Oshkosh 2015: Summary

Zahlen und Daten allgemein

DSCN6535 Kopie
Zwei der zahlreichen Message Boards am zweiten Wochenende
  • Die Gesamtzahl der Starts und Landungen war 16278, die meisten davon am Dienstag mit 3000 Landungen. Bis Sonntag waren es rund 550000 Besucher.
  • Bis Freitag Abend waren 2029 internationale Besucher beim AirVenture 2015 aus 73 Nationen registriert. Alle, die sich nicht im International Tent registrierten sind dabei nicht erfasst. Die meisten Besucher, abgesehen von denen aus den USA, waren aus Kanada, Australien, Deutschland, Brasilien und Südafrika.

Zum einzigen Unfall (Piper Malibu, Mittwoch morgen um 8 h):
Ursache ist nicht bekannt, Gerüchte gibt es viele. Glücklicherweise keine Tote.

  • Das Wetter spielte in diesem Jahr phantastisch mit. Eine Front zog Anfang der Woche etwas weiter südlich vorbei und brachte kurzzeitig Abkühlung.
  • Fand, dass in der Seaplane Base weniger als üblich Flugzeuge vorhanden waren. Laut Registration waren es aber um die 100 und somit mehr als im letzten Jahr. Die Zuschauer/Besucherzahlen stiegen bei den Wasserflieger jedenfalls enorm. Von Geheimtipp keine Spur mehr. Was gut ist.

 

Aus meiner Sicht

DSCN6528 Kopie
Man beachte: Authentic Mexican Food – Gyros
(in Downtown Appleton)
  • Meine mit „brisk walking speed“ gelaufenen Kilometer pro Tag waren 10 im Minimum, meist aber 12 – 14 km/Tag.
  • Da mein Hotel knapp eine Stunde vom EAA-Gelände entfernt war, verbrachte ich auch rund 2 Stunden pro Tag im Auto.
  • Rund 4 Stunden pro Tag für den Blog an Fotos aus den Kameras herunterladen (rund 400/Tag plus Videos, die ich noch nicht bearbeitet habe), ansehen, aussuchen, formatieren, hochladen, Blogseite editieren und formatieren.
  • Da auch der Tag für mich nur 24 Stunden hat, ging das alles halt vom Schlafen ab.

Ich habe wundervolle Menschen, Piloten (wieder)getroffen und viel Spannendes und Neues erlebt und gelernt. Jedes AirVenture ist anders und dieses war sicher eines der besseren für mich.

Leider waren auch einige suboptimale Kontakte dabei, nach dem Motto: „It’s not my responsibility“, die einem das Leben und die Arbeit unnötig erschweren. Wenn die eine Seite mir vorwirft, dass die andere Seite für die Zugangsberechtigung verantwortlich ist und vice versa. Dann steht man als Journalist in der Mitte und wird von beiden Seiten angeraunzt. Hilft auch wenig, wenn man sich trotzdem irgendwie durchwurstelt und der entstandene Beitrag dann von allen Seiten über den grünen Klee gelobt wird.

Etwas mehr Unterstützung und Verständnis von Anfang an hätte mir die Arbeit leichter gemacht.

Herausragendes Beispiel ist das Media Center mit Verantwortlichem Dick Knapinski, der keine Star Allüren hat, sondern einfach mitdenkt und mithilft.

Alles in allem – freue ich mich schon auf das AirVenture in 2016!

Oshkosh 2015: Freitag

Osh-thurs-01
Die Anreise zur Seaplane Base muss nicht mit einem 08/15 PKW erfolgen. Wer sich für spezielle Flugzeuge interessiert, hat auch vielleicht auf dem Landweg einen außergewöhnlichen Geschmack.

 

Am Freitag war die Seaplane Base und Wasserfliegen angesagt, ein erneuter Rekordversuch der Eagles over Oshkosh, ein privater Vortrag von Alan Eustice für die Fallschirmspringer (vor seinem offiziellen Vortrag im Theatre in the Woods) und dann als Abend-Highlight die Lt. Dan Band mit Gary Sinise auf der großen (Boeing) Plaza.

Seaplane Base

Osh-thurs-04MVP hat ein spannendes Wasserflugzeug-Projekt auf den Weg gebracht. Zwar soll es laut Initiator und Firmeninhaber Steve Pugh noch rund 18 Monate dauern, bis das Actionflugzeug abhebt, aber das Interesse ist schon jetzt groß.

Das Light Sport Aircraft läßt sich auf dem Wasser schnell und unkompliziert in eine schwimmende Plattform umwandeln, von der man angeln kann, sich bequem sonnen oder picknicken.

Etwas für Männer mit Outdoor Vorlieben und deren Familien also.

