Stromhungrige Rechenzentren und das Bestreben, bis Mitte des Jahrhunderts Netto-Null-Emissionen zu erreichen, haben das Interesse an der Kernenergie neu entfacht. Die Diskussion dazu ist wie stets kontrovers. Wir wollen uns hier dem Thema spielerisch nähern.
Denn das Dalton Nuclear Institute der Universität Manchester entwickelte einen Kernkraftwerkssimulator, bei dem jeder online überprüfen kann, wie man einen Reaktor fährt (bedient). Ja, das ist der korrekte Ausdruck, obwohl der Reaktor natürlich auf seinem Platz bleibt.

Reaktorfahrer ist ein anspruchsvoller Job. Hast Du das Zeug dazu, ein Kernkraftwerk zu bedienen? Dieser Simulator nimmt dich mit auf einen Rundgang durch ein virtuelles Kraftwerk, bevor er dir die Schlüssel zum Kontrollraum aushändigt. Stell dich der Herausforderung, genug Energie zu produzieren, um den Bedarf zu decken und gleichzeitig eine Kernschmelze zu vermeiden.
Test it! Hier gehts zum Simulator.

Virtueller Rundgang durch das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi
Das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi, Schauplatz der jüngsten Kernschmelze der Welt, wird derzeit stillgelegt. Das ist ein jahrzehntelanger Prozess mit vielen Sicherheitsvorkehrungen. Wie das japanische Kraftwerk nach dem Unfall aussieht, zeigt dieser virtuelle Rundgang, der von dem Unternehmen veranstaltet wird, das für die Stilllegung verantwortlich ist.
Zeitleiste der Katastrophe von Tschernobyl
Es begann mit einem Sicherheitstest, der so routinemäßig war, dass der Direktor des Kernkraftwerks Tschernobyl nicht daran teilnahm. Sie endete mit einer Reihe von radioaktiven Explosionen, die die Umgebung unbewohnbar machten. Die Kernschmelze von 1986 ist der schlimmste Nuklearunfall der Geschichte, bei dem Dutzende von Menschen ums Leben kamen und Tausende weitere betroffen waren.
Diese Zeitleiste gibt einen Überblick über den Ablauf des Unglücks.
©alle Bilder aus dem Simulator der Universität of Manchester.


