Sukhoi Superjet bei Moskau abgestürzt

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Am 12. Juli 2024 stürzte ein Sukhoi Superjet 100-Passagierflugzeug mit drei Besatzungsmitgliedern an Bord nahe Moskau ab.

Nach Angaben der örtlichen Behörden crashte das Flugzeug am Freitagnachmittag im südöstlich von Moskau gelegenen Bezirk Kolomna in einem Waldgebiet. Ersten Berichten zufolge sind alle drei Crew ums Leben gekommen. 

Das Flugzeug führte einen Testflug im Zuge von Wartungsarbeiten durch. Normalerweise befördert der Superjet 87 bis 98 Passagiere. Alleiniger Besitzer des Jets war das mehrheitlich in Staatsbesitz befindliche russische Energieunternehmen Gazprom.

Nach den Sanktionen, die der Westen gegen Russland im Jahr 2022 verhängt hat, steht Russland vor der Herausforderung, seine alternde Flugzeugflotte zu modernisieren. Das Land arbeitet seit geraumer Zeit daran, mit dem Sukhoi Superjet, einem Regionalflugzeug mit etwa 100 Sitzen, Flugzeuge aus westlicher Produktion zu ersetzen, die es nicht warten und instand halten konnte.

Das Projekt Sukhoi Superjet hatte im Laufe der Jahre immer wieder mit technischen Hindernissen und Verzögerungen bei der Herstellung zu kämpfen, da die Ingenieure Schwierigkeiten hatten, wichtige westliche Avionikteile zu ersetzen.


©Foto: Wiki


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Über die Autorin

Die Journalistin Helga Kleisny ist diplomierte Physikerin (TU Wien), Fallschirmspringerin und Pilotin. Nach Arbeitsorten weltweit (Wien, Taipeh, Boca Raton (FL), München, Frankfurt…) sind ihre Haupt-Lebens- und Arbeitsorte nun in Deutschland und in den USA. Sie schreibt als freie Luft- und Raumfahrtjournalistin. Ihre Begeisterung für alles Technische und die Natur, am besten in Kombination, zeigt sich in ihren Büchern und in Seminaren und Vorträgen.