Mehr Impressions von der Sun ’n Fun

Die FAA – dein Freund und Helfer. Auch wenn für manche Piloten die amerikanische Luftfahrtbehörde eher ein Schreckgespenst darstellt, ich habe bisher nur positive Erfahrungen gemacht, mit den Menschen, die da arbeiten. Was vielleicht auch daran liegt, dass man sowohl in Oshkosh als auch auf der Sun ’n Fun eben die tatsächlich Verantwortlichen in den einzelnen Bereichen als Ansprechpartner hat und so, oft unkompliziert, viel Organisatorisches Vorort schnell erledigt, was auf dem Postweg Monate dauert.

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Kurz-News aus Luft- und Raumfahrt

Kunst im Freien Fall

Den meisten Menschen genügt die Sensation, sich mit dem eigenen Körper im Freifall zu bewegen. Für Vedi Djokich muss da unbedingt noch seine Kunst-Installation hinzu.

„Time the Eraser. Destroying Art While Skydiving and Painting.“ dokumentiert seine einzigartigen Sprünge.

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(c) Vedi Djokich

Was er dabei macht, ist echt abgefahren und (Vorsicht) nicht jedermanns Sache.

Detailreich bemalte Tubes zerstört er während seines Sprunges, indem er schwarze Farbe durch den Luftstrom über die Zeichnungen strömen lässt.

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Interaktiver Inspiziergang im Gehirn

Das BigBrain-Projekt des Forschungszentrums Jülich stellt ein kostenfreies Virtual Reality Tool zur Verfügung, das „eine beispiellose neuroanatomische Einsicht sowie die Möglichkeit der Prüfung von Hypothesen“ über das Gehirn bietet.

Die Auflösung des 3D-Modells eines menschlichen Gehirns liegt in der Größe einer Nervenzelle (20 Mikrometer). Wie mit einer Taschenlampe kann der Nutzer mit einem 3D-Interaktionsgerät die anatomische Struktur interaktiv ausleuchten.

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Tim Blais
(c) Tim Blais

All about that Base ist kein Schreibfehler…

für den Song All about that Bass. Der Kanadier Tim Blais singt Wissenschaft. Er erklärt nicht, er singt einfach. Und kann das besser als so mancher in einem TV-Contest, der sich zum Trällern berufen fühlt. Zum Wegwerfen komisch und witzig sind Tim Blais‘ Wissens-Interpretationen von gängiger Chartmusik.

Auf der Facebookseite und auf Youtube.

Wer sagt da noch, dass Theoretische Physiker langweilig sind?
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Wissenschaft zum Hören – eine Podcast-Übersicht mit Tipps

Podcasts sind themenspezifische, über das Internet verbreitete Audiobeiträge. Und davon gibt es, selbst wenn man sich auf solche beschränkt, die sich mit Wissenschaft und/oder deren Verbreitung befassen, eine ganze Menge.

Hier findet sich eine kommentierte, alphabetische Auflistung, die schon vor dem Anhören vermitteln möchte, worum es in jedem der aufgelisteten Podcasts geht.

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News from Space to Wingsuits

Während das Land hier auf der anderen Seite des Atlantiks auch im Small Talk Politik diskutiert (bis vor etwa einem halben Jahr war das ein absoluter NoGo) gibt es auch technische News zu vermelden.

In Cape Canaveral startete gestern abend mit einer Stunde Verspätung (es ist grimmig kalt und war auch recht böig) ein geostationärer Wettersatellit („der nächsten Generation“ Zitatende) namens GOES-R. Die Bilder zeigen leider einen Tag später noch immer nur die Vorbereitung zum Launch… Es ist Wochenende, auch bei der NASA.

