KI und die Buchmesse Frankfurt 2018

(c) Holger Volland

Ja, Bücher gibt es auch noch. Große, kleine, schöne, edle und billige, auf stinkigem Papier gedruckt.

Zwar werden die angestammten Verlage weniger, sie fusionieren sich (zu Tode), dafür nimmt die Anzahl kleinerer Verlage zu, sie haben aber nicht die Bedeutung der alten, und alles macht auf Künstliche Intelligenz (KI), im englischen AI (Artificial Intelligence). Weiterlesen

Weihnachtsbücher – Geschenktipps 1

In loser Folge möchte der FlugundZeit-Blog auch dieses Jahr wieder seinen treuen Lesern helfen, sinnvolle Geschenke für sich und andere zu finden. Voraussetzung ist, dass die erwähnten Bücher und weitere Vorschläge die Kommunikation mit anderen, realen Menschen fördern, sowie das (eigene 🙂 ) Nachdenken. Dass es Spaß machen soll, ist Grundvoraussetzung.

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Metin Tolan
’s Buch: “Die Star Trek Physik” fällt in diese Kategorie. „Warum die Enterprise nur 158 Kilo wiegt (ohne Kapitän Kirk) und andere galaktische Erkenntnisse“ ist nicht nur für Trekkies ein Vergnügen zu lesen.

Viele, längere Originaldialoge, erklärende Abbildungen und Textinserts ergänzen den Fließtext.

Physiker Metin Tolan hat nachgerechnet: Wie genau nehmen es die Macher von Star Trek eigentlich mit Physik und Technik? Ziemlich genau! Wie viele Planeten der Klasse M (erdähnliche Planeten, die intelligentes Leben beherbergen) gibt es im Universum? Wirklich so viele, dass sie fast in jeder Folge vorkommen?

Und wie war das gleich beim Beamen? Wie real ist das oder könnte das sein?

Tolan analysiert anhand vieler Filmszenen die Mechanismen und Zahlen der Sternenflotte und kommt zu galaktischen Erkenntnissen. Faszinierend!

 

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Klick auf die Bilder macht sie lesbar.

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Das Buch ist geeignet:

  • klarerweise für alle Star Trek Fans (auch wenn sie sonst lieber Filme gucken, als Bücher lesen),
  • für generell an der Physik Interessierte
  • für alle, die gerne trotz guter Unterhaltung auch den Geist ein wenig anregen möchten
  • zur Diskussion mit Freunden
  • es ist einfach ein Vergnügen zu lesen
  • und zu guter letzt auch für alle, die bei der Party gerne ein wenig beeindrucken möchten, aber sonst mit Technik nichts am Hut haben 😉

 

Kleiner Tipp für alle, denen dieses Buch gefällt: Metin Tolan hat noch weitere Bücher verfasst, ebenso vergnüglich und Gedankenanregend. Seine Leser brauchen sicher keinen Warp-Antrieb, um diese selbst (heraus) zu finden… 🙂

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Alle Bilder und Illustrationen (c) Piper

Das Buch ist erhältlich als Hardcover, E-Book und Taschenbuch.

Last Minute Weihnachtstipp 2015-2: In welchem Universum wohnt Gott?

Eigentlich heißt das schmale Büchlein: Zwei Seiten einer Medaille. Was sich im tieferen Sinn auch auf die zwei Autoren beziehen kann: Der Physiklehrer Michael Grün schreibt den ersten Teil aus seiner Sicht und dann folgt der Management-Trainer Pater Anselm Grün und erklärt, warum sich der Glaube an Gott durchaus mit der (etwas allgemeiner ausgedrückt) modernen Physik und zeitgemäßen Forschung vereinen lässt.

Albert Einstein, der Entwickler der Relativitätstheorie, war ein gläubiger Mensch, Marie Curie, zweifache (naturwissenschaftliche) Nobelpreisträgerin – nicht. So eindeutig scheint es also auch bei den Großen unter den Wissenschaftlern nicht zu sein.

Und dann wäre da noch die Frage eines achtjährigen Mädchens: “In welchem Universum wohnt denn nun Gott?” Am Mond wohnt er nicht, am Mars wohl auch nicht, das wissen wir. Wissen wir? Und wie sieht es jenseits des Kuiper Gürtels aus?

Fragen über Fragen. In der Weihnachtszeit bietet sich vielleicht die Gelegenheit, einmal innezuhalten vom Trubel und Stress und ein wenig über den Sinn des Lebens, Gott und die Quantenphysik zu philosophieren. Allein oder am Mittagstisch mit den Kollegen. Oder auch mit Jugendlichen, die sich über das kleine Geschenk als Diskussionsgrundlage freuen.

Initiator des Büchleins war Michael Grün. Er hatte die Vorlesung (Gott und die Quantenphysik) mehrmals gehalten und war dann öfter auf eine schriftliche Zusammenfassung angesprochen worden. Und wenn man dann schon einen Bruder hat, der so viele Bücher über und zum Sinn des Lebens und wie wir uns warum wann verhalten sollen, geschrieben hat, dass er die Anzahl selbst aus dem Stehgreif nicht parat hat, dann soll der eben auch noch seine Sicht der Dinge ergänzen. Perfekt.

