JW-Teleskop enthüllt Lücken im kosmologischen Modell

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So aktuell war eine Buchbesprechung noch nie: Vorgestern stellten wir „Die Schönheit des Fallens“ von Claudia de Rahm vor. Ob ihre Theorie nun die Lösung zu den neuen Erkenntnissen ist, wird sich zeigen. Aber de Rahm erklärt zumindest, was die derzeitigen Modelle nicht erklären können und was das James-Webb-Teleskop nun beweist:

Es fehlt ein Faktor in den derzeitigen Erklärungsmodellen des Universums.

Ob nun die Masse des Gravitons diesen Faktor schlussendlich bereinigt oder das nur ein weiterer Schritt zur endgültigen Realität ist, wird sich zeigen.

Hier ein Link (auf englisch), der die Hintergründe etwas detaillierter erzählt: https://hub.jhu.edu/2024/12/09/webb-telescope-hubble-tension-universe-expansion

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Und wenn wir schon bei der Zukunft sind. Das Intro-Bild ist eine AI Impression der neuen Entdeckung. Das dargestellte „Teleskop“ (Raumfahrzeug?) hat allerdings nicht die geringste Ähnlichkeit mit dem James-Webb-Teleskop…
KI Phantasie halt. 🙂

Dafür hier ein Bild der sogenannten Sombrero-Galaxie, aufgenommen vom realen James-Webb-Teleskop:


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One response to “JW-Teleskop enthüllt Lücken im kosmologischen Modell”

  1. Nikolaus Neininger

    Pardon, ich bin spät dran…
    Die „Hubble Tension“ ist tatsächlich zu einem ernsten Problem der Kosmologie geworden. Kurz gesagt: man hat ein schönes, elegantes Modell (technisch: Lambda Cold Dark Matter), das im Prinzip auch gut funktioniert, d.h. die Beobachtungen gut beschreibt. Nun gibt es sehr unterschiedliche Methoden zur Messung einer wichtigen Größe (die Hubble-Konstante), die immer weiter verfeinert werden. Natürlich hatte man erwartet, daß die Ergebnisse mit der Zeit nicht nur genauer werden, sondern sich auch immer weiter annähern.
    Leider ist das nicht so, stattdessen wird der Unterschied eher größer und ist jedenfalls mittlerweile deutlich größer als die Meßfehler. Irgendetwas muß also dran sein – und bis jetzt ist völlig unklar, was.

Über die Autorin

Die Journalistin Helga Kleisny ist diplomierte Physikerin (TU Wien), Fallschirmspringerin und Pilotin. Nach Arbeitsorten weltweit (Wien, Taipeh, Boca Raton (FL), München, Frankfurt…) sind ihre Haupt-Lebens- und Arbeitsorte nun in Deutschland und in den USA. Sie schreibt als freie Luft- und Raumfahrtjournalistin. Ihre Begeisterung für alles Technische und die Natur, am besten in Kombination, zeigt sich in ihren Büchern und in Seminaren und Vorträgen.