Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg explodiert unter dem Taxiway

Eine amerikanische Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg detonierte am 2.10.2024 auf dem Flughafen Miyazaki im Südwesten Japans. Sie riss einen großen Krater in der Rollbahn, der den Flughafenbetrieb zum Erliegen brachte.

Der Sprengsatz explodierte in den frühen Morgenstunden, als auf dem Küstenflughafen noch wenig Betrieb herrschte. Glücklicherweise befanden sich zum Zeitpunkt der Explosion keine Flugzeuge in der Nähe der Bombe.

Online-Überwachungsaufnahmen zeigen die Explosion, die eine gewaltige Schmutz- und Rauchsäule in die Atmosphäre schickte. Die Merkmale der Explosion deuten darauf hin, dass die Munition tief unter der Oberfläche der Rollbahn vergraben war.

Lokalen Medienberichten zufolge wurde die Explosion durch eine 500 Pfund schwere US-Bombe ausgelöst, die nach Angaben des japanischen Militärs und der Polizei seit dem Zweiten Weltkrieg unter dem Flughafen vergraben war.

Der Flughafen Miyazaki wurde 1943 als Militärflugplatz auf einem Stützpunkt der kaiserlichen japanischen Marine eingerichtet. Er diente als wichtiger Stützpunkt für Kamikaze-Piloten, von dem aus fast 50 Selbstmordmissionen gestartet wurden.

Der Flughafen wurde geschlossen, was dazu führte, dass nach der Explosion mehr als 70 Flüge ausfielen. Die Flughafenleitung geht davon aus, dass der Betrieb des Flughafens am nächsten Tag wieder aufgenommen wird, sobald die Löcher gefüllt und die Rollbahnoberfläche repariert ist.


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Über die Autorin

Die Journalistin Helga Kleisny ist diplomierte Physikerin (TU Wien), Fallschirmspringerin und Pilotin. Nach Arbeitsorten weltweit (Wien, Taipeh, Boca Raton (FL), München, Frankfurt…) sind ihre Haupt-Lebens- und Arbeitsorte nun in Deutschland und in den USA. Sie schreibt als freie Luft- und Raumfahrtjournalistin. Ihre Begeisterung für alles Technische und die Natur, am besten in Kombination, zeigt sich in ihren Büchern und in Seminaren und Vorträgen.