Flug: Gepäckfächer reservieren?

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Geht’s noch? Da flattert heute morgen eine Pressemeldung herein, dass man bei Condor nun Gepäckfächer reservieren kann. Gegen Geld natürlich. Mindestens (knapp) 10 Euronen soll man dafür berappen, damit man in der Economy Class sein Handgepäck sicher oberhalb des Sitzes verstauen darf.

Ab 9,99 Euro ist damit ausreichend Stauraum für das im gebuchten Tarif enthaltene Handgepäck garantiert. Der Service wird zunächst auf Langstreckenflügen zur Verfügung stehen, 

Quelle: Condor

Aus Sicht einer Fluglinie muss man ehrlicherweise zugeben, dass es schon kriminell ist, was manche Passagiere so als Handgepäck mitschleppen und klarerweise verstaut haben wollen. Ohne, dass es einem selbst im Weg ist im Fußraum. Die leider zugenommene Unsicherheit, ob das aufgegebene Gepäck auch da ankommt, wo man als Passagier landet, ist wiederum aus Passagiersicht sicher einer der Gründe, warum man alles in die Tragetasche stopft.

Es hat halt alles immer mehrere Seiten.

Vorschlag an die Marketingabteilung der Fluglinie: Wie wärs mit dem kostenpflichtigen Reservieren von Klopapier? Kommt bei deutschen Passagieren sicher gut. Oder aus Infektionsgefahr-„Sicherheitsgründen“: Die Frischluftzufuhr mit einem Durchflusszähler versehen. Wer mehr atmet, zahlt auch mehr…


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One response to “Flug: Gepäckfächer reservieren?”

  1. Drachenflieger

    Bin gespannt, wie die praktische Umsetzung davon aussehen soll.
    Schätze, da hat mal wieder ein zu Fuß gehender BWLer ohne jede eigene Erfahrung ne tolle Idee zum Geld verdienen gehabt und die Crews müssen es wieder ausbaden, wenn es in der Praxis dann absehbar nicht funktioniert.
    Hauptsache er/sie kriegt seinen UNVERDIENTEN Bonus bezahlt.
    Traurig…
    Wie wäre es, wenn Condor sicher stellen würde, dass das Gepäck innerhalb von 10 Minuten nach der Ankunft am Gate ausgeladen und am Band ausgeliefert wird. Das wäre Service! Dann bräuchte man diese sinnfreien tollen Ideen nicht.

Über die Autorin

Die Journalistin Helga Kleisny ist diplomierte Physikerin (TU Wien), Fallschirmspringerin und Pilotin. Nach Arbeitsorten weltweit (Wien, Taipeh, Boca Raton (FL), München, Frankfurt…) sind ihre Haupt-Lebens- und Arbeitsorte nun in Deutschland und in den USA. Sie schreibt als freie Luft- und Raumfahrtjournalistin. Ihre Begeisterung für alles Technische und die Natur, am besten in Kombination, zeigt sich in ihren Büchern und in Seminaren und Vorträgen.