Der Originalbericht auf FlugundZeit steht hier. Nun hat die kanadische Untersuchungsbehörde TSB (Transportation Safety Board of Canada) einen Zwischenbericht der Untersuchung veröffentlicht. Im Wesentlichen steht darin nicht Neues, aber mehr Details zur Ursache.
Unter 500 Fuß AGL (Above Ground Level) baute sich die Sinkrate von rund 700 ft/min auf über 1000 ft/min auf. Das Aufsetzen erfolgte mit einer Schräglage nach rechts von 7,5 Grad und einer Sinkrate von 1100 ft/min ca. 420 ft (125 m) hinter dem Bahnanfang.
Verkehrsflugzeuge sind für eine Sinkrate bis zu 600 ft/min bei der Landung zugelassen. Alles darüber ist eine harte Landung, nach der das Flugzeug technisch überprüft werden muss.
Der Impact wurde mit 3g (3 x die normale Schwerkraft) aufgezeichnet. Dadurch brach die Querstrebe, die das rechte Fahrwerk in der ausgefahrenen Position hält und das Fahrwerk klappte in die eingefahrene Position.
Dadurch setzte die rechte Flügelspitze auf. Dies wiederum hatte zur Folge, dass die rechte Flächenwurzel brach und sich die Fläche vom Rumpf trennte. Mit nur der linken Fläche rollte das Flugzeug nach rechts bis es invertiert liegen blieb. Dabei brachen große Teile des Hecks ab.
Die Passagiere hatten nun große Schwierigkeiten sich abzuschnallen, da sie kopfüber in den Gurten hingen. Einige verletzten sich dabei, als sie in die Decke der Kabine fielen.
Die Evakuierung erfolgte über den Overwingexit an Sitz 13D und durch die Tür 1R. Die anderen Overwingexits waren nicht benutzbar, da Kerosin darüber lief.

Die Cockpitcrew konnte die Tür zur Kabine nicht mehr öffnen und verließ das Flugzeug durch eine Notklappe in der Decke das Cockpits. Dies gelang nur mit Hilfe von außen – durch einen Passagier –, da die Klappe durch die Rückenlage der Zelle kaum zu öffnen war.
Alles in allem gab es zwei Schwerverletzte und 19 Personen mit leichten Verletzungen. Es waren 80 Personen an Bord.
©beide Bilder: TSB, aus dem Zwischenbericht.


