Mehr Impressions von der Sun ’n Fun

Die FAA – dein Freund und Helfer. Auch wenn für manche Piloten die amerikanische Luftfahrtbehörde eher ein Schreckgespenst darstellt, ich habe bisher nur positive Erfahrungen gemacht, mit den Menschen, die da arbeiten. Was vielleicht auch daran liegt, dass man sowohl in Oshkosh als auch auf der Sun ’n Fun eben die tatsächlich Verantwortlichen in den einzelnen Bereichen als Ansprechpartner hat und so, oft unkompliziert, viel Organisatorisches Vorort schnell erledigt, was auf dem Postweg Monate dauert.

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BASE Weltrekord: Absprung von 7700 Metern

roznovDrei Jahre lang bereitete sich der Russe Valery Rozov auf diesen BASE-Sprung vor. Es war auch nicht irgendein Berg, sondern der sechsthöchste der Erde: Cho Oyu, Teil des Himalaya-Gebirges.

21 Tage dauerte der Anmarsch zum optimalen Absprungpunkt. Der erste Versuch ging schief. Zu viel Schnee – es war einfach zu gefährlich und er und seine Unterstützungs-Crew brachen das Unternehmen zunächst ab. Eine Woche später war es dann soweit. Der Schnee war wieder geschmolzen und mit einem russisch gezählten 1 -2 -3 sprang der 51-Jährige ab.

roznov3Nach 90 Sekunden Freifall-Flug mit dem Wingsuit landete Rozov sicher am BASE-Schirm in 6000 Metern Höhe. Kameras vorne und hinten am Helm filmten den außergewöhnlichen Sprung, mit dem er seinen eigenen, früheren Weltrekord brach (7220 Meter Höhe des Absprungs am Everest).

Die Idee dazu war vor drei Jahren beim gemeinsamen Klettern mit seinem Freund Alexander Ruchkin entstanden. Der stürzte allerdings letztes Jahr beim Klettern in Peru ab und so widmete Rozov den Rekordsprung seinem verstorbenen Freund. Die Widmung ist ihm nach eigenen Worten wichtiger als der erreichte Rekord.

Video zum Rekordsprung (Red Bull)

Mehr Videos auf YouTube von Valery Roznov

 

Alle Fotos: Valery Rozov am Mount Cho Oyo, Himalaya, im Oktober 2016, Fotograf und (c) Nika Lebanidze, Red Bull

 

Schaukeln zwischen zwei Ballonen

Zwei Ballone, eine Schaukel, 125 Meter lange Leinen und 1800 Meter über der Erde: Mehr Spaß kann es für diese Springer nicht geben. Die Österreicher Marco Waltenspiel, Georg Lettner, Marco Fürst und Dominic Roithmair überlegten sich eine ungewöhnliche Schaukel. Und realisierten sie im Sommer 2016 im Waldviertel in Niederösterreich.

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Die Idee hinter der – sicher von manchen als verrückt angesehenen Unternehmung – war laut Lettner, einen Kindheitstraum zu realisieren. “Es träumen doch viele Kinder davon, auf einer Schaukel zu sitzen, immer höher und höher zu schwingen und irgendwann dann abzuheben und zu fliegen.”

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Das Schwierigste, so Roithmair, sei es gewesen, auf der Schaukel zu bleiben. Wer schon mal durch einen Hula Hoop Reifen gesprungen ist oder einen Sprung in einem Schlauchboot im Freien Fall absolviert hat, weiß, was der Springer meint. Für außergewöhnliche Stunts sind von Red Bull gesponserten Sportler immer gut – sonst würden sie nicht ins Team kommen.

