Embraer Notlandung in Kasachstan

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Am 25. Dezember sollte eine Embraer ERJ 190 der Azerbaijan Airlines mit der Flugnummer J28243 von Baku (Aserbaidschan) nach Grosny (Russland) fliegen. An Bord waren 62 Passagiere und 5 Besatzungsmitglieder.

Aus (Wetter?)Gründen versuchte die Crew zu einem Ausweichplatz zu fliegen. Makhachkala war wegen Nebels nicht anfliegbar. Deshalb flogen sie Aktau in Kasachstan an und wollten dort rund eine Stunde später eine Notlandung auf der Landebahn 11 durchführen.

Beim Eindrehen in den Endanflug, etwa 3 km vom Flughafen, schlug das Flugzeug am Boden auf und fing Feuer.

38 Menschen kamen bei der Notlandung ums Leben.

Aufgrund von GPS-Störungen und Spoofing in Russland gibt es über den Flugweg in Russland keine Aufzeichnungen bei den gängigen Flugportalen.

Im kasachischen Luftraum wurden wieder gültige ADS-B-Daten abgestrahlt, sodass man das Ende des Flugweges sehen kann. (Siehe Foto).


Update am 28.12.24

Der russische Präsident Wladimir Putin entschuldigt sich. Das Passagierflugzeug wurde wohl auf seinem ursprüngliche Flugweg nach Grosny von einer russischen Abwehrrakete getroffen. Das erklärt die Einschusslöcher am Heck.


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Über die Autorin

Die Journalistin Helga Kleisny ist diplomierte Physikerin (TU Wien), Fallschirmspringerin und Pilotin. Nach Arbeitsorten weltweit (Wien, Taipeh, Boca Raton (FL), München, Frankfurt…) sind ihre Haupt-Lebens- und Arbeitsorte nun in Deutschland und in den USA. Sie schreibt als freie Luft- und Raumfahrtjournalistin. Ihre Begeisterung für alles Technische und die Natur, am besten in Kombination, zeigt sich in ihren Büchern und in Seminaren und Vorträgen.