Satellitenabschuss – Die Welt wacht auf

Flugundzeit war das einzige Medium, das, statt die Jubelmeldung des indischen Präsidenten ohne Nachzudenken weiterzuverbreiten, gleich zu Beginn eine kritische, realistische Einschätzung zur Sachlage gab.

Nun hat sich NASA Administrator Jim Bridenstine kritisch und warnend zu Wort gemeldet. Daraufhin stapft die Presse auch in Deutschland brav hinterher und findet den Satellitenabschuss nun doch „furchtbar“ und „gefährlich“. Nee nicht doch.

Mehr als 400 neue Trümmer. Nur 60 davon, sind groß genug um sie zu tracken. Enormen Schaden anrichten können bereits die kleinsten Mikrogeschosse. 24 von den 60 registrierten Trümmern rasen auf einer Bahn höher als die ISS…

It is not acceptable for us to allow people to create orbital debris fields that put at risk our people.

Jim Bridenstine, NASA

Denken statt nachplappern

Mit Fachwissen oder wenigstens Menschenverstand hätte man auch vor Bridenstine’s Warnung die Sachlage schon korrekt einschätzen können.

Lernt man das nicht mehr auf den zahlreichen prämierten Journalistenschulen? Genau dazu sind Journalisten doch da im Gegensatz zum allgemeinem Internetgetexte: um News sachlich korrekt einzuordnen und Hintergrundwissen an den Leser zu bringen.

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