Nach intensiver Planung und Vorbereitung der Ausrüstung tasteten sich die Skydiver und ihre „Transporteure“ im Sommer 2016 bei optimalen Wetterbedingungen an ihr gemeinsames Ziel heran. Zwischen 1.500 und 2.000 Metern Höhe diente ein Ballon als Anker für die Schaukel, abgesprungen wurde von einem zweiten. „Es kommt auf das richtige Timing und den Absprung an. Wenn das Seil perfekt gespannt ist, so dass du schön nach vorne abzischt, dann ist es perfekt“, beschreibt Marco Waltenspiel die sportliche Herausforderung von „Mega Swing“.

Das Feeling scheint eher mit dem Bungee Springen zu vergleichen zu sein. Roithmair: „Du hast eine Beschleunigung in eine andere Richtung, so wie man es von einem normalen Base- oder Fallschirmsprung nicht kennt. Du springst runter, fällst, und wartest auf den Moment, wo du Druck auf das Brett bekommst. Dann geht es nach ein paar Sekunden nach vorne, mit einer unmotorisierten Beschleunigung, die ein unglaublich feines Gefühl auslöst. Ich kann mich an keinen freien Fall erinnern, der solche verschiedenen Bewegungsmuster zeichnen kann.“

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Beide Fotos: Marco Fürst, Red Bull

“Im Flieger oder Hubschrauber hat man Krach rundum”, sagt Roithmair, “die Ruhe  war einfach überwältigend. Klar, die Brenner der Ballone fauchen ab und zu. Aber das und die Windgeräusche machen die Situation da oben bizarr für einen Fallschirmspringer.“

 

Videos: Red Bull

BASE ist nicht Fallschirmspringen

Könnten Sie mal einen Artikel über die gefährlichste Form des Fallschirmspringens schreiben, dem (Wingsuite-)Base-Jumping bzw Wingsuite-Proxy-Flying. Ich schreibe dies, weil im August mit Alexander Polli und Uli Emanuele zwei echte Szenegrößen tödlich verunglückten, deren Youtube-Videos sehr bekannt und beliebt waren.

Wie stehen Sie zum Base-Jumpen? Suizidale Idioten oder Pioniere mit anderem Risikoverhalten, die an ihre Grenzen gehen und uns spektakuläre Aufnahmen hinterlassen?


Im obigen Post, der mich vor einigen Tagen erreichte, sind einige hammerharte Statements enthalten, zudem auch etliche berechtigte Fragen.

 

Fallschirmspringen, BASEen und Wingsuits sind drei Begriffe, die zwar für den normalen Fußgänger vielleicht zusammenpassen, in der Realität aber ein Mix aus unterschiedlichen Bereichen sind.

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Pilot Charles Lindbergh, der dreimal (in fliegerischen Notfällen) seinen Fallschirm öffnete

Fallschirmspringen ist nun ja, eben Fallschirmspringen. Mittlerweile fast schon ein Allerweltssport. Man springt alleine oder in Gruppen von einem Fluggerät aus der Luft ab und öffnet spätestens rund 800 bis 1000 Meter über Grund seinen Fallschirm, fliegt dann weiter mit diesem bis zur Landung. (Alles sehr platt, Springer mögen mir verzeihen.)

Das Wort B.A.S.E. ist ein Akronym, das aus folgenden Teilen besteht: B…Building (Gebäude), A…Antenna (Sendemast), S…Span (Brücke), E…Earth (Felsen, Klippen).

BASEer springen also von feststehenden Objekten. Sie haben auch andere Sprungsysteme als Fallschirmspringer. Das gilt für das Gurtzeug und auch den Fallschirm. Den Fallschirm, denn ein Objektspringer hat normalerweise keinen Reserveschirm (wie ihn Fallschirmspringer haben müssen) im Gurtzeug, weil für eine Aktivierung keine Zeit (=Höhe) vorhanden ist. Auch der Absprung ist anders: Der BASEer hält üblicherweise seinen Hilfsschirm beim Losrennen/Abspringen bereits in der Hand. Es gibt auch andere Auslösearten.

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Sprunganzug aus den 80ern für eine damals moderne Disziplin namens Freestyle (balletähnliche Bewegungen im Freifall). Buchcover.

