Der letzte Kuss am Flughafen

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Drei Minuten für eine letzte Umarmung. Das ist die maximale Zeit, die der Flughafen Dunedin in Neuseeland für (kostenfreie) Verabschiedungen zubilligt. „Für ausführlichere Abschiede nutzen Sie bitte das Parkhaus.“

Die „Kiss & Fly“-Zonen handhabt jeder Flughafen anders. In Nürnberg haben Reisende mit 15 Minuten am längsten Zeit, sich kostenfrei von ihren Liebsten zu verabschieden, während in Düsseldorf und Stuttgart in der Zeit bereits 10 Euro fällig werden.

Schweiz und Österreich führt

Am Flughafen Innsbruck sowie am FlughafenBasel-Mulhouse-Freiburg in der Schweiz sind 20 Minuten gratis. Gerade einmal die Hälfte der Zeit wird in  Deutschland kostenlos angeboten: Hier führt Nürnberg mit 15 Minuten. An acht weiteren Flughäfen, darunter Frankfurt am Main, Berlin, Hamburg sowie die Flughäfen Wien und Salzburg, sind nur 10 Minuten kostenfrei parken möglich.

Noch schnellerer Abschied

In Stuttgart bleiben Reisenden lediglich acht Minuten, in Düsseldorf nur sieben für die kostenlose Verabschiedung. Am hektischsten geht es hierzulande am Flughafen München zu: Dort haben Passagiere gerade einmal fünf Minuten Zeit, um sich zu verabschieden, bevor Kosten auf sie zukommen.

Die Kosten

Wer sich am Flughafen in Ruhe von seinen Liebsten verabschieden möchte, muss in Düsseldorf, Stuttgart und Zürich tief in die Tasche greifen. Für 15 Minuten Abschiedszeit zahlen Reisende dort stolze zehn Euro – in Zürich sogar zehn Schweizer Franken, was rund 10,68 Euro entspricht.

Deutlich günstiger ist es in Hannover, wo Reisende  für die gleiche Zeit nur zwei Euro zahlen. Auch in Frankfurt am Main sind 15 Minuten mit 2,50 Euro noch erschwinglich, und in Linz kostet die Verabschiedung 2,70 Euro.


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2 responses to “Der letzte Kuss am Flughafen”

  1. Heinz K

    Erstaunlich, dass in diesen Zeiten der völlig überkandidelten „political correctness“ noch niemand darauf gekommen ist, dass „Für ausführlichere Abschiede nutzen Sie bitte das Parkhaus.“ ja wohl eine ziemlich frivole Aufforderung ist 🙂

    1. Vielleicht sind die Neuseeländer (und alle anderen) etwas lockerer als die Deutschen?
      Manche Deutsche 🙂

Über die Autorin

Die Journalistin Helga Kleisny ist diplomierte Physikerin (TU Wien), Fallschirmspringerin und Pilotin. Nach Arbeitsorten weltweit (Wien, Taipeh, Boca Raton (FL), München, Frankfurt…) sind ihre Haupt-Lebens- und Arbeitsorte nun in Deutschland und in den USA. Sie schreibt als freie Luft- und Raumfahrtjournalistin. Ihre Begeisterung für alles Technische und die Natur, am besten in Kombination, zeigt sich in ihren Büchern und in Seminaren und Vorträgen.