Osh-thurs-06Steve Pugh sieht genau hin bei allen Stufen der Entwicklung des neuartigen Freizeitgeräts: „Wir werden sicher in keinem Stadium von irgendeiner technischen „Unmöglichkeit“ überrascht werden. Alles wurde und wird vorher genau untersucht und bedacht.“ Kleiner Seitenhieb auf die Icon, deren Entwicklung wesentlich länger (mehr als 10 Jahre) gedauert hat und die von mehreren technischen Rückschlägen und Anpassungen immer wieder gekennzeichnet war. Und deren (Journalisten-Test-)Flüge während Oshkosh kurzfristig gecancellt wurden.

Osh-thurs-05Konkurrenz für die Icon A5 ist das mvp-Projekt nicht. Kirk Hawkins will mit seinem Sleek Design der A5 als Kunden das obere Ende der zahlungskräftigen Klientel: Filmstars und andere Celebrities. Pugh: „Es hat uns eher geschadet, dass die Icon so lange gebraucht hat. Die Leute kamen zu uns sagten, wenn Kirk es nicht schafft, dann habt ihr auch keine Chance.“ Was ihn ärgert, denn er geht eben langsamer, gründlicher und mit mehr Engineering an seine Entwicklung heran. Weniger laute Ankündigungen und Trari-Trara, dafür mehr Substanz – ist sein Motto. Bin gespannt, wann ich die MVP Aero fliegen darf.

Osh-thurs-39Mhhm, da kriegt man doch sofort Lust auf den nächsten Flug. 😉

Osh-thurs-41Wasserflugzeuge sind auch heute nicht nur kleine Cessnas und Piper Cubs. An vielen Stellen der Erde werden sie als sinnvolles und sicheres Transportmittel für Strecken über Wasser eingesetzt.

Osh-thurs-38

Osh-thurs-07Pilotin Jenn McBeth vor der neuen Cessna 206 der Samaritan Aviation aus Papua, Neu Guinea. Dort fliegen Wasserflugzeuge mit Unterstützung der Regierung und privaten Sponsoren medizinische Notfälle der Menschen von den zahlreichen Inseln in die Zivilisation.

Ein Großteil der Notfälle sind Schwangere mit Komplikationen. Die Sterblichkeitsrate von Mutter und Kind sank dramatisch seit Einsatz der Wasserflugzeuge. Normalerweise sind die Fischer in selbstgezimmerten Holzkanus unterwegs. Die Reisezeit ins nächste Krankenhaus reduzierte sich von mehreren Tagen auf wenige Stunden.

Osh-thurs-08Wer sich für außergewöhnliche Flugzeuge interessiert, kommt auch früher oder später zu den Wasserflugzeugen. Hier im Gespräch Dan K. Fordice (links), Teilnehmer der T-6 Clinic und Oshkosh Performer mit seiner wunderschönen P-51, mit Greg Morehead, Editor des Magazins „Warbirds“.

Eagles over Oshkosh, zweiter Formations Sequential Rekordversuch über Oshkosh:

Osh-thurs-45
Das Interesse der Zuschauer am Rekordversuch der Fallschirmspringer ist ungebrochen hoch.

Manchmal ist es einfach verflixt: Von 108 Springern macht jeweils ein anderer bei einem Sprung nicht ganz genau das, was er sollte. Zwar heißt das, er ist sofort raus aus dem Team und wird durch einen von der Warteschlange ersetzt. Aber es hilft alles nichts. Alle müssen performen.

Osh-thurs-47
Das sieht eher aus wie ein Bild aus alten Springerzeiten: als die Videomänner noch kiloschwere Videokameras am Kopf trugen. Heute sieht man da durchwegs zierliche GoPros. Aber bei so einem Event müssen da schon mal vier Kameras auf einen Kopf.

Der Weltrekord wurde bei diesem AirVenture nicht gebrochen. Trotzdem war es für alle Teilnehmer, die Organisatoren und auch die Zuseher ein herausragendes Ereignis im Leben. Und der Sprung zählt als Formationsrekord über Wisconsin, damit die Veranstalter der EAA trotzdem ihren Rekord haben. 🙂

Osh-thurs-44

Osh-thurs-16Packen. Ungeliebter Teil des Sports.

Osh-thurs-15

Chef Organisator B. J. Worth im Gespräch mit Gulcin Gilbert. Gulcin hat für die Skydiver extrem gute Pressearbeit auf diesem Event geleistet, mit viel verständlicher Information für alle „Nicht-Springer“. Und das trotz so mancher Dame der EAA, die mit ihrer Überheblichkeit dagegenschoß.

Osh-thurs-13Im olivgrünen Flightsuit einer der Piloten des Rekordversuchs.

Osh-thurs-24Abschluß-Debrief von B. J. Worth

Osh-thurs-25An Rang und Namen fehlte es auch zusätzlich zu B.J. bei den Teamkapitänen nicht: Roger Ponce de Leon, Lou Tommaso, T.J. Hine und Jim Mc Cormick im Bild. Nicht im Bild: Rook Nelson, von Skydive Chicago, und Norman Kent (und viele andere).