Fallschirmspringen ist weltweit ein ziemlich gut durchorganiserter und durchregulierter Sport. Es gibt nationale Lizenzen, nationale und internationale Wettbewerbe, Weltmeisterschaften und alles, was eben zu einer Sportart gehört.

BASE-Springen ist in den meisten Ländern dieser Erde verboten. Genauer gesagt ist es überall dort verboten, wo es  nicht explizit erlaubt ist. Das gilt auch für Deutschland. Für BASE gibt es keine offiziell anerkannten Schulen oder Ausbildungsstätten. Und auch keine offen zugänglichen Lehrbücher.

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Einer der ersten BASEer: Carl Boenish. Beide Boenish-Bilder sind aus dem Buch (1971): The Wild, Wonderful World of Parachutes and Parachuting (so viel Zeit muss sein). Autor Bud Sellick verstarb 2015.

Ja, es gibt Fallschirmspringer, die auch BASEen. Sogar Weltklassespringer. Es macht sogar sehr viel Sinn, wenn man ein erfahrener Springer ist und erst dann mit dem BASEen beginnt, und wenn man dazu noch jung und extrem reaktionsschnell (Körper und Geist) ist.

Im Gegensatz dazu beginnen manche Fallschirmspringer erst mit 40 oder 50 Jahren. Und es gibt auch etliche 80jährige, die noch sicher für sich und andere springen.

Piloten haben in Notfällen mindestens mehrere Minuten Zeit, um ihre Handlungen zu entscheiden und umzusetzen, Fallschirmspringer wenige Sekunden und BASEer Sekundenbruchteile.

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Eine neue Erfindung sind Wingsuits definitiv nicht. Allerdings sehen sie heute besser aus und sind auch wirkungsvoller als die klobigen Baumwollanzüge der ersten Jumpsuits.

Nun zum Wingsuit. Erstaunlicherweise ist er eigentlich so alt wie das Fallschirmspringen selbst, das sich in den 1960ern aus den USA als zivile Sportart entwickelte. Die ersten “Sprunganzüge” hatten damals in Action-Filmen schon Stoff unter den Armen (ausgebreitete “Flügel”), weil man sich davon mehr Auftrieb erwartete.

Gypsy Moths (1969) mit Burt Lancaster, Gene Hackman und Scott Wilson ist ein uriger Film aus dieser Zeit. Dann wurden die Anzüge immer enger und  körpernaher (“Ganzkörperkondom”) bis man einsah, dass es mehr von der Ausprägung des einzelnen Springers (Gewicht zu Körpergröße) und von der ausgeführten Art des Freifalls abhängt, wie der Anzug beschaffen sein sollte.

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I-Bird ein Einsteigermodell zum Wingsuitfliegen. Foto: TonySuits

Wings, also ausfaltbarer Stoff zwischen Armen und dem Körper und zwischen den Beinen sollen den Fall verlangsamen. Das begannen zuerst nur die Fotografen zu nutzen, als sie noch mehrere Kilos an Video- und Foto-Kameras am Kopf trugen. Die Höhe über dem Boden, ab der der Freie Fall beginnt, bestimmt die Zeit, die einem vor der Öffnung des Fallschirmes und damit einer sicheren Landung bleibt. Wenn ich bei gleicher Höhendistanz zum Boden aber mehr horizontale Distanz fliegen kann, dann ist mehr Zeit für Spaß und Sicherheit übrig.

Das nutzen Fallschirmspringer, aber eben vor allem auch BASEer, bei denen die Freifallzeit aufgrund der niedrigen Absprunghöhe extrem kurz ist, um diese zu verlängern und damit auch größere horizontale Distanzen im Freifall zurückzulegen. Wingsuits dienen also aufgrund der verlängerten Freifallzeit der Sicherheit und sind nicht per se gefährlich.

