Am 29. Dezember 2024 führte eine Jeju Boeing 737-800, Registrierung HL8088, den Flug 7C-2216 von Bangkok (Thailand) nach Muan (Südkorea) durch. Es waren 175 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder an Bord.
Um etwa 9 Uhr morgens Ortszeit landete die Boeing mit eingefahrenem Fahrwerk auf der Landebahn 19 von Muan. Sie rutschte mit dem Rumpf und den Triebwerken über die Landebahn. Am Ende der Bahn prallte das Flugzeug auf eine Betonbefestigung für die Localizer Antennen (Anflughilfe für Instrumentenflüge) und explodierte in einem Feuerball.
Anmerkung Flugundzeit (2.1.25)
Normalerweise sind diese Localizer Antennen (es sind mehrere nebeneinander) so gebaut, dass sie bei einem Flugzeugaufprall wegbrechen, zerstört werden. Warum sie hier mit einer massiven Betonummantelung befestigt waren, ist Gegenstand der Unfalluntersuchung.

So sehen etwa die Localizer Antennen in Frankfurt für die Bahn 07 Center aus:

Zwei Crew aus der hinteren Galley konnten verletzt, aber lebend gerettet werden. 179 Menschen kamen ums Leben.
Video der Landung (auf YouTube)
Nach der Aussage eines Beobachters und den ADS-B-Daten war das Flugzeug voll konfiguriert, als es durch einen Vogelzug durchflog. Die Besatzung versuchte daraufhin, mit eingeschränktem Schub einen „Go around“ durchzuführen und das Fahrwerk wieder einzufahren.
Die ADS-B-Daten zeigen einen Steigflug von 450 Fuß (zum Zeitpunkt des Ausweichmanövers) auf 625 Fuß, um dann wieder auf 500 Fuß zu sinken, was sehr vermuten lässt, dass es zu Problemen mit der Triebwerksleistung gekommen sein könnte, die vermutlich auf den Vogelschlag zurückzuführen waren (was auch vom Beobachter erwähnt wurde).
Die Besatzung versuchte dann, mit sehr geringem Schub und wenig Zeit eine Art Sichtplatzrunde zu fliegen, um dann auf der Piste 19 zu landen. Die Landung erfolgte ohne ausgefahrene Landeklappen und ohne Fahrwerk.
Anmerkung Flugundzeit
Was das Fahrwerk anbelangt, so hat die Besatzung entweder vergessen, es wieder auszufahren, oder es könnte sich beim Einfahren während des Durchstartmanövers nach dem Vogelschlag verklemmt haben, oder sie hatte einen Flüssigkeitsverlust im Hydrauliksystem A der Fahrwerksleitungen und keine Zeit (?) mehr, das Fahrwerk manuell auszufahren.
Oder sie ließen es absichtlich eingefahren, weil die Leistung sonst für den Flug nicht ausreichte.
Auf einen Triebwerksausfall deutet auch die Tatsache hin, dass die Stromversorgung des Transponders kurz nach Beginn des Durchstartens ausfiel (siehe Bild).

©Bild flightradar24