Osh-thurs-26Links vorne im Bild die charmante Teamkapitänin Lise Nansen aus Norwegen.

Osh-thurs-23Jim Mc Cormick beim De-Briefing

Osh-thurs-19Chief Judge Marilou Laughlin und Judge Jim Reese. Aber da ist auch mit viel Verständnis nichts zu machen. Wenn ein Griff fehlt, dann fehlt er.

Osh-thurs-20Fotograf Brian Festi.

Osh-thurs-21Das Wegtracken von der Formation und im Endeffekt der Springer von einander. Beine strecken, Arme nach hinten und leichte Floathaltung (um die Sinkrate zu verlangsamen) und auseinander geht die Post.

Der Privatvortag von Alan Eustace als Springer für die Springer
Osh-thurs-31Der Ex-Vice Chef von Google ganz normal als Fallschirmspringer. Selten einen so unaufgeregten, sympathischen Firmenchef gesehen. Sie hatten Baumgartner’s Sprungvideo genau analysiert und versucht, die Fehler, die zu Baumgartner’s Spin führten, zu vermeiden. Das geschah durch einen sehr hohen (am Nacken) Aufhängepunkt des Drogue-Schirms.

Dadurch wippte Alan zwar, aber er drehte nicht.

Osh-thurs-28Ohne Kapsel, nur mit einem sehr speziellen Raumanzug unter einem Ballon stieg Alan Eustace auf Höhe.

Osh-thurs-29Ein Video von der Vorbereitung auf den Sprung im Inneren eines Flugzeugs,

Osh-thurs-30Spaceview.

Weitere Bilder vom  Tag/Abend, unter anderem mit der herausragenden Lt. Dan Band

Osh-thurs-43

Osh-thurs-10

Osh-thurs-35

Osh-thurs-34

Osh-thurs-33

Osh-thurs-32

Osh-thurs-52

Osh-thurs-54

Osh-thurs-53T-6 Piloten (der linke schwarze Schatten auf der Fläche ist (zufälligerweise) wieder Dan Fordice) auf der Fifi beim Konzert.

Osh-thurs-51

Osh-thurs-50

Osh-thurs-49
Ist ja wie ein Playground made for hkl. Schade, dass ich schon so „groß“ bin

 

Oshkosh 2015: Donnerstag

DSC_0018 KopieBurt Rutan ist immer für eine Überraschung gut. Heute präsentierte er der Öffentlichkeit seine Version eines dynamischen Starts eines Shuttles oder einer Rakete aus der Luft. Als genialer Ingenieur stimmen dabei auch die technischen Anforderungen und Werte. Alles haarklein durchdacht und ausprobiert und getestet.

DSC_0027 KopieLinks eine kleine Auswahl der Folien für diejenigen, die sich für neue Launchsystem interessieren. (NASA ist es nach Burt Rutan nicht), aber in der NASA-Präsentation am Abend stellte sich heraus, dass sie noch nicht wissen, mit welchem Antrieb sie zum Mars fliegen wollen. Obwohl das Ziel Mars in vielen bunten Werbefilmchen als Ziel um die Ecke verkauft wird.

DSC_0020 Kopie

Eine DC-10 (kriegt man laut Rutan kostenfrei) und ein starkes Segelflugzeug, per verstärkten Kabeln verbunden. Huckepack auf dem Glider eine Rakete, die aus 40000 Fuß und mehr mit speziellem Rutan-Verfahren gestartet wird.

Alle Versuche und Daten wurden mit vorhandenen Segelflugzeugen berechnet und teilweise erflogen. Burt Rutan würde aber dafür natürlich ein eigenes Segelflugzeug konstruieren.

Die NASA wollte sein Verfahren nicht einmal kostenfrei weiter betrachten.

DSC_0051 Kopie

DSC_0084 Kopie

Von der NASA Präsentation zu Orion und den Raketentests im letzten Dezember:

DSC_0141 KopieIch habe nur noch nicht verstanden, wozu die Orion gut sein soll,, denn dass sie als Beförderung von Menschen zum Mars ungeeignet ist (Kapsel, keine Bewegungsmöglichkeit in der langen Reisezeit) haben auch die NASA-Verantwortlichen zugegeben. Das aber wird hier stets propagiert.

Was kann sie mehr als die alten Kapseln vom letzten Jahrhundert? Wo liegt die bahnbrechende Neuerung, die es ermöglichen soll, nunmehr Menschen auch weiter als den Mond zu transportieren? Und selbst beim Mond: da fehlt noch immer ein Lander und ein Vehikel für die Astronauten, wieder zurückzukommen.

