Die unhygienische Flughafenkontrolle

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Fig. 1 Passenger Processes in the Helsinki – Vantaa Airport. (c) BMC

Eigenes Foto zur Bebilderung gibt es keines, weil man in diesen Bereichen meist nicht fotografieren darf. Aber da es durch eine Studie endlich auch ein Thema in der allgemeinen Presse und damit hoffentlich im Allgemeinverständnis der Reisenden ist, gibt es das „Igitt“ der Flughafen-Sicherheitskontrolle auch in flugundzeit zum x-ten Mal.

Hier der Link zu früheren Berichten (und einen im speziellen).

Eine Studie* am Helsinki-Vantaa Airport ergab nun (was ich schon jahrelang ankreide), dass die Plastikschalen, in die man gezwungen ist, als Passagier Schuhe, Strickjäckchen, kleine Kosmetikteile, Uhr, Gürtel und mehr hineinzulegen, hochgradig unhygienisch sind und mit allen möglichen Viren und anderen Krankheitskeimen verseucht sind. Sogar schlimmer als die Flughafentoilette, die wenigstens ab und zu gereinigt wird.

* Deposition of respiratory virus pathogens on frequently touched surfaces at airports, erstellt von BMC Infectious Diseases

(c) BMC

Die Oberflächen- und Luftproben wurden wöchentlich zu drei verschiedenen Zeitpunkten (5. – 7. KW 2016: 4.2.2016-17.2.2016) von häufig berührten Oberflächen an an einer Vielzahl von Standorten entlang der Passagierwege im Flughafen Helsinki-Vantaa (Fig. 1) gesammelt.

Die Proben-Entnahmezeiten waren unmittelbar nach dem frühen Morgenpeakverkehr (07.00 – 09.00 Uhr), nach dem Mittagshöhepunkt (1100-1200 Uhr) und nach den Nachmittagsspitzenstunden (14:00 Uhr – 16:00 Uhr). Während diesen Zeiten findet viel Transitverkehr für Passagiere zu mitteleuropäischen und asiatischen Destinationen statt.

Wohl bekomms!


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Über die Autorin

Die Journalistin Helga Kleisny ist diplomierte Physikerin (TU Wien), Fallschirmspringerin und Pilotin. Nach Arbeitsorten weltweit (Wien, Taipeh, Boca Raton (FL), München, Frankfurt…) sind ihre Haupt-Lebens- und Arbeitsorte nun in Deutschland und in den USA. Sie schreibt als freie Luft- und Raumfahrtjournalistin. Ihre Begeisterung für alles Technische und die Natur, am besten in Kombination, zeigt sich in ihren Büchern und in Seminaren und Vorträgen.