Das fällt unter die Rubrik Kurioses. Fallschirmspringende Beaver. Geht’s noch? Zwar haben die Nager nicht selber gezogen ( = die Öffnung aktiviert) – sie wurden in Boxen unter Fallschirmen von einem Taildragger abgeworfen. 76 Biber, jeder in seiner eigenen Holzschachtel.

Die großen Nagetiere bauen Dämme in Flüssen, schaffen Feuchtgebiete und Sümpfe und fördern so gesunde Ökosysteme für andere Tiere und Pflanzen. Doch wenn sie den Städten zu nahe kommen und sich dort zu wohl fühlen, werden Biber in andere Lebensräume umgesiedelt.
Was zunächst wie Tierquälerei aussieht, hat also einen Tierart-schützenden Hintergrund.



Die Biber sollten 1948 in einer (für sie neuen) Gegend, im Chamberlain Basin in Idaho (heute Teil des Frank Church River of No Return Wilderness Area), angesiedelt werden.
Der neue Lebensraum bot alle Annehmlichkeiten, die Biber brauchen, und er war weit weg von menschlichen Aktivitäten. Letzteres hat allerdings auch Nachteile: So gab es aufgrund der abgelegenen Lage keine Straßen, um dorthin zu gelangen.
Pferde mögen wohl den Geruch von Bibern nicht, sie scheuen.
Also musste eine andere Lösung her.




Nur die menschliche Filmcrew, die den Abwurf und die Landung der Beaver verfolgte, kam auf Pferden an den Landeplatz.




Ein wiedergefundener Film zeigt die luftige Umsiedlung der Nager auf YouTube:
Bis auf einen Biber überlebten alle den Abwurf und die Landung und laut Aussage der Tierpfleger lebten sie sich gut in ihre neue Umgebung ein.