DSC_0142 Kopie

DSC_0126 Kopie

DSC_0138 Kopie

Noch einige Bilder des Tages:
DSCN6322 Kopie

DSCN6316 Kopie
Beechcraft Starship, Design von Burt Rutan

 

Beechcraft Starship

DSCN6313 Kopie

DSCN6311 Kopie

DSCN6310 Kopie

DSCN6299 Kopie
Das original Lead Plane des D-Days

DSCN6304 Kopie

DSCN6305 Kopie

DSCN6297 Kopie

DSCN6291 Kopie

DSCN6289 Kopie

DSCN6270 Kopie
Drohnenkäfig wegen Class D Airspace. Da darf normalerweise keine Drohne fliegen.

 

Oshkosh 2015: Mittwoch

Osh-wed-01
Set-up für das Women in Aviation-Bild 2015.
Suchbild mit Damen.

Das war ein Tag: zuerst das WomenVentureFoto auf der großen Boeing Plaza: die Pilotinnen, zumindest die, die davon wissen (mir war es auch jahrelang nicht bekannt), alle im gleichfarbigen gesponsorten T-Shirt auf der Boeing Plaza vereint. Dann die Photosession der Pitts-Piloten und Pilotinnen gleich danach zu 70 Jahre Pitts.

Gefolgt vom Women Power Lunch im Theatre in the Woods mit zwei Gastsprecherinnen aus dem Astronautenbereich. Immer eine gute Gelegenheit, neue Freunde zu finden und sich auszutauschen. Die Pilotin rechts neben mir kam aus Australien.

PastedGraphic-7Und dann der erste Sequential Formationsrekordversuch der Eagles over Oshkosh. Tut natürlich weh, wenn man da nur zusieht und keinen Schirm dabei hat. Habe noch keine Bestätigung, aber mit 3 Punkten und 108 Springern sollte der Weltrekord gebrochen sein. Es sah jedenfalls atemberaubend auch vom Boden aus, wie in den Himmel gemalt.

Nachtrag am Donnerstag: Ein Griff beim zweiten Punkt fehlte. Dann zählt der dritte komplette Punkt nicht. Also war es „nur“ ein herausragender Sprung. Schade. (Der oder die arme Springerin…). Man wünscht sich als teilnehmender Springer bei einem Rekordversuch natürlich, dass es geklappt hat. Aber wenn nicht, dann möchte man zumindest nicht die Ursache dafür sein. Bin aber sicher, dass das Team es noch schafft. Vielleicht dann auch bei einem der Sprünge über Skydive Chicago und ncht über Oshkosh.

EOO Aircraft-22

Die Formation der Absetzflugzeuge.

Das Leadplane (das vorderste) ist eine gestreckte Form der Skyvan, eine Sherpa, gefolgt von 4 TwinOtters.

PastedGraphic-2
Alle Freifallaufnahmen und Layouts: (C) Eagles over Oshkosh und deren Fotografen.

Die Übungssprünge erfolgten im wunderschönen Skydive Chicago. Oder besser darüber natürlich. Charles Lane, einer der dortigen Freifallfotografen ist auch einer der vier Fotografen der Rekordsprünge.

Aus rechtlichen Gründen – Überführungsflüge fallen unter andere Gesetze als Absetzsprünge (innerhalb 25 NM vom Flugplatz) – müssen die Springer für die Sprünge über Oshkosh mehrere Stunden mit Bussen von SK Chicago nach Oshkosh anreisen.

 

Oshkosh_Slots_RP_namesLayout für die erste Formation (Figur).

Der erste, der abspringt, tut dies aus dem Leadplane und er/sie ist der Superfloater. Er gibt damit das visuelle Zeichen für alle anderen Springer in den anderen Flugzeugen, nachdem deren Augen das gesehen haben, das Gehirn es verarbeitet hat und der Körper es umsetzt. Es geht hier um Bruchteile von Sekunden. Je enger zusammen beim Absprung, umso schneller kann der „erste Punkt“, die erste vorgebene Formation, komplettiert werden.

Die Basis sprang aus der Sherpa, ein gelinkter 8er beim Exit. (Die Springer halten sich aneinander fest, springen ab und formen – in diesem Fall – dann einen Kreis).

Die Basis der Formation, das Eagles Nest, bestand im Endeffekt aus 44 Springern. Dahin sollte die restlichen Eagles anfliegen und sanft landen (docken).

OshKosh_2Eine Formation muss mehrere Sekunden gehalten (gezeigt) werden, damit sie gültig ist. Nach dem Sprung werden am Boden von offiziellen FAI Judges die Videos ausgewertet und es wird genau geguckt, ob auch gleichzeitig alle notwendigen „Griffe“ an den jeweiligen Springern geschlossen waren. Zu gut Deutsch: die Formation genauso in der Luft aussah, wie sie am Boden vorher gebrieft worden war.

Das kann schon mal Stunden dauern bei dieser Menge an Springen und damit Griffen.