Der Physiklehrer schildert leicht verständlich und angenehm zu lesen, wie sich Religion und Physik entwickelt haben – in der Antike (Platon) waren sie noch ein und dieselbe Wissenschaft. Wieweit man nun zustimmenderweise seinen Ausführungen bis zur heutigen These folgt, den Urknall als die religiöse Schöpfung zu sehen – wenn vorher nichts war, dann soll das Sinn machen, sei jedem selbst überlassen. Der vielfache Bezug von namhaften Physikern zu ihrer Zeit und dem jeweiligen Glauben in der Zeit ist aufschlussreich und wie alles Systemübergreifende, erhellend. Viele (mit der physikalischen Materie Vertrauten) bekannte Bilder ergänzen sein Ausführungen.

Am Mond wohnt er nicht, am Mars wohl auch nicht.
In welchem Universum ist Gott?

Pater Anselm Grün nähert sich der Quantenphysik von der religiösen Seite. Mit vielen Zitaten aus der Bibel geht er auf die Erkenntnisse der Quantentheorie ein und setzt beides in Relation. Die Grundlagen der Relativität, Nicht-Objektivität und Nicht-Lokalität frischt der erste Teil locker und verständlich auf. Die darauf folgende Herangehensweise von der theologischen Seite (auch Anselm Grün ist Physiker) ist philosphischer. Eine ausführliche weiterführende Literaturliste zu beiden Teilen ergänzt die Texte.

Es ist kein Buch, das man verschlingt wie Hieroglyph (erster Weihnachtstipp 2015). Zumindest wenn man über den Sinn der Worte und die eigene Stellung dazu reflektiert. Es hat auch nicht wie Hieroglyph 532 Seiten, sondern nur kleine 128. Trotzdem:

Lesen. – – –

Reflektieren, wie das eigene Weltbild dazu aussieht.

– – –Zeit zum Nachdenken über die eigene Denk-Position, Zeit zum Diskutieren mit Freunden.

Weihnachten 2015.

Tandemspringen: Spass hoch 2

„Fallschirmspringen ist eben nicht für jedermann“ ist die (hochnäsige) Antwort, wenn einem wieder einer erzählt, er würde ja selbst nie aus einem perfekten Flugzeug springen. Gähhn.

Was aber viele mittlerweile unternehmen, ist, sich vorne dran an einen Springer zu hängen und mit ihm/ihr gemeinsam unter einem Schirm der Erde entgegenzusegeln. Ein sogenannter Tandemsprung mit dem Schuss Adrenalin ohne eigene Verantwortung zu übernehmen.

Dazu von der (neugestalteten) Website des Deutschen Fallschirmsportverbandes (mit Links zu Sprungplätzen für Tandemsprünge):

Nach dem Absprung aus 3.000 bis 4.000 Metern Höhe erfolgen etwa 50 Sekunden Flug im freien Fall bis in 1.500 Metern über der Erde der Fallschirm geöffnet wird. Passagier und Tandempilot schweben dann noch 5 Minuten dem Landeplatz entgegen, um dort zielgenau zu landen.

Für gar nicht so wenige davon ist es der Einstieg in eine neue Welt, in die dritte Dimension. Sie sehen durch den Tandemsprung, was ihnen bisher alles im Leben entgangen ist.

Das weltweit erste und einzige Buch, das den Tandemgast im Fokus hat: auf 120 Seiten mit 100 Comics, Hardcover, Format 15 x 15 cm, Fadenheftung,
Preis 14,80€

Einen Schnuppereinblick in die dritte Dimension, ohne Adrenalin, aber mit erschwinglichem Preis bietet nun endlich ein kleines blaues Büchlein namens „Spass hoch 2“.

Geschrieben und publiziert hat es Peter Schäfer, ein gut Bekannter in der langjährigen deutschen Fallschirmszene, unter anderem Chefredakteur des Fachmagazins FreifallXpress. Die Zeichnungen der Cartoons stammen von Joachim Bode.

Was Peter Schäfer aufgreift, setzt er um. Ideen haben viele, aber an der Realisation scheitern die meisten. 14.000 (in Worten vierzehntausend) Exemplare des Buches hat er deutschlandweit bereits verkauft. Da kann sich so mancher Großverlag, der mit 2000 oder 3000 Auflage pro Fachbuch herumkaspert, ein Beispiel nehmen. Ein Mann, ein Verlag, ein Erfolg.

deutsch
(c) Joachim Bode

Die Comics und die nicht ganz ernst zu nehmende Sammlung von 101 Gründen für einen Tandemsprung sollen das Interesse und die Neugier auf ein solches Erlebnis von der humorvollen Seite wecken. Gegen den allgemeinen Trend ist das Buch nur als Papierausgabe erhältlich.

Auf die digitale Verbreitung verzichtet der Verleger, weil er damit die Besonderheit und Wertigkeit des Produkts hervorheben möchte. Man will schließlich nach dem erfolgreichen Sprung auch etwas in der Hand haben, was man anderen zeigen kann.

Als Marketinginstrument für Anbieter von Tandemsprüngen erweitert Spass hoch 2  die Palette der Memorabilien wie Video, Foto, Urkunde oder T-Shirts für Tandemgäste.

Eigentlich verkauft der Verlag das Buch nicht an Einzelkunden, nicht über den Buchhandel, auch nicht über Amazon – sondern die Anbieter von Tandemsprüngen sollen mit dem Buch allein den vollen Nutzen beim Kunden erlangen.

Tipp für Leser des FlugundZeit-Blogs: Über den Deutschen Fallschirmsportverband kann man das Buch einzeln bestellen, ansonsten eben über Vereine und Tandemanbieter. Händler können sich direkt an blueskyedition@t-online.de wenden

englisch
(c) Joachim Bode

 

 

„2MUCH FUN“ ist die englische Fassung des Buches, weitere Sprachausgaben sind in Planung.