Wettbewerb: Wissenschaftsvideo in 48 Stunden

Am 19. Juni 2016 um 14 Uhr fällt der Startschuß für Webvideo-Macher. Dann gilt es, innerhalb von nur 48 Stunden ein überzeugendes Wissenschaftsvideo zu produzieren. Das Thema wird erst mit dem Startschuss der 48h-Challenge auf http://www.fastforwardscience.de bekanntgegeben. Es handelt sich dabei um ein allgemeines Thema, zu dem jede Wissenschaftsdisziplin etwas beitragen kann. Von da an beginnt der Wettlauf gegen die Zeit. Bis zum 21. Juni um 14 Uhr müssen die Videos eingereicht werden.

Mitmachen lohnt sich! Bei Super Fast gewinnen die drei besten Videos Preisgelder in Höhe von 500 Euro, 300 Euro und 200 Euro sowie die Teilnahme am 9. Forum Wissenschaftskommunikation in Bielefeld.

Das Special Super Fast ist Teil des Webvideo-Wettbewerbs Fast Forward Science. Sofern die Super Fast-Videos die entsprechenden Kriterien erfüllen, können sie zusätzlich in einer der anderen Wettbewerbskategorien eingereicht werden.

Fast Forward Science ist ein gemeinsames Projekt von Wissenschaft im Dialog und dem Stifterverband und wird von ZEISS gesponsort. Durch den Wettbewerb soll das Medium Webvideo stärker als inhaltlich fundiertes, unterhaltsames und massentaugliches Kommunikationsmittel für wissenschaftliche Themen wahrgenommen und genutzt werden.

Informationen und Teilnahmebedingungen

Weihnachtsgeschenk Tipp1 (2015): zum Weiterdenken: Hieroglyph

Manche Menschen haben bereits im Sommer alle Weihnachtsgeschenke für sich und alle Lieben rundum nett verpackt im Schrank stehen. Andere lassen sich jedes Jahr wieder von Weihnachten überraschen und genau für die gibt es jetzt noch einige Last Minute Tipps für dieses Jahr: ebenfalls wie immer, zum Nach- und Weiterdenken, zum Inspirieren und Anregen der grauen Zellen.
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Auf einer Konferenz in 2011 (Future Tense) beschwert sich Autor Neal Stephenson, dass moderne Science Fiction überwiegend dystopische Welten beschreibt und kaum mehr Visionen liefert, die die junge Generation dazu bringt, nachzudenken oder Höchstleistungen zu anzustreben, keinen Drang fördert zu Forschen, neue Welten zu entdecken.

Aus der daraus folgenden Diskussion entstanden zwei zukunftsweisende Institutionen und Projekte: das Center for Science and the Imagination (CSI) an der Arizona State University (ASU) und das Projekt Hieroglyph (ebendort).

Das CSI fördert seither recht erfolgreich den Kontakt zwischen Wissenschaftlern /Ingenieuren und Autoren/ Filmemachern. Mit Veranstaltung an der ASU direkt, aber auch mit einem internationalen Netzwerk. Schon Studienanfänger sollen Kontakt bekommen mit den neuesten technischen Gadgets und besser noch, ihren Entwicklern, Wissenschaftler wiederum sollen mit Autoren connecten, die weiter denken als die vorhandene Realität es erlaubt und damit wiederum die Forscher zukunftsweisend inspirieren.

The imperative to develop new technologies and implement them on a heroic scale no longer seems like the childish preoccupation of a few nerds with slide rules. It’s the only way for the human race to escape from its current predicaments.
Neal Stephenson

Das Projekt Hieroglyph ist eines der Mittel, um diese hehren Ziele zu erreichen. Die Autoren und die Wissenschaftler sollen über Geschichten (Neudeutsch: Storytelling) mit Moon Shot Ideen zusammenkommen.

Eine Moon Shot Idee definiert sich dabei als ein großes Problem mit einer radikalen Lösung und einer bahnbrechenden Entwicklung, die diese Lösung in der nahen Zukunft möglich macht. Also keine Zauberstäbe, kein Hyperspace Antrieb – sondern einfache, große Ideen, wie die Welt sich komplett verändern könnte, in rund einer Lebensspanne, mit nur wenigen Eingriffen. Aber den richtigen.