Sicherheit wird bei Fallschirmspringen groß geschrieben. Ein Punkt ist die Phase des von einander Wegfliegens („Tracken“), bevor jeder Springer seinen Fallschirm in etwa 3500 Fuß (1000 Meter) über Grund (AGL) öffnet. Die geschieht bei Großformationen in Wellen. Von außen weg verlassen die Springer geordnet die Formation, drehen sich um 180 weg von der Formation, strecken ihre Beine und Arme nach hinten und tracken in Gruppen weg.
Superinformatives Video direkt vom Sprung.

Generell Videos zu Eageles over Oshkosh gibt es hierzu sehen.

Und hier noch mehr sehr gut zusammengefasste Hintergrundinformationen, wie Großformationen gesprungen werden.

Die 108 Springer des Weltrekords kommen aus 15 unterschiedlichen internationalen Staaten und aus 31 amerikanischen Bundesstaaten. Die Teilnahme, zu der man eingeladen und ausgesucht werden muss, kostet alleine mehr als 2000 Euro. Dazu kommen Hotel, Verpflegung und Anreise (Flug). Und natürlich eine erkleckliche Anzahl von Sprüngen übers Jahr über, mehrere Hundert sollten es mindstens sein, um auch „current“ (geistig und körperlich fit und reaktionsfähig genug) zu sein.

Der Frauen/Männer-Anteil entspricht dem Durchschnitt auch beim „normalen“ Springen: rund 80% Männer und 20% Frauen.

Osh-wed-14Packen nach getaner Arbeit. Das „High“ ausnutzen, die positive Energie des erfolgreichen Sprunges, um die ungeliebte Packerei schnell hinter sich zu bringen.

Der zweite Sprung des Tages, in der Abend Airshow war von tiefen Wolken geprägt. Zwar finden Skydiver durchaus ihre „blauen Löcher“ im Himmel, aber bei der Menge an Behörde (FAA) vorort, waren die Blauen Löcher nicht vorhanden. So gab es statt eines weiteren Großformationssprunges zur Freude der Zuschauermassen ein „Jump and Pack“, einen Absprung aus einer Höhe von rund 4000 Fuß ohne Formation, ohne nennenswerte Freifallzeit. Jump and Pack eben. Die meisten Zuseher haben den Unterschied nicht bemerkt.

Osh-wed-26Und mit dem Sunset kam der Abend. An sich schon aufregend genug, mit den Astronauten von Apollo 13: Jim Lovell und Fred Haise und zwei Verantwortlichen von der Mission Control. Leider war Mission Control Oberguru Gene Kranz („Failure is not an Option“) zwar angekündigt, aber nicht da. Trotzdem spannend, wie es in der Realität ablief, den Film kennt man ja.
Osh-wed-18
Links Cpt. „Sully“ Sullenberger und rechts Cpt. Richard de Crespigny nach der Präsentation von Apollo 13. Beide Airbus Kapitäne waren Zuhörer.

Mein Höhepunkt des Tages war, dass die Veranstaltung eben zur EAA stattfand. Und da sitzt schon mal zufällig Cpt. Sullenberger neben mir. Und gleich neben ihm Captain Richard de Crespigny. Und es ist noch genug Zeit, um sich mit beiden vor der Apollo 13 Veranstaltung austauschen. Mehr kann man von einem anregenden Abend nicht verlangen.

 

 

Weitere Bilder vom Tag:

Oshkosh 2015: Dienstag

DSCN5947 Kopie
Rod Machado im FAA Hangar

Der Tag begann für mich mit einem Vortrag von Rod Machado, einem sehr inspirierenden Piloten und Instruktor. Einer, der weiter denkt und es schafft, den Zuhörern (sogar Piloten) so charmant einen Spiegel vor die Nase zu halten, ohne dass sie sich getroffen fühlen, aber trotzdem aus den Fehlern anderer lernen.

Diesmal ging es bei seinem Vortrag um die menschliche Psyche und, warum wir manchmal die falschen Entscheidungen treffen. Stets mit Beispielen aus der Praxis des Fluglehrers.

DSCN5964 Kopie
Nasa ist unter anderem mit einem Model der und Informationen zur Orion Kapsel vertreten. Vorgeführt von einem Boeing Ingenieur. Outsourcing.

 

 

In Oshkosh gibt es so viel zu sehen, so viele spannende Piloten zu treffen, von denen man lernen kann, dass man die Rosinen nur nach eigener Wahl picken kann. Und dabei weiß, wie viel man durch die eine Entscheidung verpasst.

