungen, Anforderungen und Einschränkungen des Lebens auf dem Mond erforschen und analysieren. Die Idee des Moon Village wird vorgestellt. Auf dieser Grundlage entwickeln die Studierenden hypothetische Szenarien für ein MOON VILLAGE.

Der Kurs ist von themenspezifischen Vorträgen und Workshops mit Weltraumexperten begleitet. Für ausgewählte Szenarien entwickeln die Studierenden ein architektonisches Projekt auf der Mondoberfläche, das die technischen, ökologischen und betrieblichen Anforderungen beinhaltet. Schließlich soll dieses Raumarchitekturprojekt das multikulturelle und offene Konzept des Moon Village präsentieren.

Ergebnisse zur Mondbasis

Nun zeigt eine Veranstaltung, was aus den Überlegungen geworden ist: SPACE ARCHITECTURE: ENVISIONING THE MOON VILLAGE veröffentlicht die Ergebnisse der Studien an der TU Wien. Die Präsentation (siehe Foto oben) findet im Festsaal der TU Wien statt.


UNO Konferenz

Zudem treffen sich Raumfahrt-Wissenschaftler aus aller Welt diese Woche am VIC* in Wien eine Konferenz der Vereinten Nationen: UNISPACE + 50 ist bereits die fünfzigste Konferenz der Vereinten Nationen zur die Erforschung und friedlichen Nutzung des Weltraums.

UNISPACE + 50 besteht aus zwei Teilen:

  • Das UNISPACE + 50-Symposium, das sich am 18. und 19. Juni an die breitere Weltraumgemeinschaft richtet;
  • Ein besonderes UNISPACE + 50 High-Level-Segment der 61. Sitzung des Ausschusses für die friedliche Nutzung des Weltraums (COPUOS) am 20. und 21. Juni.

 

Die UNO-City. Foto: BambooBeast (WIKI)

* Was hier so kurz und knapp mit VIC als Veranstaltungsort (der UNO Konferenz) abgekürzt wird, ist das Vienna International Centre, ein Gebäudekomplex auf dem Gelände des Donauparks in Wien, der eine Fläche von 180.000 Quadratmetern umfasst. Die vier Bürotürme in Form eines Ypsilon sind zwischen 48 und 120 Meter hoch.

Sehenswert!

Es ist unter anderem Sitz der Uno in Wien (UNOV) und der IAEA (International Atomic Energy Agency, und damit Sitz meiner Diplomarbeit-Auftraggeber vor etlichen Jahren).

 

2 Gedanken zu “Mondbasis mit Wiener Architektur

  1. Tobias 25. Juli 2018 / 16:38

    Es gibt also wieder Interesse am Mond. Wan soll den ungefähr die nächste Landung stattfinden?

    • flugundzeit 26. Juli 2018 / 18:23

      Laut Time Magazine:
      NASA Could Have People Living on the Moon in 8 Years. And That’s Just the Beginning…

      Aber vielleicht sind ja die Chinesen oder die Inder schneller. Nicht jeder, der tatsächlich etwas gebacken bekommt, macht während seiner Entwicklung viel Bohei darum.

      Würde keine Wetten abschließen zu Zeiten.

      Denn dann kommt eine andere Regierung, ein anderer Präsident und auch vielversprechende Projekte werden über Nacht eingemottet. Die NASA beispielsweise hat darin viel Erfahrung. Leider.

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