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Auf die ISS hat es nach 2008 endlich wieder ein Franzose geschafft: der ehemalige Linienpilot Thomas Pesquet ist nach einem zweitägigen, routinemäßig verlaufenen Flug mit einer Sojus-MS03 am 19. November an der Internationalen Raumstation ISS anlangt. Die nunmehr sechsköpfige Mannschaft besteht außer Pesquet aus: der NASA-Astronautin Peggy Whitson, dem Roskosmos-Kommandeur Oleg Nowitzky, dem NASA-Astronauten Shane Kimbrough und den Kosmonauten Andrej Borisenko und Sergej Ryschikow. Die letzten Drei waren bereits vor den Neuankömmlingen auf der ISS.

Die Sojus-MS-Rakete ist eine weiterentwickelte Ausführung des russischen Raumschiffklassikers, der seit knapp 50 Jahren im Einsatz ist.

Am Mittwoch, den 23. November wird Pesquet von der ISS in einer  Live-Videokonferenz mit dem Europäischen Astronautenzentrum in Köln zu sehen sein. Zeit: 14 Uhr bis 16 Uhr MEZ
Link zur Live-Videokonferenz

Genereller Link zu Thomas Pesquets Mission Proxima

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Wir hatten berichtet, nun steht das Abdocken der Cygnus-Kapsel von der ISS unmittelbar bevor:

In der Kapsel ist ein Experiment an Bord, das zum ersten Mal Daten darüber sammelt, wie sich Feuer verhält, wenn es unter Umgebungsbedingungen, die denen auf der ISS entsprechen, kontrolliert gezündet wird. Zudem enthält sie Abfälle und nicht mehr benötigtes Equipment, das beim Eintritt in die Atmosphäre verglühen soll.

Der geplante Ablauf

  • 21.11.16    14:20 Uhr (MEZ)  Abdocken des CYGNUS-Raumtransporters von der ISS; Liveübertragung ab 14:00 Uhr (8:00 a.m. ET)
  • 21.11.16    19:20 Uhr (MEZ)  Experimentbeginn und anschließende Datenübertragung

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Das Fliegen around pilons ist eine Disziplin, die das exakte Fliegen fördert, und eher bekannt ist mit Kriegsflugzeugen. Aber das geht auch mit Wingsuits von Fallschirmspringern. Speziell designte Anzüge und natürlich auch very special wingsuit pilots flogen im Wettbewerb über der Wüste von Arizona an diesem Wochenende. Sieger war mit 258kmh/160mph der Amerikaner Noah Bahnson.

BASE Weltrekord: Absprung von 7700 Metern

roznovDrei Jahre lang bereitete sich der Russe Valery Rozov auf diesen BASE-Sprung vor. Es war auch nicht irgendein Berg, sondern der sechsthöchste der Erde: Cho Oyu, Teil des Himalaya-Gebirges.

21 Tage dauerte der Anmarsch zum optimalen Absprungpunkt. Der erste Versuch ging schief. Zu viel Schnee – es war einfach zu gefährlich und er und seine Unterstützungs-Crew brachen das Unternehmen zunächst ab. Eine Woche später war es dann soweit. Der Schnee war wieder geschmolzen und mit einem russisch gezählten 1 -2 -3 sprang der 51-Jährige ab.

roznov3Nach 90 Sekunden Freifall-Flug mit dem Wingsuit landete Rozov sicher am BASE-Schirm in 6000 Metern Höhe. Kameras vorne und hinten am Helm filmten den außergewöhnlichen Sprung, mit dem er seinen eigenen, früheren Weltrekord brach (7220 Meter Höhe des Absprungs am Everest).

Die Idee dazu war vor drei Jahren beim gemeinsamen Klettern mit seinem Freund Alexander Ruchkin entstanden. Der stürzte allerdings letztes Jahr beim Klettern in Peru ab und so widmete Rozov den Rekordsprung seinem verstorbenen Freund. Die Widmung ist ihm nach eigenen Worten wichtiger als der erreichte Rekord.