Drohnen waren heute ein weiteres Thema aut meiner Agenda. Zum ersten Mal gibt es auf dem Event einen Drone Cage, einen Drohnen Käfig, in dem Hersteller ihre Copter den Besuchern live vorfliegen können. Das Netz ist notwendig aus gesetzlichen Gründen, da wir uns hier auf einem (sehr) aktiven Flugplatz befinden und man da eigentlich keine Drohnen fliegen lassen darf in den USA.
Gleich anschließend an die Freiflugfläche liegt die Innovation Hall, in der viele unterschiedliche Hersteller ihre Drohnen ausstellen. Auch Länder-Exoten wie China sind ausgiebig vertreten. Die Drohnen reichen von Minispielzeugen bis zu etlichen Kilo schweren und zig-Dollar teuren professionellen Geräten.

DSCN5951 Kopie

DSCN5956 Kopie

DSCN5960 Kopie

DSCN5961 Kopie

DSCN5971 KopieDas war ein weiteres spannendes Objekt in der Innovation Hall, der Skyrunner. Ein robustes Off-Road Vehikel, das mit einem Fallschirm abhebt und fliegt.

DSCN5982 KopieDen Skyrunner virtuell mit einem Oculus Rift zu fliegen, macht echt Lust auf die Erfahrung in der Wirklichkeit.

DSCN6001 Kopie
Duffy, Gulcin und Jim, alle Weltrekordhalter und Teilnehmer an B. J. Worth’s World Team: Eagles Over Oshkosh.

Die nächste Session war eine Einführung für nicht Springer für den Sequential Formationsrekordversuch am Mittwoch über Oshkosh. Das World Team unter der Leitung von B. J. Worth trainiert schon die ganze Woche recht erfolgreich über Skydive Chicago und wird am Mittwoch und am Freitag versuchen, den Weltrekord über Oshkosh neu zu setzen.

DSC_0016 Kopie
Vermutlich die beste Deutsche Kunstflugpilotin (sie lebt allerdings schon länger in der USA): Dagmar Kress, meine Fluglehrerin, die mich vor Jahren bei den American Flyers in Ft. Lauderdale zur amerikanischen Privatpilotenlizenz begleitete.

Dass man in Oshkosh unvermutet und ohne Verabredung mehr bekannte Piloten trifft als mit zeitlich terminierten Verabredungen ist eine alte Weisheit. Der meist gesagte Satz am Handy ist: „You are coming in broken“, übersetzt etwa: „Ich krieg‘ nur jedes 10. Wort mit, das du gesagt hast.“ Das traf auch gestern auf die Verabredung mit Jessica Cox zu.

Alles, was ich mitbekam war: Jessica…………………… now. Mit messerscharfem Schluß vermutete ich, dass sie unseren Interviewtermin vorverlegen wollte. Ich antwortete mit den mehrfach wiederholten Worten: „Control Tower okay now“ und es klappte.

DSC_0004 Kopie
Wenn es schon in der Ankündigung heute für morgen um Fallschirmspringen auf dem AirVenture geht, dann gibt es auch mal ein zugehörges Foto aus der Airshow.

 

DSCN6012 KopieVieles hier wird von unbezahlten freiwilligen Helfern (Volunteers) gestemmt. Anders wäre dieses Event vermutlich auch gar nicht durchzuführen. Dr. Arnold Angelici bespricht mit Helferin Katie Grable in einer der drei Ersten-Hilfe-Stationen, was beim nächsten Patenten anliegt. Allerdings kennt den FAA Fliegerarzt hier jeder nur unter seinem Spitznamen: Arnie, Rufname bei den T-6 Piloten ist Doc. Arnie ist der Pilot und Eigentümer der orangeroten südafrikanischen T-6, mit der ich in der Formationflug am Sonntag nach Oshkosh einschweben durfte.

DSC_0046 Kopie
Die Gesprächsrunde wurde geleitet vom früheren ABC Good Morning America Sprecher David Hartman. Bei den Diskussionen der beiden Brüder Burt und Dick Rutan kam er allerdings kaum zu Wort. Ganz rechts Mike Melville.

Das war noch ein richtiges Sahnestückchen spätabends, ein historisches Ereignis, für das es sich lohnte, weitere Stunden an Schlaf zu opfern.

Die Brüder Burt und Dick Rutan diskutieren mit Testpilot Mike Melville in einer Rückschau über 50 Jahre Flugtests.

Burt Rutan ist der Techniker, der Erfinder, Entwickler, der Ingenieur. Klarerweise ist auch er ein fliegerischer Haudegen, aber das ist eigentlich die Sache von Fighterpilot Dick Rutan, der sein Image jahrelang als Draufgänger gut gepflegt hat.

Die Brüder könnten unterschiedlicher nicht sein, außer dass sie beide Außergewöhnliches für die Luftfahrt geleistet haben. Und: dass einer ohne den anderen vermutlich nicht so viel erreicht hätte im Leben. Burt wäre ohne die gekonnte Vermarktung und Zurschaustellung seiner Leistungen durch Dick vielleicht eher der exotische Bastler geblieben und Dick hätte weniger extreme Flugzeuge gehabt, die er stolz als erster testgeflogen hatte.

