Im schwarzen Loch ist der Teufel los

meint Autor Ulrich Walter, seines Zeichens Physiker, Astronaut und Professor für Raumfahrttechnik an der TU München. Nun gibt es bereits einige Bücher und viele Artikel, die populärwissenschaftlich versuchen, das Universum und die Mysterien für Otto-Normalverbraucher zu erklären. Warum also ein weiteres?

Weil Walter eben nicht „nur“ Physiker ist, sondern sich auch schon mal die Erde aus der Umlaufbahn angesehen hat. Und das bringt eine andere Sicht auf die Welt und man stellt dann auch andere, weitergehende Fragen und begnügt sich nicht mit den gängigen Antworten.

Zum Beispiel was vor dem Urknall war. Oder, ganz praktisch: Wie warm ist es im Weltall? Was teilweise eher wie Fragen aus einem Kindesmund klingt: Sind schwarze Löcher wirklich schwarz? erklärt der Physiker in kurzen Kapiteln wissenschaftlich korrekt. Die Fakten müssen stimmen, aber es soll auch leicht und locker zu lesen sein. Ganz meine Vorstellung von einem lesenswerten Buch.

Weitere größere Themen sind die heutigen Beweise für Einsteins Theorien, die Diskussion der Frage, ob wir nun allein im Weltall sind und wie es um die Chancen steht, dass da draussen doch noch andere auf uns warten und natürlich Informationen aus der erfahrenen Astronautensicht, wie es weitergeht mit den Flügen zum Mars. Von der Mars-One-Mission bis dazu, was ein Astronaut von Marsianern hält.

Der Raum ist ein dreidimensionales Gummi – eine unkonventionelle, aber plastische Erklärung. Kurze Sätze, kein wissenschaftliches Kauderwelsch. Alles knackig und ohne Umschweife geschrieben, ein Buch dass sich sowohl für den interessierten Laien eignet, als auch als schnelle Lektüre für Insider, die ihre Themen mal von einer anderen Sichtweise betrachten wollen und die dafür treffende Gedankenanregungen bekommen.

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