239 Tanzschritte für Heathrow

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Die Konkurrenz unter den europäischen Flughäfen um Passagiere ist groß. Da muss man sich schon was einfallen lassen. Die Briten sind wie immer unkonventionell und haben sich dieses Jahr für Ballett entschieden. Als Anreiz, ihren Hauptflughafen Heathrow den Gästen für ihre Reise schmackhaft zu machen.

Weihnachten hat in Heathrow offiziell begonnen. Gestern Morgen wurden die ankommenden Passagiere mit einer eigens in Auftrag gegebenen Ballettaufführung von sechs professionellen Tänzern begrüßt, die aus einigen der renommiertesten Ensembles des Vereinigten Königreichs stammen.

Der Tanz „The Reunion“ wurde speziell für den Flughafen Heathrow kreiert, um den Fluggästen einen zauberhaften Start in die Weihnachtsferien zu bescheren. Er soll das emotionale Wiedersehen von Freunden und Familienmitgliedern feiern.

Ruth Brill ist derzeit Choreografin und künstlerische Leiterin des Londoner Kinderballetts und hat bereits Stücke für das English National Ballet, das Birmingham Royal Ballet und die Eröffnungsfeier der Rugby-Weltmeisterschaft geschaffen. Sie choreografierte auch den „The Reuinion-Tanz“, der aus genau 239 Schritten besteht, was der Anzahl der Ziele entspricht, die Reisende von Heathrow aus erreichen können: die beliebtesten Weihnachtsrouten sind in diesem Jahr New York, Dubai, Doha, Delhi und Mumbai.

In diesem Jahr werden im Dezember 6,5 Millionen Passagiere in den vier Terminals erwartet. Die letzte Aufführung findet am Freitag, den 22. Dezember statt, einem der verkehrsreichsten Tage in Heathrow im Dezember. Im letzten Jahr feierten rund 64.000 Menschen ihren Weihnachtstag in der Abflughalle.

Zu Beginn des Balletts bewegen sich Ballerinas anmutig über den Boden des Terminals, mit wunderschönen Arabesken, die sich zu himmelhohen Hebungen steigern. In den letzten Sekunden sind die Tänzerinnen und Tänzer wieder vereint und umarmen sich herzlich, während die Choreografie zu Ende geht.


©alle Fotos: Gavin/Heathrow Airport


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Über die Autorin

Die Journalistin Helga Kleisny ist diplomierte Physikerin (TU Wien), Fallschirmspringerin und Pilotin. Nach Arbeitsorten weltweit (Wien, Taipeh, Boca Raton (FL), München, Frankfurt…) sind ihre Haupt-Lebens- und Arbeitsorte nun in Deutschland und in den USA. Sie schreibt als freie Luft- und Raumfahrtjournalistin. Ihre Begeisterung für alles Technische und die Natur, am besten in Kombination, zeigt sich in ihren Büchern und in Seminaren und Vorträgen.