DSC_0053 Kopie
Über die staatlich geförderte Nasa zu schimpfen oder sich zumindest lustig zu machen, gehört zu Burt Rutan. Auf diese Leistung ist er besonders stolz: Ein physikalisches Teil, das er als unabhängger Ingenieur entwickelt hat, schafft es bis zu Pluto.

So war die enge Zusammenarbeit jahrzehntelang mehr eine ungeliebte, aber sehr erfolgreiche Zweckgemeinschaft als eine enge, herzliche brüderliche. Mit den Jahren scheint aber das Verständnis für den anderen zu wachsen und so sprachen sie öffentlich erstmals gemeinsam über den Start von Voyager, über den jeder so seine eigene Sicht der Dinge hatte. Das war unheimlich spannend, wie sich das live vor den Augen der Zuhörer entwickelte und ein Wissensgewinn in einem historischen Moment (oder eher über Stunden).

Zum ersten Mal hörte ich auch Dick über Jeanna Yeager sprechen. An einem Abend in der 1980ern, als ich die Ehre hatte, am Tisch neben Dick Rutan bei einem offiziellen Dinner den ganzen Abend zu verbringen (und er mir mit seiner angeberischen Art damals schon bei der Vorspeise auf den Geist ging) nahm er nicht einmal den Namen Jeanna in den Mund. Fand ich komplett inakzeptabel.

Oshkosh 2015: Montag

Einige Bilder vom Tag. Dazu kamen noch einige Vorträge über Unfälle und andere sicherheitsrelevante Themen.

DSC_0258 Kopie
Start heute morgen mit der Auslieferung der ersten ICON A5.

DSC_0256 Kopie

DSCN5900 2
Kann es einen besseren Start in den Tag auf dem AirVenture geben als mit dem herzlichen „Willkommen“ von Peter Raab und seinem Team im International Tent?

 

 

DSCN5908 Kopie
Kleines Bonbon für Piloten mit Vorlieben für Floats: Grand Caravan auf riesigen Wipline Floats
DSC_0290 Kopie
L’Airbüüs A350 fliegt nach Oshkosh ein…
DSCN5939 Kopie
Mit der amerikanischen Flagge kommt das auch auf dieser Seite des Ozeans gut an
DSC_0279 Kopie
Airshow.
DSC_0459 Kopie
Die charmante und erfolgreiche Pilotin Jessica Cox beim Einsteigen in das Flugzeug, das sie fliegt.

 

 

DSCN5942 Kopie

DSCN5911 Kopie
Anmarsch zum Konzert auf der Freifläche.

 

 

DSCN5922 Kopie
Treffen beim montäglichen Abendkonzert auf der Boeing Plaza.

DSCN5919
DSCN5918

DSCN5936 Kopie
Manche haben ihre eigene Plattform zum Zuhören des Konzerts…

 

Andere Beiträge zu Oshkosh 2015:

Sonntag: Ankunft im Formationsflug der T-6’s

Oshkosh 2015: Sonntag

Nach Oshkosh zum AirVenture zu fliegen, stand immer schon auf meiner Wunschliste. Heute war der Tag und es war nicht nur mit einer Cessna, Piper oder ähnlichem Gerät, sondern gleich mit einem richtig alten, wunderschönen Warbird, einer südafrikanischen Texan T-6.

Hat was. Einige Bilder vom heutigen Tag:

DSCN5616
Rollen zum Take-off in Dubuque.
DSC_0235
Überflug in Diamond-Formationen in Dubuque.

 

DSCN5638

DSCN5635

DSCN5651

DSCN5664
DSCN5664

DSCN5784
T-6 Formationsanflug auf Oshkosh.

Andere Beiträge zu Oshkosh 2015:

Montag: Airshow, Konzert und Jessica Cox

Fallschirmrekord in Oshkosh 2015

phoenix6
Flight of the Phoenix im Frühling 2011 in Deland, Florida. Ein 192-er, an dem auch einige Deutsche beteiligt waren. Der Einzelspringer rechts ist einer der Freifallfotografen.
Foto: Paraquedismo Sky Company, Brasilien

Die Deutschen liegen vorne mit ihrem nationalen Freifall-Rekord der Relativspringer. Das spornt amerikanische Springer natürlich an. Wettbewerb ist gut und bringt die Leistung aller voran. So plant B. J. Worth, der schon viele weltweite Fallschirmrekorde und Filmstunts (unter anderem GoldenEye, Tomorrow Never Dies …) organisiert hat, auf dem nächsten Fly-In im Sommer in Oshkosh, Wisconsin, (EAA AirVenture Oshkosh 2015) den nächsten Weltrekord.