Als erstes gab das von Neal Stephenson gegründete Projekt Hieroglyph zur Erfüllung seiner Bestimmung ein dickes Buch heraus: Es heißt simpel Hieroglyph – Stories and Visions for a Better Future. Anthologien, also Bücher mit Erzählungen unterschiedlicher Autoren zu einem Thema, sind oft inhaltlich oder stilistisch nicht überzeugend. Einige wenige gute Autoren als Zugpferde und etliche No-Names zur kostengünstigen Produktion des Herausgebers. Das ist bei dieser glücklicherweise anders.

Die Editoren Ed Finn und Kathryn Cramer wissen worüber sie editieren. Der gestandene Journalist und Stanford Absolvent Ed Finn ist Professor an der ASU und Gründungs-Direktor des CSI. Die Mathematikerin Kathryn Cramer war jahrelang Co-Editor von Year’s Best Fantasy Series und Year’s Best SF Series, und hat als Editor namhafte Preise erhalten.

Dementsprechend sorgfältig sind auch die Autoren des Buches selektiert: Entweder sind sie bereits bekannte SF Autoren oder sie haben sich in der Forschung und Publikation ihrer Forschung einen Namen gemacht.

Unser Ziel ist, große technische Ambitionen wieder zum Leben zu erwecken durch die Macht des Storytellings. Kühne Projekte wie der Hoover Damm, die Pyramiden, die Mondlandung, geschahen nicht nebenbei. Sie waren zuvor Visionen, die zur Realität wurden, um das Leben anderer Menschen zu verbessern. Wenn wir eine bessere Zukunft für unsere Nachfahren wollen, dann müssen wir mit besseren, mit stärkeren Visionen starten.
Ed Finn und Kathryn Cramer

Themenmäßig starten die Erzählungen an technisch möglichen Visionen aus der derzeitigen Forschung: Reisen zu anderen Planeten, Rohstoffgewinnung auf Asteroiden, der 20 Kilometer hohe Turm von der Erde aus darf natürlich nicht fehlen, Gehirnforschung mit Aktionenvorhersage und -Änderung, Wissensspeicherung, 3D-Drucker für Maschinen und menschliche “Ersatzteile”. Künftige Sensoren und Mensch-Maschine-Schnittstellen. Der Kampf der individuellen Freiheit gegen den alles beherrschenden Staat. Oder wie wäre es mal mit Problemen von zweidimensionalen Wesen?

Wichtig war den Editoren bei der Auswahl der Geschichten, dass sie aus heutiger Sicht in naher Zukunft technisch machbar sein sollen und so für den Leser nachvollziehbar sein sollen. Neben der Grundvoraussetzung der spannenden Handlung und der guten Schreibe.
Einige der Ideen haben bereits zu neuen Forschungsgruppen an der ASU geführt. So wird etwa der prinzipiell schon seit vielen Jahrzehnten diskutierte erdgebundene Turm als Startrampe nun genauer von Ingenieuren auf seine physikalischen Möglichkeiten untersucht. Was genau sind die Grenzen, an der eine Realisation (bisher) scheitert?

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Auch wenn es sich süffig leicht liest, hat das Buch doch wissenschaftlichen Hintergrund. Der macht sich durch die Story Notes des Autors am Ende jeder Geschichte bemerkbar, sowie den Hinweisen und Links zu Online Diskussionen zum jeweiligen Thema. Zu jedem Autor steht am Ende des Buches auch ein kurze Tätigkeits-Beschreibung; was ihn in den erlauchten Kreis der Buchautoren geholt hat.

Zurzeit gibt es meines Wissens das Buch nur auf Englisch. Vielleicht findet sich ja ein (wissenschaftlicher?) Verlag, der sich der Übersetzung annimmt? Lohnen für die Zukunft würde sich die Kooperation über den Atlantik allemal.

 Alle Bilder (c) Hieroglyph, ASU. (c) Book Cover HarperCollins

Wie vermittelt man Wissenschaft?

Ein lesenswerter Beitrag auf Spiegel Online zum Thema: Wie wirkt und wie vermittelt man Wissenschaft. Einige dort aufgeführte Aussagen von Ernst Peter Fischer (studierte Mathematik, Physik und Biologie, lehrt Wissenschaftsgeschichte an der Uni Heidelberg) sind hier als Zitate gesetzt.

Basis vieler Äußerungen von Fischer ist, dass in den Redaktionen keine Reporter mehr sitzen, die auch fundiertes Wissen zu den Dingen haben, über die sie schreiben (resp. aus dem Internet zusammenschreiben). Haben wir auch im FlugundZeit-Blog schon mehrfach diskutiert. Stimmt leider noch immer.