Video zum Rekordsprung (Red Bull)

Mehr Videos auf YouTube von Valery Roznov

 

Alle Fotos: Valery Rozov am Mount Cho Oyo, Himalaya, im Oktober 2016, Fotograf und (c) Nika Lebanidze, Red Bull

 

Schaukeln zwischen zwei Ballonen

Zwei Ballone, eine Schaukel, 125 Meter lange Leinen und 1800 Meter über der Erde: Mehr Spaß kann es für diese Springer nicht geben. Die Österreicher Marco Waltenspiel, Georg Lettner, Marco Fürst und Dominic Roithmair überlegten sich eine ungewöhnliche Schaukel. Und realisierten sie im Sommer 2016 im Waldviertel in Niederösterreich.

https://www.redbullcontentpool.com/embed/video/57ee709289a41d742e25e4dc

Die Idee hinter der – sicher von manchen als verrückt angesehenen Unternehmung – war laut Lettner, einen Kindheitstraum zu realisieren. “Es träumen doch viele Kinder davon, auf einer Schaukel zu sitzen, immer höher und höher zu schwingen und irgendwann dann abzuheben und zu fliegen.”

https://www.redbullcontentpool.com/embed/video/57ee61b189a41d742e25e203

Das Schwierigste, so Roithmair, sei es gewesen, auf der Schaukel zu bleiben. Wer schon mal durch einen Hula Hoop Reifen gesprungen ist oder einen Sprung in einem Schlauchboot im Freien Fall absolviert hat, weiß, was der Springer meint. Für außergewöhnliche Stunts sind von Red Bull gesponserten Sportler immer gut – sonst würden sie nicht ins Team kommen.

Nach intensiver Planung und Vorbereitung der Ausrüstung tasteten sich die Skydiver und ihre „Transporteure“ im Sommer 2016 bei optimalen Wetterbedingungen an ihr gemeinsames Ziel heran. Zwischen 1.500 und 2.000 Metern Höhe diente ein Ballon als Anker für die Schaukel, abgesprungen wurde von einem zweiten. „Es kommt auf das richtige Timing und den Absprung an. Wenn das Seil perfekt gespannt ist, so dass du schön nach vorne abzischt, dann ist es perfekt“, beschreibt Marco Waltenspiel die sportliche Herausforderung von „Mega Swing“.

Das Feeling scheint eher mit dem Bungee Springen zu vergleichen zu sein. Roithmair: „Du hast eine Beschleunigung in eine andere Richtung, so wie man es von einem normalen Base- oder Fallschirmsprung nicht kennt. Du springst runter, fällst, und wartest auf den Moment, wo du Druck auf das Brett bekommst. Dann geht es nach ein paar Sekunden nach vorne, mit einer unmotorisierten Beschleunigung, die ein unglaublich feines Gefühl auslöst. Ich kann mich an keinen freien Fall erinnern, der solche verschiedenen Bewegungsmuster zeichnen kann.“

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Beide Fotos: Marco Fürst, Red Bull

“Im Flieger oder Hubschrauber hat man Krach rundum”, sagt Roithmair, “die Ruhe  war einfach überwältigend. Klar, die Brenner der Ballone fauchen ab und zu. Aber das und die Windgeräusche machen die Situation da oben bizarr für einen Fallschirmspringer.“

 

Videos: Red Bull

Windscherungen – wenn der Wind verrückt spielt

Weil mir gerade bei einem anderen Beitrag Wind Shear fälschlicherweise mit Seitenwind übersetzt wurde, gibt es jetzt einen allgemein verständlichen Beitrag dazu. Keine wissenschaftliche Abhandlung, alles ist zum Nachvollziehen stark vereinfacht.

Und irgendwie hatte ich erwartet, dass die Frage kommt, warum denn die Dubai Emirates 773 eine so lange Landung in die Bahn hinein gemacht hat. Der Grund, waren die Windscherungen, die der Crew von der Wettervorhersage (ATIS) bekannt waren.

Von der Definition her passiert eine Windscherung dann, wenn sich der Wind auf kurzer Distanz in Richtung und/oder Stärke ändert.

