Besuch im Universum

Wo genau liegt das Universum?
🙂 In Bremen, der Wissenschaftsstadt natürlich.

Der riesige silbrige Wal besteht außen aus 40.000 Edelstahl-Schuppen und innen aus noch viel mehr Überraschungen für wissbegierige Erdlinge.

Hands on heißt es hier. Wissenschaft zum Angreifen und Ausprobieren. An über 300 Exponaten lassen sich naturwissenschaftliche Phänomene hautnah und mit allen Sinnen erleben und verstehen – in den drei Themenbereichen: Technik, Mensch und Natur.

Das beginnt bereits, bevor man ein Gebäude betritt, im Außenbereich auf 500 Quadratmetern. Im 27 Meter hohen „Turm der Lüfte“ lässt sich neben der Aussicht über Bremen viel lernen und entdecken: beim Bälle fliegen lassen, die Windstärke messen oder an den Resonanzröhren lauschen. Beeindruckend: Das Hebelexponat auf dem Vorplatz.

Schon vor dem Eingang zum rostroten Würfel, einem Nebengebäude für Veranstaltungen und Sonderausstellungen, startet das Staunen. Wenn der knallrote VW-Käfer mit seinen 1500 Kilogramm locker und leicht über einen riesigen Hebelarm* auch von zwei Kindern locker schwebend in die Luft befördert werden kann. Formeln zum Erleben.

Die Themenkombination: Technik, Mensch und Natur macht das Universum zu einem Veranstaltungsort, in dem große und kleine Forscher im Bauch des Wals stundenlang die Zeit vergessen können, ihr Gehirn fordern und dabei Neues entdecken und lernen. Und das alles mit Spaß und Freude.

Im Inneren des futuristischen Gebäudes geht es auf mehreren Stockwerken zur Sache. Mit interaktivem Konzept, das durch multimediale Exponate und vertiefende Texte, die einen aktuellen Blick in die Forschung wagen, erweitert wird.

SCORPION

wurde für schwer zugängliche und für Menschen gefährliche Gebiete entwickelt.

Mit seinen Beinen kann er sich besser über schwieriges Gelände bewegen als Roboter mit Rädern.

Die Laufmuster des 8-beinige Laufroboters basieren auf biologischen Studien an echten Skorpionen. Jedes der acht Beine besitzt drei Gelenke. Da jeder Beinabschnitt einzeln angesteuert wird, setzen 24 Motoren seine komplexen Bewegungen um.

Die KINETISCHE MASCHINE:
Mein absolutes Lieblingsobjekt, dem ich stundenlang zuschauen könnte:

„Wählen Sie zwischen Ketten- oder Treppen-Aufzug und steuern Sie die Bahnen mithilfe der Weiche. Beobachten Sie die rollenden Kugeln auf ihrem Weg nach unten.“

Erklärung: Einmal am höchsten Punkt angekommen, wird die potentielle Energie der Kugeln in Bewegungsenergie umgewandelt. Sie folgen automatisch den vorbestimmten Bahnen und den Gesetzen der Physik.

Jetzt wird’s bunt. Farben und Formen, die das menschliche Gehirn verwirren und austricksen. Manches kennt man schon, aber ausprobieren und sehen, dass man sich nicht wehren kann gegen die Illusion macht trotzdem Spaß.

Der MAGNETIGEL

„Drücken Sie den Knopf und beobachten Sie die dunkle Flüssigkeit. Die Flüssigkeit ist ein sogenanntes Ferrofluid.

Es enthält feinste Partikel, die sich in einem Magnetfeld ausrichten. Solange Sie den Knopf drücken ist der Elektromagnet angeschaltet. Die Flüssigkeit wird angezogen und typische igelartige Strukturen entstehen.“

Das sieht seltsam aus. Sieht man aber auch normalerweise nicht. 🙂

Denn das ist Teil einer Odyssee, die der Besucher im Dunkeln absolviert.

Man schleicht sich in kompletter Finsternis an den Wänden mehrerer Räume entlang und berührt dabei so allerlei, was man nicht erwartet und damit auch nicht erkennt. Von Schlittschuhen bis zu einer Gitarre und natürlich das absolut abstruse Schild: Bitte nicht berühren, das man, wenn man (als Presse) nicht nachher noch eine Runde im Hellen drehen und Fotografieren darf, nicht sieht.

Das Erdbebensofa gehört zu den beliebtesten Erkundungsstationen. man kann darauf mehrere tatsächlich stattgefundene Erdeben in Stärke und Auswirkung selbst erleben.

Foto: (c) Universum

Es gibt so vieles im Universum zu erleben und auszuprobieren. Hier steht nur eine minimale Auswahl der Sachen, die wir in der Wissenschafts-Pressenacht mit anderen erleben durften.

Ein wenig ist das Universum wie der Grand Canyon: Den kann man sich auch auf Bildern ansehen.
Kann man.
Kommt aber nicht im Entferntesten der Realität nahe – wenn man ihn live erlebt.


Empfehlenswert als Veranstaltungstip

  • für Familien und Einzelgänger, durchaus als Tagesausflug. 

Und wenn noch ein kleines Mitbringsel als (Weihnachts-)Geschenk fehlt: Der Shop ist ein Geheimtipp für ausgefallene Geschenkideen aller Preisklassen. Hingehen. Ansehen.


*Ein Hebel hilft dabei, mit wenig Einsatz viel Kraft auszuüben. 

alle Fotos bis auf „Erdbeben“: (c) FlugundZeit

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