Wissenschaft könnte man am ehesten über Personen bekannt machen, das zeigen doch andere Themen.

Spiegel Online widerspricht Fischer hier leider. Dabei gab es in den USA einige Beispiele dafür, wie das funktionieren kann. Die Extremste mit der Figur Charlie Eppes in der US-Serie Numb3rs brachte Logik, Mathe, Kombinatorik und Suchalgorithmen ins private Wohnzimmer. Spannend, nachvollziehbar und über sechs Staffeln hinweg sehr erfolgreich. Drehort für die Außenaufnahmen war das California Institute of Technology (CalTech) in Pasadena. Consultant für alle Fragen aus der Mathematik, die einen Hauptreiz der Sendung ausmachen, war Wolfram Research, die die mathematisch-naturwissenschaftliche Suchmaschine Wolfram Alpha entwickelten und betreiben. Die Serie umfasste insgesamt 118 Episoden und war der Vorgänger und die Voraussetzung für weitere erfolgreiche Serien wie CSI und NCIS.

Aus dem Vorspann von Numb3rs:

Wir wenden täglich Mathematik an. Um das Wetter vorherzusagen, Zeit zu messen, Geldgeschäfte abzuwickeln. Mathematik ist mehr als nur Formeln und Gleichungen. Sie ist Vernunft. Mit ihr kann unser Verstand die größten Rätsel lösen, die wir kennen.

In Österreich gab es vor Jahren eine Serie, die sich nannte: Alles Leben ist Chemie. Als Kind sah ich eine Vorabendserie, in der ein Mädchen in etlichen Folgen von der Flugbegeisterung bis zur erreichten Fluglizenz dargestellt wurde. So kann man Fliegen, auch locker die Theorie dahinter und die Luftfahrt in der Praxis nachvollziehbar für den Zuseher vermitteln.

TV-Sendungen, die sich um Wissenschaft drehen, sind hierzulande tröge. Ich kenne keine Ausnahme. Es sind auch selten Spielfilme, sondern Magazine. Entweder können die „Moderatoren“ nicht moderieren, sondern labern sinnentleert minutenlang mit den Wissenschaftlern, und/oder sie haben selber zuwenig Ahnung, worum es tatsächlich geht und stellen darum nur sinnentleerte Fragen, die und deren Antworten keinen interessiert.

Wir bräuchten ein „Literarisches Quartett“ für Sachbücher, einen Marcel Reich-Ranicki der Wissenschaftsdebatte!

Ja. Gerne. Aber bitte mit Menschen, die moderieren können UND den wissenschaftlichen Background haben, dass sie dem Zuseher etwas vermitteln können. Schon das Auswählen der Themen gehört dazu. Diese Menschen muss man aber suchen, respektieren, ihre Ausbildung achten und dem entsprechend bezahlen.

Würden Naturwissenschaften in Talkshows debattiert, wollten alle mitreden, und eine gesellschaftliche Debatte käme in Gang.

Genau. dann würde ich mir Talkshows auch wieder ansehen. Aber bitte nicht die ewig gleichen Gäste, die anscheinend direkt nur von Sendeplatz zu Sendeplatz wandern. Auch gute Populärwissenschaftler nutzen sich ab. Wesentlich spannender wäre es, mal jemand vor die Kamera zu holen, der sich sonst da nicht bewegt, aber dessen eigene Forschung (oder die seines Instituts) wirklich bahnbrechend ist. Dazu braucht es aber einen gestandenen Reporter, der diesen Menschen vor der Kamera „öffnen“ kann und in der Lage ist, dann die richtigen Fragen zu stellen. Siehe oben. Das kann nicht jeder Nullachtfünfzehn-vor-der-Kamera-laber-Fuzzi.

Wenn Bambi-Preisverleihung ist, wird eine dreistündige Direktübertragung im Fernsehen gemacht. Die Nobelpreis-Verleihung bekommt zehn Sekunden in der Tagesschau.

Zu dem Zitat braucht man eigentlich nur mehr einen Haken setzen. Wie viel spannender wäre es, zeitnah mit eigenen Sendungen die Forschung zu präsentieren, die die Nobelpreisträger zu ihren Preisen gebracht hat? Statt in einer Opulenz die 100underststen Gräueltat optisch und akustisch auszuwälzen und damit auch noch einer falschen „Würdigung“ der Täter, endlich mal wieder was Neues, etwas wirklich Informatives und Spannendes vermitteln. Dazu braucht man aber die entsprechenden Leute. Siehe oben.