Das ist für alle Luftfahrer gefährlich, für Flugzeug-Piloten vor allem in Bodennähe, also beim Starten und Landen. Für BASEer und Wingsuit-Flieger auch im freien Fall und generell für Fallschirmspringer in Bodennähe beim Landeanflug. Wind Shear ist in den Bergen und in der Stadt (viele eng stehende hohe Gebäude) ein Faktor, den BASEer berücksichtigen müssen. Das Problem daran ist, dass man Wind Shear, wenn er sich nicht als Windhose, die Staub mit sich bringt, manifestiert, nicht sieht.

Als Pilot/Luftfahrer startet und landet man üblicherweise möglichst gegen den Wind, Wind kommt einem also von vorne entgegen. Und nun gibt es einen kleinen Einschub.

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Luft ist ein Medium und nicht Nichts. Man sieht sie zwar normalerweise nicht wie Wasser, aber im Prinzip bewegen wir uns innerhalb der Luft ähnlich wie im Wasser. Gegen Widerstand: Jedes Objekt, das sich durch eine Luftströmung bewegt, erfährt eine Kraft entgegen der Bewegungsrichtung.

Auf jedes fliegende Teil, im weiteren vereinfacht Flugzeug genannt – wirken vier Kräfte: nach unten die Schwerkraft (1), nach vorne der Schub (2), nach hinten zieht der Luftwiderstand (3) und nach oben der Auftrieb (4).

Wenn Schub und Auftrieb so groß sind, dass Schwerkraft und Widerstand überwunden werden, hebt das Flugzeug ab (nach vorne und oben).

Soweit die Theorie. In der Praxis wirkt sich gerade bei geringen Geschwindigkeiten** zusätzlich der Wind in Richtung und Stärke aus. Das Landen des Flugzeugs erfolgt immer mit möglichst geringer Geschwindigkeit.

Idealerweise setzt der Flieger leicht über seiner Stall Geschwindigkeit auf. Wenn er dabei in den Wind landet ist seine Ground Speed (Geschwindigkeit gegenüber dem Boden) nochmal um die Windgeschwindigkeit geringer und der Bremsweg damit kürzer. Gleiches gilt für den Start. Beim Start beschleunigt das Flugzeug auf eine Geschwindigkeit von etwa 20 Prozent über der Stall-Geschwindigkeit. Wenn es gegen den Wind startet, dann hebt es mit einer geringeren Geschwindigkeit gegenüber dem Boden ab. Die Beschleunigungsstrecke war kürzer.

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*Stall Speed ist die Geschwindigkeit, bei der das Flugzeug in dieser Fluglage (Kurve, Geradeausflug, Steigen…) gerade noch sein Gewicht als Auftrieb produzieren kann.

Stall Speed ist also die Geschwindigkeit, bei der die Tragflächen mit maximalem Anstellwinkel gerade genug Auftrieb liefern, um das Gewicht des Flugzeugs in der Luft zu tragen.

Erhöht man den Anstellwinkel weiter (zieht man also die Flugzeugnase weiter in den Himmel) reißt die Strömung ab. Da dies meist nicht symmetrisch auf beiden Seiten gleich geschieht, kippt das Flugzeug über eine Fläche (rechts oder links) ab.

Hat das Flugzeug vertikal genügend Luft = Raum zwischen sich und dem Boden, lässt sich der Strömungabriß durch geeignete Flugmanöver wieder rückgängig machen. Das allerdings braucht Zeit, also Höhe, und die ist in Bodennähe nicht gegeben.**

 

**Es gibt beim Fliegen viele Arten der Geschwindigkeit: die gegenüber dem Boden (für die Reise interessant), die Airspeed gegenüber der umgebenden Luft (für den Flugzustand relevant) und weitere.
Was für uns hier interessant ist, ist die Geschwindigkeit gegenüber Luft.

Damit das Flugzeug in der Luft bleibt, muss der Auftrieb größer als die nach unten ziehenden Kräfte sein. Der Auftrieb hängt von der Geschwindigkeit und dem Anstellwinkel/Anströmungswinkel der Tragflächen ab.

Fliegt man sehr schnell, braucht man nur einen kleinen Anstellwinkel. Wenn man langsamer fliegt, braucht es einen größeren Anstellwinkel, um den gleichen Auftrieb zu erzeugen.

