737 geht bei der Landung in Flammen auf

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Am 29. Dezember 2024 führte eine Jeju Boeing 737-800, Registrierung HL8088, den Flug 7C-2216 von Bangkok (Thailand) nach Muan (Südkorea) durch. Es waren 175 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder an Bord.

Um etwa 9 Uhr morgens Ortszeit landete die Boeing mit eingefahrenem Fahrwerk auf der Landebahn 19 von Muan. Sie rutschte mit dem Rumpf und den Triebwerken über die Landebahn. Am Ende der Bahn prallte das Flugzeug auf eine Betonbefestigung für die Localizer Antennen (Anflughilfe für Instrumentenflüge) und explodierte in einem Feuerball.

Zwei Crew aus der hinteren Galley konnten verletzt, aber lebend gerettet werden. 179 Menschen kamen ums Leben.

Video der Landung (auf YouTube)

Nach der Aussage eines Beobachters und den ADS-B-Daten war das Flugzeug voll konfiguriert, als es durch einen Vogelzug durchflog. Die Besatzung versuchte daraufhin, mit eingeschränktem Schub einen „Go around“ durchzuführen und das Fahrwerk wieder einzufahren.

Die ADS-B-Daten zeigen einen Steigflug von 450 Fuß (zum Zeitpunkt des Ausweichmanövers) auf 625 Fuß, um dann wieder auf 500 Fuß zu sinken, was sehr vermuten lässt, dass es zu Problemen mit der Triebwerksleistung gekommen sein könnte, die vermutlich auf den Vogelschlag zurückzuführen waren (was auch vom Beobachter erwähnt wurde).

Die Besatzung versuchte dann, mit sehr geringem Schub und wenig Zeit eine Art Sichtplatzrunde zu fliegen, um dann auf der Piste 19 zu landen. Die Landung erfolgte ohne ausgefahrene Landeklappen und ohne Fahrwerk.

©Bild flightradar24


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Über die Autorin

Die Journalistin Helga Kleisny ist diplomierte Physikerin (TU Wien), Fallschirmspringerin und Pilotin. Nach Arbeitsorten weltweit (Wien, Taipeh, Boca Raton (FL), München, Frankfurt…) sind ihre Haupt-Lebens- und Arbeitsorte nun in Deutschland und in den USA. Sie schreibt als freie Luft- und Raumfahrtjournalistin. Ihre Begeisterung für alles Technische und die Natur, am besten in Kombination, zeigt sich in ihren Büchern und in Seminaren und Vorträgen.