Allerdings sind Wingsuits eine weitere Komplexität, die ich als Springer zu beachten habe (mehr Handgriffe, mehr Möglichkeiten, dass etwas schief geht). Komplexität kann man aber auch durch beabsichtigte Wasserlandungen, Event- oder Rekordsprünge oder vieles andere mehr erhöhen. Man sollte eben wissen, was man tut, und was welche Konsequenzen hat. Ein ausgezeichneter Artikel fürs Beginnen mit dem Wingsuit-Fliegen stammt von Rolf Brombach; er war entweder im FreifallXpress oder in den Pink News (für Springer).

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Masai – das Trackingmodell Foto: TonySuits

Unter Proximity Flying versteht man das Fliegen über Hängen und entlang der Bergrücken. Das kann man mit Fallschirmen (eher Gleitschirmen) machen, aber auch mit Wingsuits. Letzteres ist riskant und man sollte über die Auf- und Abwinde an welchen Hängen zu welcher Tageszeit im Fluggebiet Bescheid wissen. Mit Planung und Wissen ist vieles machbar; nicht für jeden, aber sicher für einige.

Zu spezifischen BASE-Abstürzen möchte ich mich nicht äußern. Diese Beurteilung steht mir nicht zu. Im Gegensatz zu Flugunfällen lässt sich hier nicht immer im Nachhinein genau bestimmen, was der Grund des Absturzes bei einem erfahrenen BASEer war. Was er gedacht hat und warum er eine vielleicht notwendige Handlung nicht (schnell genug) gesetzt hat.

Dass es immer im Leben Menschen gibt, die etwas sehen und denken: ach, das kann ich auch locker – obwohl ihre Kenntnisse und auch ihre Disziplin weit davon entfernt sind, ist leider Tatsache.

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Um mit dem Jedei zu fliegen, sollte man schon einige Erfahrung mit Wingsuits haben. Foto: TonySuits

BASEen ist stark risikobehaftet, dessen ist sich aber jeder im Klaren. Es ist wie immer im Leben eine Abwägung von persönlichem Einsatz/Aufwand und Output. BASEer generell (Ausnahmen gibt es wie überall) sind sicher keine “suizidalen Idioten”. Ja, es sind Menschen, die an ihre Limits gehen. Wie Rennfahrer und andere Extremsportler. Sie tun das meist für sich und weniger, um “anderen spektakuläre Aufnahmen zu hinterlassen“.

Zwei Aspekte, deren Diskussion sicher ohne Ende ist und ohne einer unwiderlegbaren Zahl als einfachen Output:

1 Auf die Gefahren beim BASEn mit Proximity Flying durch Wingsuits fokussiert dieses Video.

2 Dass Menschen, die das tun, ihr Leben leichtsinnig aufs Spiel setzen, streite ich ab (erneut, generell gesehen, die Mehrheit, einzelne sind stets ausgenommen). Springer sehen wie alle Menschen, die an ihre Grenzen gehen, das Leben als etwas Besonderes, aus dem man mehr herausholen kann, als auf der Couch zu sitzen und von da aus über andere und deren Leben zu lamentieren. Die intensive Vorbereitung zu einem Extremsprung und das Absagen dessen, wenn etwa der Wind dem Tag absolut nicht passt, gehören genauso dazu wie der Sprung selbst. Zu Leben, heißt Leben zu erfahren, mit jeder Faser Deines Körpers zu spüren und die Zeit, die du auf diesem Planeten hast, bestmöglich zu nutzen. Letzteres ist für jeden etwas anderes. Für manche langt eine Fahrt auf der Achterbahn, andere erleben das bei ihrem ersten Sprung (und danach), und bei wieder anderen setzt dies erst beim Proximity Flying ein. Darüber zu urteilen, wie jemand dies umsetzt (ohne anderen dabei zu schaden!) halte ich für anmaßend.

Ein Link zum VDO (Verein Deutscher Objektspringer), dem hiesigen BASE-Verband (so etwas kann es auch nur Deutschland geben 😜). Wer sich ernsthaft fürs legale BASEen in Deutschland interessiert, möge bitte vor seinem ersten Sprung Kontakt mit dem VDO aufnehmen.