Das geht solange, bis man so langsam ist, dass man den maximalen Anstellwinkel erreicht hat. Wird man nun noch langsamer, dann verursacht die weitere Erhöhung des Anstellwinkels, dass die Strömung der Wölbung der Fläche nicht mehr folgen kann, und „abreißt“. Sie verwirbelt nun hinter der Flächenvorderkante und der Auftrieb bricht zusammen.

Bei Start und Landung ist die Fluglage des Flugzeugs in der Nähe dieses maximalen Winkels, dieser minimalen Geschwindigkeit. Ändert sich nun plötzlich die Windgeschwindigkeit, dann kann das problematisch werden.

Windscherungen treten auf:

  • wenn sich Luftschichten in verschiedenen Höhen verschieden schnell bewegen. Steigt oder sinkt man durch die Höhenbänder, dann ändert sich sowohl die Richtung, als auch die Geschwindigkeit der Luft abrupt
  • wenn Fallwinde auf den Boden treffen, da sie dann horizontal abgelenkt werden. Fliegt man da durch, erhöht sich zunächst die Geschwindigkeit, da einem die Luft nun „entgegen“ kommt. Nach Durchfliegen des Kerns kommt sie aber nun plötzlich von hinten und man verliert an Geschwindigkeit.
  • bei einer sich ablösenden Thermikblase (heiße Luft) ist es genau andersrum.
  • wenn Wind durch geographische Besonderheiten (Berghang, Baumreihe, hohe, breite Gebäude) abgelenkt wird.
  • Wind dreht in Bodennähe auf den letzten 1000 Metern über Grund in der Regel immer. Das liegt an folgendem: Luft strömt vom Hoch zum Tief. So entsteht Wind. In großen Höhen wird er dabei von der Coriolis Kraft abgelenkt. Am Boden hingegen wird diese Ablenkung und die Geschwindigkeit durch die Reibung der Luft am Boden abgebremst. Auf der Nordhalbkugel bedeutet das, dass der Wind im Sinkflug von 1000 Meter über Grund zum Boden hin um 30 Grad nach links dreht und an Stärke abnimmt. Auf der Südhalbkugel dreht er entsprechen nach rechts. Habe ich nun noch Turbulenz (z.B. durch geographische Besonderheiten, Thermik, Gewitter, Starkwind) dann kann es vorkommen, das der Wind der in 1000 Meter herrscht, auf den Boden „durchschlägt“, also die Richtung um 30 Grad dreht und damit die Geschwindigkeit zulegt. So kann ganz plötzlich aus einer Gegenwind- eine Rückenwindkomponente werden.

Fallschirmspringen zum Ansehen

Skydive-TV, ein Fernsehsender im Internet, überträgt große Events des Sports. Wer da hineinsehen möchte:

Am Dienstag, 23. August beginnt der Swoop Wettbewerb der FAI (6th FAI World Canopy Piloting Championships) in Kanada. Einfach landen war gestern… Das ist Kunst. Die tödlich enden kann, wenn man sie nicht beherrscht.

Zum Vormerken: Im Herbst, 22. bis 31 Oktober zeigt der Online-Sender die US Nationals in Eloy (Arizona), also Freifall auf Weltklasseniveau.

Hier ein Link in Englisch, der die einfachsten Fragen zum Fallschirmspringen beantwortet. Die Fragen reichen von: Was ziehe ich an bis zu: Wie kriege ich im Freifall Luft.

Wer es gerne etwas vertiefter haben möchte (für Springer), der sollte im Skydiver’s Information Manual (SIM) nachlesen. Ausgedruckt ist das eine ziemlich dicke und schwere Schwarte, online gibt es das SIM als PDF und in anderen Versionen zum Download kostenfrei.

 

For our international friends

Skydive-TV,  an online and mobile skydiving TV channel, will be returning to cover the 2016 Nationals in Eloy. Skydive-TV has covered many of USPA’s Nationals events over the past several years and is planning to broadcast all the action from Skydive Arizona each day throughout Nationals. Those interested in learning more about Skydive-TV and advertising opportunities can visit skydive-tv.com.