Zitat von Holger Wormer (studierte Chemie und Philosophie und lehrt Wissenschaftsjournalismus an der Uni Dortmund):

Die Euphorie der Wissenschaft, künftig alle medialen Kanäle bedienen zu können, ist totaler Humbug. Ich hoffe, dass die Forschungseinrichtungen davon herunterkommen. Sonst wird deren Kommunikation irgendwann so aussehen wie das Privatfernsehen in den USA…

…Es gibt in Forschungsinstituten die Idee, man könne unter Umgehung der bösen kritischen Journalisten, die sowieso immer nur falsch berichten, direkt den Endnutzer erreichen.

Häkchen. Denn: Was genau an Wissensvermittlung hat das bisher umgesetzt und an den Leser/Zuseher vermittelt? Es nimmt nur den Fachjournalisten den Job, wenn das Institut oder die Firma für alle den Stream eines Events live und unkommentiert ins Netz stellt.

Bewerben: Prämie für Webvideos

Bereits zum zweiten Mal rufen Wissenschaft im Dialog (WiD) und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft den mit insgesamt 20.000 Euro dotierten Webvideo-Wettbewerb „Fast Forward Science“ aus:

Wir suchen die unterhaltsamsten Geschichten aus dem Labor, die verständlichste Erklärung der Thermodynamik oder den emotionalsten Videotagebucheintrag eines Althistorikers!

Webvideomacher oder Kommunikationsprofis können bis zum 31. August 2014 ihre Videos zu aktuellen Forschungsthemen aus allen Disziplinen bei Wissenschaft im Dialog einreichen. Die Herausforderung – die Videos sollen zugleich unterhalten, wissenschaftlich fundiert und verständlich sein. Für Low-Budget-Produktionen gibt es eine eigene Kategorie.

Webvideo-Wettbewerb Fast Forward Science – Onlinevideos zu aktuellen Forschungsthemen gesucht: Die Informationen und Teilnahmebedingungen

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🙂 Und, da es offensichtlich mehr Menschen gibt die sich mit den Auswirkungen der Technik in der Zukunft mental befassen, ein aktueller Reminder: heute abend um 21:45 auf Arte geht es mit den Real Humans, 2. Staffel, weiter.

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Ergänzung 16.5. nach Ausstrahlen der ersten zwei Teile von Staffel 2:

Ich nehme meine Empfehlung zumindest für die bisher gezeigten beiden Beiträge von ST2 zurück. Wer Brutalität mit Spannung verwechselt, hat bei mir als Zuseher nichts verloren. Das erinnert bisher mehr an ein Mord- und Totschlag-Computerspiel (wäre zum Zeitvertreib in Ordnung, ist aber für mich nicht ausreichend als Denkanregung) als an einen Anstoß für zukunftsträchtiges Voraus- und Weiterdenken.

Spannung erzeugt man im Kopf des Zusehers und nicht mit Blut und herum fliegenden, abgeschlagenen Köpfen und anderen Körperteilen. Igitt!

Der einzige Cliffhänger, über den es sich nachzudenken lohnt, ist der Klon des (toten) Großvaters:

  • Möchte man den eigenen geliebten Partner nach seinem Tod als (nicht vollwertige) künstliche Kopie weiter um sich?
  • Ist das nur eine logische Fortsetzung zu Betrachten von Fotos und Videos mit Verstorbenen oder
  • ist das komplett daneben?

 

 

FameLab2013

Drei Minuten Zeit, ein Quadratmeter Platz. Nicht mehr. Kein PowerPoint. Nur das, was man am Körper tragen kann, von Plüschpantoffeln bis Schnellkochtopf. Und damit das eigene Forschungsgebiet kurz, knapp, verständlich und mitreissend vorstellen. Wissenschaftskommunikation in Höchstform, Spaß inklusive, Science Slam der Königsklasse bei freiem Eintritt.

Die beiden Sieger erhalten für die Endausscheidung ein professionelles Medien- und Präsentationstraining („Master Class“) am British Council.

Der Gewinner, der nach den sieben regionalen Vorentscheiden aus dem bundesweiten Finale in Bielefeld hervorgeht (Anfahrt und Unterkunft wird gestellt), wird im Sommer zum Finale beim Cheltenham Science Festivalnach England eingeladen und kann sich dort mit den Besten aus 15 Ländern messen.

