Norse Atlantic Airways landete ihre Boeing 787 auf dem Troll Airfield in der Antarktis. Das Flugzeug startete am 13. November in Oslo und legte einen Zwischenstopp in Kapstadt ein, bevor es am 15. November um etwa 2 Uhr morgens die Antarktis erreichte. Die Landung erfolgte bei durchgehendem Tageslicht, was für diese Jahreszeit in der Region typisch ist.
Blaue Eis-Runway
Die auf Schnee und Eis errichtete Landebahn hatte eine Länge von 3000 Meter und eine Breite von 60 Meter. Der Pionierflug in die Antarktis diente jedoch nicht dem Tourismus, sondern dem Transport von 45 Forschern und 12 Tonnen Ausrüstung auf den schneebedeckten Kontinent. Das Norwegische Polarinstitut nutzte die geräumige Boeing 787, um seine Wissenschaftler zur Forschungsstation Troll in Queen Maud Land in der Antarktis zu bringen.
Ohne Auftanken
Dabei kam ihnen die Frachtkapazität von über 5.000 Kubikfuß und die Treibstoffeffizienz des Flugzeugs – mit einem Rundflug von Kapstadt in die Antarktis ohne Auftanken – sehr gelegen. Dadurch entfielen die logistischen Herausforderungen bei der Lagerung und Handhabung von Treibstoff in der Antarktis.
Die erste Landung eines Airbus A340 auf dem Kontinent erfolgte von Hi Fly (5K) im Jahr 2021. Darüber hinaus blickt die Antarktis auf eine lange Luftfahrtgeschichte zurück, da im Laufe der Jahre verschiedene Flugzeuge, darunter auch Militärflugzeuge und Hubschrauber, auf dem Kontinent gelandet sind. Normalerweise werden kleinere Flugzeuge, Schiffe und speziell ausgerüstete Flugzeuge, auf Skiern oder C-17-Jets der Luftwaffe, für die Reise von Forschern in die Antarktis eingesetzt.
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Norse Atlantic Airways 787-9 (LN-FNC), die erste 787, die in der Antarktis landet. Bild: Norse Atlantik Airways
Die Low-Cost-Langstreckenfluggesellschaft betreibt eine Flotte von 10 Boeing 787-9, drei 787-8 und zwei 787-95 sind bestellt. Sie wurde erst 2021 gegründet.