Wind Tunnel Training in Eloy

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Was wie ein Geheimcode aussieht, ist die Mitschrift der Figuren, die nacheinander vom Team in den einzelnen Tunnelminuten (meist 2 zusammenhängend) geflogen werden. Jeder Buchstabe und jede Nummer steht für eine eigene Figur. Interessant und damit die Herausforderung ist, wie die Übergänge zwischen den einzelnen Figuren geflogen werden. Sind die 4 oder 5 Figuren einer Sequenz durch (hier in einer Zeile), dann beginnt man innerhalb der zwei Minuten wieder von vorne.

Ein wenig Bildliches von meiner USA Reise, Ende Juni in Arizona, weil es noch ein wenig dauert, bis ich alle Fotos/Videos von Oshkosh letzter Woche gesichtet und für den Blog verkleinert habe. Der eigentliche Anlass für diese Reise waren zwei Konferenzen, aber da konnten auch noch zwei Tunnelzeiten in Eloy Platz finden. Wenn schon aufgrund mehrfachem Umsteigen bei An- und Abreise und Platzmangel im Koffer der Fallschirm (= das Gurtzeug) zuhause bleiben musste.

Wind Tunnels gibt es mittlerweile auch in Europa einige, seit kurzem sogar in Wien. Man muss auch kein Fallschirmspringer sein, um das auszuprobieren.

Das waren in der Anfangsphase DC-3-Propeller, die den Luftstrom nach oben erzeugten und somit einen Luftpolster ähnlich wie im Freifall bildeten. Moderne Windtunnel-Anlagen für Fallschimspringer haben oben Rotoren, die die Luft nach oben saugen und so den Luftstrom erzeugen. Das alles ist mit viel Krach verbunden und so springt man im Tunnel mit Ohrstöpsel. Wie im richtigen Freien Fall kommuniziert man also nur über Grimassen, Haltung und Handzeichen.

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Das sieht mit (geborgtem) Schülerhelm und meinen Hiking Boots ziemlich goofy aus. Nur der Anzug gehört zu meiner normalen Spungausrüstung.

Mein weltweit bevorzugter Tunnel ist noch immer der in Eloy (Arizona). Unter anderem, weil man da eben mit den weltbesten Teammembern trainieren kann. Und die deutlich weniger Starallüren als so manche lokale Sprung“Größe“ an hiesigen Sprungplätzen aufweisen. Bei Nichtspringern ist auch der etwas kleinere und ältere Tunnel in Orlando als Freizeitvergnügen – zwischen Disney und Wasserpark – gern gesehen. Und: Man muss gar nicht so weit reisen, auch hierzulande kann man den Freifall überm Draht-Gitter simulieren.

Rechts warte ich in der Schleuse (da darf, während die Windmaschine rotiert, keiner von draussen rein oder auch von innen hinaus) auf meine nächsten zwei Minuten. Nick Grillet (mein Trainer) steht links in der Türe und guckt seinen Teamkameraden beim Training zu. Alle Fotos und Videos sind durch das verschrammte Schutz-Plexiglas aufgenommen.

Hier ein kurzes Video von Airspeed (die besten der Besten, weltweit)

Und hier dazu der Normalo 🙂 mit einem Airspeed-Springer und ja, da ist ein Unterschied sichtbar. 🙂

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Außenansicht Windtunnel – ein Freifall-Simulator für Fallschirmspringer und Fussgänger –  in Eloy, Arizona.

Die allerersten Windtunnels für Fallschirmspringer waren flach gelegte DC-3 Propeller, die noch einen ziemlich inhomogenen Luftstrom nach oben schickten. In der Mitte war der Widerstand am größten, zur (runden) Wand hin nahm er ab. Bei modernen Tunnels (Skydiver lassen das Wort „Wind“ gerne weg) zieht der Luftstrom nach oben, da sitzen nämlich die Rotoren.