Wer kann teilnehmen?
Zum Mitmachen sind junge WissenschaftlerInnen ab 21 Jahren aus den Bereichen Naturwissenschaft, Informatik, Ingenieurswissenschaft, Medizin und Psychologie eingeladen. Die Themen sind frei wählbar, solange sie eine wissenschaftliche Fragestellung behandeln. Requisiten sind erlaubt, Powerpoint-Präsentationen oder ähnliches aber verboten. In den Jurys bewerten Hochschullehrer, Wissenschaftsjournalisten und Kommunikationsprofis die Plausibilität, Verständlichkeit und Originalität der Vorträge. Der Vortrag kann wahlweise auf Deutsch oder Englisch gehalten werden.

Die regionalen Vorentscheide des FameLab Germany finden in Lübeck (21. Januar), Leipzig (13. Februar), Bielefeld (2. März), München* (siehe Kommentare), Hamburg (9. März), Karlsruhe und Potsdam (15. März) statt. Das Bundesfinale findet am 4. Mai in Bielefeld statt.

Die Anzahl der TeilnehmerInnen ist begrenzt. Zur Anmeldung gehts hier: Anmeldung

Video und Kontakt:
Ailsa Kienberger | Project Manager | British Council | Alexanderplatz 1 | 10178 Berlin | Germany
T +49 (0)30 311099 48 | F +49 (0)30 311099 20 | BCTN 281 9948 |ailsa.kienberger@britishcouncil.de  |www.britishcouncil.de  oder Franz 0ssing, GFZ, 0331-2881040, ossing@gfz-potsdam.de

Wissenschaft im Dialog

Wissenschaft im Dialog (WiD) organisiert im Wissenschaftsjahr 2013 bundesweit Veranstaltungen für die Öffentlichkeit:

Crowdfunding-Plattform Sciencestarter
Einen Wettbewerb insbesondere für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler startet Wissenschaft im Dialog auf der Website Sciencestarter.de. Die neue Crowdfunding-Plattform für die Wissenschaft bietet kleineren wissenschaftlichen Projekten eine onlinebasierte Finanzierung über viele Einzelpersonen. Wer im Wissenschaftsjahr 2013 ein Projekt mit Bezug zum demografischen Wandel auf der Website präsentiert, kann mindestens 1000 Euro zusätzlich akquirieren.

Mit der Crowdfunding-Plattform konnten Wissenschaftsbegeisterte unter anderem einen Zuschuss zur Kameraausrüstung in Höhe von 2.419 Euro finanzieren, die Immunologe Christian Stern vom Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung für eine Recherchereise durch Wissenschaftslabore weltweit benötigt. Doktorandin Anne Schelhorn von der Humboldt-Universität zu Berlin warb einen Zuschuss in Höhe von 5.440 Euro für ihre Forschungsreise durch Westafrika ein, auf der sie die mündliche Literatur sogenannter Griots in den Fokus nimmt.

Wissenschaftliches Nachtcafé
In der Dialogreihe Wissenschaftliches Nachtcafés sollen Erkenntnisse der Wissenschaft in die lokale und regionale Diskussion eingebracht werden und einen Anstoß für die künftige Entwicklung geben.

Ausstellungsschiff MS Wissenschaft
Die Ausstellung an Bord der MS Wissenschaft zeigt in rund 40 Städten entlang deutscher und österreichischer Wasserstraßen zeigt, wie Forschungseinrichtungen dazu beitragen, den demografischen Wandel zu gestalten. Start der Tour ist am 30. April in Berlin. Danach geht die Reise über Magdeburg und Hamburg durch das Ruhrgebiet. Rheinaufwärts fährt das Schiff bis Kehl, und nach einem Abstecher auf dem Neckar bis Stuttgart. Über den Main und den Main-Donau-Kanal verläuft der letzte Abschnitt der Fahrt durch Bayern nach Österreich.
http://www.ms-wissenschaft.de

Wissenschaft kontrovers
Hier werden Fragen zum demografischen Wandel debattiert: Wie können wir im Alter länger selbstbestimmt leben? Gibt es Möglichkeiten, den Rückgang geistiger Fitness oder gar Demenzen aufzuhalten? Oder: Wie wirkt sich der Bevölkerungsrückgang insbesondere in ländlichen Gebieten aus und wie lässt sich Migration gestalten? Derlei Fragen werden von Forschern und interessierten Besuchern gemeinsam diskutiert.

