Die Auswirkungen von Flydubai B38M

Warum ich mich nicht der Allgemeinheit angeschlossen habe und sofort mit Spekulationen über den Flydubai-Flug B38M berichtet habe, steht weiter unten in diesem Bericht.

Die Tatsachen des schrecklichen Vorfalls

Am 30. September 2026 kam es auf einem Flydubai-Flug von Dubai nach Tel Aviv zu einem Zwischenfall. Die Boeing 737-8 MAX mit dem Kennzeichen A6-FKF war mit 174 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern unterwegs. Rund 130 nautische Meilen nordöstlich von Tabuk in Saudi-Arabien befand sich das Flugzeug in einer Höhe von FL340.

Innerhalb von etwa 90 Sekunden stürzte die Boeing im Sinkflug auf rund 19000 Fuß. Der Transpondercode (für die Flugsicherung) wechselte zunächst auf 7500. Das bedeutet eine „unlawful interference“, also etwa Entführung oder eine andere unrechtmäßige Einflussnahme auf das Flugzeug.
Daraufhin begleiteten israelische Kampfflugzeuge die Boeing.

Bei etwa 15000 Fuß stabilisierte sich die Maschine. Der Transpondercode wurde auf 7700, allgemeinen Notfall, geändert. Das Flugzeug landetet ohne weitere Zwischenfälle rund 85 Minuten nach dem Verlassen von Flugfläche 340 in Tabuk (Saudi-Arabien).

Aus dem Telefonat von Kapitän Smit Machchhar

Obwohl durch Stichwunden schwer verletzt, kämpfte sich der Kapitän zur Cockpittür vor und öffnete sie von innen, damit Passagiere und später eine weitere (Dead Head*) Crew ins Cockpit konnten. So konnten sie den angreifenden Co-Piloten überwältigen.

Machchhar: „Natürlich kämpfte ich um mein eigenes Leben, aber zugleich wusste ich, dass ich nicht zulassen würde, dass andere sterben. Wenn ich keinen Mut zeigte, würden 170 Passagiere sterben.“

Es gab einen physischen Kampf (Brawl* im englischen beschreibt es konkreter) im Cockpit, bei dem beide Piloten verletzt wurden. Der Kapitän (indischer Abstammung) schwer mit argem Blutverlust. Der Co-Pilot (First Officer) stammte aus dem Oman und war erst seit wenigen Monaten im Liniencockpit. Er habe sich islamistisch radikalisiert. Was nach einigen nicht verifizierten) Quellen bekannt war.

Der Kapitän war mit Stichwunden schwer verletzt. Woher die Waffe (Messer woher?) dazu kam, wird bisher nicht erklärt. Meine Vermutung diesbezüglich werde ich aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlichen. Linienpiloten werden es verstehen.

Es gab eine Dead Head Crew** in ziviler Kleidung an Bord, die das Flugzeug sicher in Tabuk (Saudi-Arabien) landete.


Warum ich nicht eher und nicht ausführlicher über diesen Flug berichtete

Die Information hatte ich über einen Newsticker bereits am 30.9., vormittags. Aber vielmehr als die Tatsachen, die jetzt weiter oben stehen und die auch sonst im Netz dutzendfach verfügbar waren, hätte ich zu diesem Zeitpunkt auch nicht veröffentlichen können.

Es gibt zudem einige Ungereimtheiten, Anschuldigungen politischer Natur, die in FlugundZeit nichts zu suchen haben.

Der gesamte Unglücksfllug würde es also nicht in Flugundzeit schaffen, wären da nicht die Auswirkungen auf den Flugverkehr und vor allem auf die Fluglinien.

Die Auswirkungen

Erste Einschränkungen für den Flugverkehr sind bereits in Kraft und vermutlich werden weitere folgen.

Alle Piloten, die nach Israel fliegen, müssen künftig enorme Sicherheitschecks über sich ergehen lassen. Ihr Leben offenlegen. Das werden nicht alle mit sich machen lassen.

Für die Fluglinien (Flugplanung) wird dies also weitere Constraints bewirken:

Einschränkungen an Personal und Zeit und damit höhere Kosten.


Foto: Kapitän Smit Machchhar, ©Israel Foreign Ministry / @IsraelMFA via X


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Über die Autorin

Die Journalistin Helga Kleisny ist diplomierte Physikerin (TU Wien), Fallschirmspringerin und Pilotin. Nach Arbeitsorten weltweit (Wien, Taipeh, Boca Raton (FL), München, Frankfurt…) sind ihre Haupt-Lebens- und Einsatzorte nun in Deutschland und in den USA. Sie schreibt als freie Luft- und Raumfahrtjournalistin. Ihre Begeisterung für alles Technische und die Natur, am besten in Kombination, zeigt sich in ihren Büchern und in Seminaren und Vorträgen.