Indiens Space Race

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Weiß war gestern. Indische Raumanzüge leuchten in hellem orangerot. Indien, das sich zum Ziel gesetzt hat, die vierte Weltraum-Supermacht zu werden, schickt im Februar vier Astronauten nach Russland. Dort sollen sie eineinhalb Jahre lang im Kosmonauten-Trainingszentrum Star City bei Moskau auf ihre Mission vorbereitet werden.

Premierminister Modi erklärte blumig: „Wir haben beschlossen, dass spätestens 2022, wenn Indien 75 Jahre Unabhängigkeit feiert, oder sogar noch früher, ein Sohn oder eine Tochter Indiens mit einer indischen Flagge in der Hand ins All fliegt.“ Gaganyaan heißt das Raumfahrzeug, mit dem die indische Besatzung ihr nationales Human Space Flight Program beginnen möchte.

Es ist nicht das erste Mal, dass Indien Astronauten nach Star City schickt. 1984 flog Oberstleutnant Rakesh Sharma als Forschungskosmonaut in der Sojus-T-11-Mission zur russischen Orbitalstation Saljut 1. Sharma war der erste und bislang einzige Inder auf einer Raumfahrt-Mission.

Indische Wissenschaftler haben bereits mehrere Meilensteine ihrer Mission erreicht. Unabhängig voneinander wurden etwa die Wiedereintrittskapsel, der Pad-Abbruch, der Mechanismus zum sicheren Notabtrennen der Besatzung und die Flight Suits erfolgreich getestet.


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Über die Autorin

Die Journalistin Helga Kleisny ist diplomierte Physikerin (TU Wien), Fallschirmspringerin und Pilotin. Nach Arbeitsorten weltweit (Wien, Taipeh, Boca Raton (FL), München, Frankfurt…) sind ihre Haupt-Lebens- und Arbeitsorte nun in Deutschland und in den USA. Sie schreibt als freie Luft- und Raumfahrtjournalistin. Ihre Begeisterung für alles Technische und die Natur, am besten in Kombination, zeigt sich in ihren Büchern und in Seminaren und Vorträgen.