Ausstellung ScienceStation in Bahnhöfen
Mit der Ausstellung ScienceStation schickt Wissenschaft im Dialog in Kooperation mit der Deutschen Bahn wieder eine Mitmachausstellung auf Tour durch Deutschlands Bahnhöfe. Zwischen Zug und S-Bahn können die Besucherinnen und Besucher in elf Städten ihr Denkvermögen unter Beweis stellen oder der Frage nachgehen, welche Gehirnleistungen sich im Laufe des Lebens trainieren lassen und welche angeboren sind.

Hochschulwettbewerb 2013
Beim Hochschulwettbewerb 2013 können Studierende und Lehrende an Hochschulen eine Idee entwickeln, wie sie ihre Forschung zu den Chancen des demografischen Wandels interaktiv vermitteln und mit der Öffentlichkeit darüber in einen Dialog treten können. Das kann beispielsweise eine Schnitzeljagd, ein Theaterstück, ein Experimentierset oder ein Internetportal sein. Die 15 besten Projektskizzen werden mit 10.000 € zur Umsetzung der Ideen belohnt. Einsendeschluss ist der 15. Mai 2013.

Zudem gibt es Science Slams, ein Forum für Nachwuchswissenschaftler, ein Sciencecamp und das Wissenschaftsfilmfest. Einfach mal nachsehen…

Farbe in den grauen Alltag

Aufruf zu Fotos aus Wissenschaft und Forschung:

Dieser Winter dauert gefühlt zu lange. Es ist zu viel grau und zu wenig Sonne am Himmel, zu viel Missmut unter den Mitmenschen. Meckern hilft – wie stets – wenig, und so setzen wir eine Aktion. Für die Schönheit, für das Lächeln und die Freude. Und den Wettbewerb… 🙂

Gesucht sind Fotos aus dem (wissenschaftlichen) Alltag, aus eurer Forschung, also mit Recht am Bild, die uns allen (dem Fotografen und den zahlreichen Betrachtern) ein wenig Freude ins Leben zaubern. Weil sie ungewöhnlich sind, ungewöhnliche Perspektiven zeigen, oder simpel und einfach ästhetisch sind.

Da man vermutlich keine Bilder im Kommentar hochladen kann, bitte das Foto mit Link im Kommentar zur Verfügung stellen. Wenn wir genügend Beiträge erhalten, mache ich eine Fotogalerie daraus.

🙂 Schauen wir mal, was zusammen kommt.

Jedes Foto bitte
•    (nur) in einer sinnvollen Onlinegröße,
•    mit einem kleinen Hinweis, was zu sehen ist (falls das nicht selbsterklärend ist)
•    und dem Namen des/der Fotografen/in.

 

Hier ein Beispiel aus den USA. Das können wir doch auch. Und besser 😉

VIRGINIA TECH SCIENTIST: THE ART WITHIN THE SCIENCE
„When I first look at these images, I think about all the data and
information each one carries,“ said Justin Barone, an associate
professor of biological systems engineering at Virginia Tech, in a
slideshow he narrates on the art of science. „But then I think what my
6-year-old daughter would see. She would bring the child-like wonder and
curiosity that is at the core of every researcher’s journey of
discovery. She wouldn’t see strands of vascular tissue or curling
nematodes. She would see dragons‘ backs and exploding fireworks. What
she would see is the art within the science.“

TU Berlin sucht freie Wissenschaftsjournalisten

Ein Beitrag, der nicht primär etwas mit Fliegen zu tun hat, aber vielleicht für einige Leser
und/oder Blogger interessant ist:

TU Berlin sucht freie Wissenschaftsjournalisten

Wir sind auf der Suche nach freien Wissenschaftsjournalisten. Wir wünschen uns „frische“, spannende Texte über Forschungsprojekte (eher Natur- und Ingenieurwissenschaften), über Lehrprojekte und Porträts für verschiedene TU-Medien (Zeitung, online, Beilagen, Presseinformationen).

Bei Interesse bitte melden bei Stefanie Terp, Pressesprecherin der TU Berlin, Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Alumni, E-Mail: pressestelle@tu-berlin.de; Tel.: 030/314-23922. Alle weiteren Details folgen dann.

Man kann als Wissenschafter nie genug für die Veröffentlichung seines Lebenswerkes tun. 🙂
Viel Glück und Gut Schreib!