Was auf Drohnen-Piloten zukommt

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Die zwei Drohnen und ihre Steuerung auf dem Anti-Drones-Event in der Commerzbank-Arena in Frankfurt am 31.10.2016

Man kann (wie bei vielen anderen Dingen) den Kopf in den Sand stecken und meinen, das geht mich nichts an. Helfen tut es (wie bei vielen anderen Dingen) wenig:

Drohnen sind ein Teil unseres Alltags und wenn sie es für den Einzelnen noch nicht sind, werden sie es. Besser, sich gleich mit ihnen zu arrangieren und sie gesetzlich und auch in unserer Aufmerksamkeit miteinbeziehen, vor allem, was die eigene Sicherheit betrifft.

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In den USA ist es uns schon vor mehr als einem Jahr passiert, dass eine Drohne mit Kamera ganz locker ums Haus herumschwirrte und von der Oberlichte aus ins Haus fotografierte und filmte. Je nach Bundesstaat gibt es da keine oder nur wenige gesetzliche Handhabe gegen den Drohnenflug.

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Mediales Event der Drohnen Tracker

Man kann auf Drohnen nicht nur Kameras packen. Um solche Gefahren abzuwenden, findet die Technik wieder ihre Anti-Technik: Drohnen-Tracker. Bei einer Vorführung in der Commerzbank-Arena in Frankfurt zeigte ein Hersteller, was da bereits alles geht. Nicht nur das Erkennen (Tracken), sondern auch die gezielte Abwehr. Letztere darf allerdings nur die Polizei durchführen. Das geht vom Jammen: Stören des WLANs, des GPS-Signals oder der Frequenz, mit der die Drohne gesteuert wird, bis zum gezielten elektronischen Abschuss der Drohne. Star Treck lässt grüßen.

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Die wachsende Leistungsfähigkeit, einfachere Handhabung und der rasante Preisabfall lassen die Drohnentechnologie schnell wachsen.

Wie ein ziviler Polizeibeamter allerdings anmerkte, hilft die ganze Kunst der Tracker Technik leider nicht dazu, (rechtzeitig) festzustellen, ob die anfliegende Drohne nun eine gute (eines sogenannten Hobby-Drohnen-Piloten) oder eine gefährliche eines Terroristen ist.

In einigen Bundesländern setzt die Polizei selbst Drohnen zur Überwachung ein. Allerdings wusste der Beamte mit 5 Sternen (laut Wiki ist das ein Erster Polizeihauptkommissar) auf der mit Polizisten gut besuchten Veranstaltung nicht, dass in Hessen bereits eine Drohne dazu eingesetzt wird.

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Die beiden – ein Airliner und eine Drohne im gleichen Luftraum  – kommen normalerweise nicht vor. Dürfen es nicht. Denn im Luftraum „D“ (Delta) für den Frankfurter Anflug über der Commerzbank-Arena dürfen Drohnen nur mit Ausnahmegenehmigung aufsteigen.

screen1Das Trackingsystem zur Drohnenabwehr besteht (nach Herstellerangaben) aus einer intelligenten Software und einer optimierten Multi-Sensor-Hardware mit Kameras, Mikrofonen und Wi-Fi-Sensoren und zusätzlich einem Radiofrequenz-Scanner. Über Schnittstellen können weitere Sensoren wie Überwachungskameras, Radargeräte oder Abwehrmechanismen von Drittanbietern (Störsender…) integriert werden.

Alle Fotos (c) H. Kleisny