 

 

Fallschirmspringen zum Ansehen

Skydive-TV, ein Fernsehsender im Internet, überträgt große Events des Sports. Wer da hineinsehen möchte:

Am Dienstag, 23. August beginnt der Swoop Wettbewerb der FAI (6th FAI World Canopy Piloting Championships) in Kanada. Einfach landen war gestern… Das ist Kunst. Die tödlich enden kann, wenn man sie nicht beherrscht.

Zum Vormerken: Im Herbst, 22. bis 31 Oktober zeigt der Online-Sender die US Nationals in Eloy (Arizona), also Freifall auf Weltklasseniveau.

Hier ein Link in Englisch, der die einfachsten Fragen zum Fallschirmspringen beantwortet. Die Fragen reichen von: Was ziehe ich an bis zu: Wie kriege ich im Freifall Luft.

Wer es gerne etwas vertiefter haben möchte (für Springer), der sollte im Skydiver’s Information Manual (SIM) nachlesen. Ausgedruckt ist das eine ziemlich dicke und schwere Schwarte, online gibt es das SIM als PDF und in anderen Versionen zum Download kostenfrei.

 

For our international friends

Skydive-TV,  an online and mobile skydiving TV channel, will be returning to cover the 2016 Nationals in Eloy. Skydive-TV has covered many of USPA’s Nationals events over the past several years and is planning to broadcast all the action from Skydive Arizona each day throughout Nationals. Those interested in learning more about Skydive-TV and advertising opportunities can visit skydive-tv.com.

Oshkosh 2015: Dienstag

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Rod Machado im FAA Hangar

Der Tag begann für mich mit einem Vortrag von Rod Machado, einem sehr inspirierenden Piloten und Instruktor. Einer, der weiter denkt und es schafft, den Zuhörern (sogar Piloten) so charmant einen Spiegel vor die Nase zu halten, ohne dass sie sich getroffen fühlen, aber trotzdem aus den Fehlern anderer lernen.

Diesmal ging es bei seinem Vortrag um die menschliche Psyche und, warum wir manchmal die falschen Entscheidungen treffen. Stets mit Beispielen aus der Praxis des Fluglehrers.

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Nasa ist unter anderem mit einem Model der und Informationen zur Orion Kapsel vertreten. Vorgeführt von einem Boeing Ingenieur. Outsourcing.

 

 

In Oshkosh gibt es so viel zu sehen, so viele spannende Piloten zu treffen, von denen man lernen kann, dass man die Rosinen nur nach eigener Wahl picken kann. Und dabei weiß, wie viel man durch die eine Entscheidung verpasst.

Drohnen waren heute ein weiteres Thema aut meiner Agenda. Zum ersten Mal gibt es auf dem Event einen Drone Cage, einen Drohnen Käfig, in dem Hersteller ihre Copter den Besuchern live vorfliegen können. Das Netz ist notwendig aus gesetzlichen Gründen, da wir uns hier auf einem (sehr) aktiven Flugplatz befinden und man da eigentlich keine Drohnen fliegen lassen darf in den USA.
Gleich anschließend an die Freiflugfläche liegt die Innovation Hall, in der viele unterschiedliche Hersteller ihre Drohnen ausstellen. Auch Länder-Exoten wie China sind ausgiebig vertreten. Die Drohnen reichen von Minispielzeugen bis zu etlichen Kilo schweren und zig-Dollar teuren professionellen Geräten.

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DSCN5971 KopieDas war ein weiteres spannendes Objekt in der Innovation Hall, der Skyrunner. Ein robustes Off-Road Vehikel, das mit einem Fallschirm abhebt und fliegt.

DSCN5982 KopieDen Skyrunner virtuell mit einem Oculus Rift zu fliegen, macht echt Lust auf die Erfahrung in der Wirklichkeit.