Das Team wird sich in Skydive Chicago, Ottawa, Illinois, vorbereiten und dort die Übungssprünge vor dem Rekordversuch durchführen. Die Rekordsprünge selbst (Plural, falls es nicht gleich auf Anhieb klappt) sollen am 22. und 24. Juli während der EAA in Oshkosh stattfinden (weather and conditions permitting). Letzteres heißt so viel, wie: …wenn das Wetter und die Umstände vor Ort mitspielen.

Den derzeitigen Weltrekord im Relativspringen (alle Springer fassen sich im Freifall gleichzeitig an und bilden eine Formation (Figur) in der Luft) steht bei 400 Springern. Das ist nicht mehr leicht zu toppen.

Denn nach unten gibt es die Grenze von rund 1000 Metern (3500 Fuß), ab der man den Fallschirm aktivieren muss, um wieder sicher auf der Erde zu landen. Nach oben hin wird die Luft (flapsig gesprochen) immer dünner. Schon die normal übliche Ausstiegshöhe von 13000 Fuß (rund 4000 Meter) funktioniert nur ohne Sauerstoff, weil größere Absetzflugzeuge (Twinotter, Skyvan, Transall) recht schnell auf diese Höhe steigen können. Und der Springer im Freifall nur etwas über eine Minute braucht, um die 3 Kilometer nach unten zu sausen.

phoenix5
Das nennt sich Dirt-Dive, also das genaue Wissen wo man wann in der Luft zu sein hat und das auch physisch am Boden auszuprobieren vor dem Sprung.
Foto: Paraquedismo Sky Company, Brasilien

Alle Absetzhöhen über 4000 Meter brauchen Sauerstoff an Bord für die Springer (und die Piloten natürlich). Eine Druckkabine wie in einem Passagierflugzeug hat ein Absetzflieger aber nicht, wir wollen ja die Türe (meist Scheunentorartig bei größeren Flugzeugen) im Flug öffnen. Also „hängt“ jeder an einer Sauerstoffleitung im Flugzeug oder hat eine eigene Sauerstoffflasche. Und leider bringt mehr Höhe auch nicht proportional mehr an Zeit, weil man durch die „dünne“ Luft auch schneller fällt. Abgesehen von der schlechteren Versorgung des Gehirns.

phoenix3
Die Einteilung der Springer in die Flugzeuge mit jeweiligem Teamkapitän.
Foto: hkl

Die 400 Springer bilden also schon eine Grenze, die zurzeit nicht leicht zu toppen ist. Darum führte die FAI (Der Weltluftsportverband) in 2013 die Rekordkategorie Großformation mit mehreren Punkten (Large Formation Sequential) ein.

So sollen die 100 oder wie viele auch immer Springer sich nicht nur in der Luft zusammenfinden und durch Anfassen eine zusammenhängende Formation bilden, sondern diese auch wieder „öffnen“ und zu einer weiteren Formation wieder schließen. Einem weiteren „Punkt“ also. Mehrere Punkte zu fliegen ist auch im normalen Formationsspringen das Ziel. Aber da sind es vier oder acht oder meist bis zu 20 Springer, die in einem Sprung mehrere Formationen sicher ausführen. Bei mehr als 20 (oder 22, je nach Antrieb des Flugzeugs) Springern braucht man meist auch mehr als einen Absetzflieger. Und das verkompliziert die Sache. Der enge Anflug vieler Flugzeuge, die Kommunikation zum gleichzeitigen Aussteigen – und wenn geht, dann bitte noch über dem Landeplatz – das muss schon gut geplant und organisiert werden.

phoenix2
So sieht der Plan aus. Jeder Springer weiß genau, in welchen Sektor der Formation er fliegen muss und welchen „Flugweg“ er also benutzen darf ohne die Springer hinter/über ihm zu gefährden.
Foto: hkl

Der derzeitige Rekord bei den Large Formation Sequential liegt für 3, 4 und 5 Punkte bei 106 Springern, gesprungen im September 2013 in Ampuriabrava, Spanien. Das soll nun auf der EAA überboten werden. Geplant ist, so Ed Scott, Executive Director des amerikanischen Fallschirmverbandes USPA,  ein 108-er mit 3 Punkten.

Der FlugundZeit-Blog wünscht allen Teilnehmern für den Rekordversuch im Sommer in Oshkosh:

Blue skies and safe jumps!

 

 

(An meine Fallschirmspringerkollegen: Ich habe in vielen Erklärungen vereinfacht. Die Zielgruppe des Blogs sind auch (Noch-)Nicht-Fallschirmspringer. My humble appologies)

phoenix4
Zeit zum koordinierten Trennen der Formation, bevor in ebenso vorher abgesprochenen Gruppen die Springer zeitlich und meist auch leicht höhenversetzt ihre Schirme öffnen um Kollisionen in der Luft zu vermeiden.
Foto: Paraquedismo Sky Company, Brasilien