Das bekannte Spiegel-Titelbild

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Schon wieder der Spiegel. Aber das Titelbild vom dieswöchigen Spiegel kam mir irgendwie bekannt vor. Wo genau hatte ich diese Idee schon mal gesehen?

Die Website www.kleisny.de existiert seit 23 Jahren und hat seither etliche Relaunches hinter sich. Nicht nur inhaltlich, sondern strukturell und vor allem auch am sogenannten Backend, also in der Programmierung der Seiten. Ein langer Weg bis zu den fluiden, mit CMS erstellten heutigen Seiten.

Screenshot von 1/2002.
Die Wayback Machine zeigt es: Das Internet vergisst nicht. Auch wenn sich in den 23 Jahren meine Illustrations-Kenntnisse und Erfahrung stark geändert haben… 🙂

In 2002, ganz zu Anfang, bestand die Webseite Kleisny.de aus purer html-Programmierung meinereiner. Rohes, knackiges html ohne Schnick und ohne Schnack. Der existierte damals nämlich noch gar nicht. Berufliche Webseiten von freien Journalisten waren sowieso rar bis nicht existent.

Und was wurde ich damals kritisiert für mein bearbeitetes Foto: häßlich, unmöglich und mehr. Nur, weil mir die rechteckigen Passfotos zu langweilig waren und das der maximale Pepp war, den ich mit meinem damaligen Photoshop Kenntnissen erreichen konnte. Die jahrzehntelange im Netz noch auffindbare Kritik hat mich allerdings eher belustigt, das Bild blieb.

23 Jahre später später schafft es meine Kunst, oder zumindest die (durch ChatGPT?) inspirierte Idee sogar aufs Spiegeltitelbild. 

Ach übrigens, vielleicht erinnern sich die Teilnehmer eines Symposium 2017 noch an meinen Vortrag über die Zukunft der Luftfahrt. Als ich die Digitalisierung in der gesamten Luftfahrt durch die zunehmende Digitalisierung der allgemeinen Gesellschaft aufzeigte, wurde dies von den Organisatoren (!) und Teilnehmern als nebensächlich und unglaubwürdig abgestuft…

(Nichtsdestotrotz wurden meine Worte später gerne übernommen und als eigene Weisheit weiter verklopft.)

Da geht noch mehr.

In meinen ersten Berufsanfängen bei Siemens (als Programmiererin) machte ich den VV (Verbesserungsvorschlag), Haushaltsgeräte wie etwa Staubsauger doch bitte nicht in Sahara-braun (das Wort dünnschissbraun lag mir mehr auf der Zunge) herzustellen, sondern in fröhlichen Farben. Etwa marineblau für das obere Ende des Geräte-Spektrums, ein freches Rot für die junge Zielgruppe. Arbeit soll doch Spaß machen!

In der Ablehnung stand: Meine Vorschläge entsprächen nicht dem Firmen-Image…

Komischerweise taten sie das rund ein Jahrzehnt später. Und zwar ziemlich genau.


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Über die Autorin

Die Journalistin Helga Kleisny ist diplomierte Physikerin (TU Wien), Fallschirmspringerin und Pilotin. Nach Arbeitsorten weltweit (Wien, Taipeh, Boca Raton (FL), München, Frankfurt…) sind ihre Haupt-Lebens- und Arbeitsorte nun in Deutschland und in den USA. Sie schreibt als freie Luft- und Raumfahrtjournalistin. Ihre Begeisterung für alles Technische und die Natur, am besten in Kombination, zeigt sich in ihren Büchern und in Seminaren und Vorträgen.