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Duffy, Gulcin und Jim, alle Weltrekordhalter und Teilnehmer an B. J. Worth’s World Team: Eagles Over Oshkosh.

Die nächste Session war eine Einführung für nicht Springer für den Sequential Formationsrekordversuch am Mittwoch über Oshkosh. Das World Team unter der Leitung von B. J. Worth trainiert schon die ganze Woche recht erfolgreich über Skydive Chicago und wird am Mittwoch und am Freitag versuchen, den Weltrekord über Oshkosh neu zu setzen.

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Vermutlich die beste Deutsche Kunstflugpilotin (sie lebt allerdings schon länger in der USA): Dagmar Kress, meine Fluglehrerin, die mich vor Jahren bei den American Flyers in Ft. Lauderdale zur amerikanischen Privatpilotenlizenz begleitete.

Dass man in Oshkosh unvermutet und ohne Verabredung mehr bekannte Piloten trifft als mit zeitlich terminierten Verabredungen ist eine alte Weisheit. Der meist gesagte Satz am Handy ist: „You are coming in broken“, übersetzt etwa: „Ich krieg‘ nur jedes 10. Wort mit, das du gesagt hast.“ Das traf auch gestern auf die Verabredung mit Jessica Cox zu.

Alles, was ich mitbekam war: Jessica…………………… now. Mit messerscharfem Schluß vermutete ich, dass sie unseren Interviewtermin vorverlegen wollte. Ich antwortete mit den mehrfach wiederholten Worten: „Control Tower okay now“ und es klappte.

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Wenn es schon in der Ankündigung heute für morgen um Fallschirmspringen auf dem AirVenture geht, dann gibt es auch mal ein zugehörges Foto aus der Airshow.

 

DSCN6012 KopieVieles hier wird von unbezahlten freiwilligen Helfern (Volunteers) gestemmt. Anders wäre dieses Event vermutlich auch gar nicht durchzuführen. Dr. Arnold Angelici bespricht mit Helferin Katie Grable in einer der drei Ersten-Hilfe-Stationen, was beim nächsten Patenten anliegt. Allerdings kennt den FAA Fliegerarzt hier jeder nur unter seinem Spitznamen: Arnie, Rufname bei den T-6 Piloten ist Doc. Arnie ist der Pilot und Eigentümer der orangeroten südafrikanischen T-6, mit der ich in der Formationflug am Sonntag nach Oshkosh einschweben durfte.

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Die Gesprächsrunde wurde geleitet vom früheren ABC Good Morning America Sprecher David Hartman. Bei den Diskussionen der beiden Brüder Burt und Dick Rutan kam er allerdings kaum zu Wort. Ganz rechts Mike Melville.

Das war noch ein richtiges Sahnestückchen spätabends, ein historisches Ereignis, für das es sich lohnte, weitere Stunden an Schlaf zu opfern.

Die Brüder Burt und Dick Rutan diskutieren mit Testpilot Mike Melville in einer Rückschau über 50 Jahre Flugtests.

Burt Rutan ist der Techniker, der Erfinder, Entwickler, der Ingenieur. Klarerweise ist auch er ein fliegerischer Haudegen, aber das ist eigentlich die Sache von Fighterpilot Dick Rutan, der sein Image jahrelang als Draufgänger gut gepflegt hat.

Die Brüder könnten unterschiedlicher nicht sein, außer dass sie beide Außergewöhnliches für die Luftfahrt geleistet haben. Und: dass einer ohne den anderen vermutlich nicht so viel erreicht hätte im Leben. Burt wäre ohne die gekonnte Vermarktung und Zurschaustellung seiner Leistungen durch Dick vielleicht eher der exotische Bastler geblieben und Dick hätte weniger extreme Flugzeuge gehabt, die er stolz als erster testgeflogen hatte.

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Über die staatlich geförderte Nasa zu schimpfen oder sich zumindest lustig zu machen, gehört zu Burt Rutan. Auf diese Leistung ist er besonders stolz: Ein physikalisches Teil, das er als unabhängger Ingenieur entwickelt hat, schafft es bis zu Pluto.

