Die Ballonfahrt (fast) ins Weltall

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(c) Zephalto

Es ist nicht ganz das, was man (= die NASA) unter Weltraum versteht: Der beginnt oberhalb von 50 Meilen (80,5 km) über dem Meeresspiegel. Nach einer anderen Definition beginnt der Weltraum sogar erst ab rund 100 Kilometer über der Erde.

Umweltfreundlich

Für eine Once in a lifetime Eperience dürfte es aber reichen. Ein französische Firma lässt die Erde für zahlende Passagiere von der Stratosphäre aus betrachten – umweltfreundlich ohne Raketenantrieb. Nur 26,6 Kilogramm CO2 werden für den Flug veranschlagt (Firmenangabe) – das ist mit Abstand der geringste Wert für einen Blick auf unseren Heimatplaneten aus dem (fast)Weltall. Dieser CO2-Betrag entspricht etwa dem der Herstellung von einer Jeans.

Mit einem 90-minütigen Aufstieg bei einer Geschwindigkeit von 4 Metern pro Sekunde sollen die stratosphärischen Ballonfahrten beginnen. Dabei fahren die Passagiere (nach Angaben der Firma) in einer luxuriösen Druckkapsel namens Celeste, die für Sicherheit und Komfort konzipiert wurde und von einem Ballon von der Größe der Sacré Coeur in Paris getragen wird.

Der Steigflug auf 25 Kilometer Höhe dauert rund eineinhalb Stunden. Die gesamte Ballonfahrt soll sechs Stunden lang erlebbar sein. Bei hervorragender Aussicht und 🙂 es ist ja ein französisches Unternehmen – mit einem Festmahl aus exquisiten Speisen und Weinen, bevor der Ballon mit den zwei Piloten und den Passagieren langsam wieder zur Erde zurückschwebt.

Mein Traum – zu den Sternen zu reisen in Harmonie mit der Umwelt…

[Vincent Farret D’Astiès, Gründer und Chefpilot Zephalto]

Bis zum Jahr 2025 plant das französische Ballonunternehmen jährlich 60 stratosphärische Ballonflüge mit jeweils sechs Passagieren zum Startpreis von 132.000 Dollar pro Person für einen sechsstündigen Flug durchzuführen. Anmelden dafür kann man sich schon jetzt: Mit einer Anzahlung von 10000 Euro ist die Bordkarte reserviert…


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One response to “Die Ballonfahrt (fast) ins Weltall”

  1. Marte

    Eine Ballonfahrt in diese Höhe ist wirklich sehr imposant und kaum vorstellbar. Das ein Heissluftballon in diese Höhe steigen kann erscheint fast unmöglich. Aber es scheint auch eine Ballonfahrt zu sein, die wirklich spektakulär ist und ein einzigartiges Erlebnis. Die Ballonfahrt wird sich sicher anfühlen als würde es nicht enden, während man die hervorragende Aussicht geniesst. Ein einzigartiges Erlebnis.

Über die Autorin

Die Journalistin Helga Kleisny ist diplomierte Physikerin (TU Wien), Fallschirmspringerin und Pilotin. Nach Arbeitsorten weltweit (Wien, Taipeh, Boca Raton (FL), München, Frankfurt…) sind ihre Haupt-Lebens- und Arbeitsorte nun in Deutschland und in den USA. Sie schreibt als freie Luft- und Raumfahrtjournalistin. Ihre Begeisterung für alles Technische und die Natur, am besten in Kombination, zeigt sich in ihren Büchern und in Seminaren und Vorträgen.