So war die enge Zusammenarbeit jahrzehntelang mehr eine ungeliebte, aber sehr erfolgreiche Zweckgemeinschaft als eine enge, herzliche brüderliche. Mit den Jahren scheint aber das Verständnis für den anderen zu wachsen und so sprachen sie öffentlich erstmals gemeinsam über den Start von Voyager, über den jeder so seine eigene Sicht der Dinge hatte. Das war unheimlich spannend, wie sich das live vor den Augen der Zuhörer entwickelte und ein Wissensgewinn in einem historischen Moment (oder eher über Stunden).

Zum ersten Mal hörte ich auch Dick über Jeanna Yeager sprechen. An einem Abend in der 1980ern, als ich die Ehre hatte, am Tisch neben Dick Rutan bei einem offiziellen Dinner den ganzen Abend zu verbringen (und er mir mit seiner angeberischen Art damals schon bei der Vorspeise auf den Geist ging) nahm er nicht einmal den Namen Jeanna in den Mund. Fand ich komplett inakzeptabel.

Sicherheit im Flugverkehr: Sicherheitskontrollen am Frankfurter Flughafen

Ein Fallschirmsystem (zwei Fallschirme im Gurtzeug) ist ein Device, das mir und anderen das Leben rettet, nachdem wir in einer Minute Freifall unseren Sport ausüben. In meinem Fall bisher mehr als 2000 mal.

Für jeden Springer ist daher sein Gurtzeug das erste, was er in Sicherheit und an brütend heißen sonnigen Tagen in den Schatten und ins Kühle bringt. Er schützt es vor Regen und Sonne, lange bevor er an sein eigenes Wohl denkt. Selbst bevor man sich nach der Landung bei 30 Grad aus dem am Körper klebenden Plastik-Sprunganzug schält, oder sich um andere Habseligkeiten kümmert, werden Schirm und Gurtzeug zuerst in Sicherheit gebracht.

Nun reisen Fallschirmspringer viel. Weltweit. Zum einen, weil es hierzulande meist sechs Monate oder mehr kalt ist (in der Höhe, in der wir das Flugzeug verlassen, hat es rund 15 Grad weniger als am Boden), Sonne zwar dem Schirmgewebe nicht allzugut tut, umso mehr aber dem Springer. Zum anderen, weil aus Lärm- und Beschwerdegründen selbst der Deutsche Rekord schon seit Jahren in Arizona gesprungen wird. An einem Platz, an dem Springer mehr als Willkommen sind und nicht wie meist hierzulande als Übel angesehen werden.

Und über den Atlantik kann man schlecht radeln, oder den Zug nehmen. Auch entgegen anderer Meinung der Sicherheitskontrolleure am Frankfurter Flughafen. Weltweit sind Sicherheitskontrolleure an größeren Flughäfen üblicherweise geschult, in ihrem Röntgengerät einen Fallschirm zu erkennen. Nicht so in Frankfurt. Einige Metallteile (genauer gesagt das Drei-Ring-Trennsystem des Hauptschirms) konnte Kontrolleur Otto Lemb an meinem Gurtzeug beim obligaten Security Check vor dem Abflug nicht zuordnen. Was ihn dazu veranlasste, zunächst vor meinen Augen – ich wurde aber daran gehindert, den Schutzbag, in dem sich das Gurtzeug befand, selbst zu öffnen! – an allen Metallteilen wild herumzureißen. Das kommt bei einem System, bei dem man wissen sollte, was man wozu tut, nicht so gut. Man könnte auch sagen, er versucht, mein Lebensrettungsystem so zu manipulieren, dass es nicht mehr korrekt funktioniert und ich so bei meinem nächsten Sprung abstürze.

An allen Flughäfen weltweit, an denen ich in den letzten Jahren mit meinem Gurtzeug war, muss man entweder selbst vor den Augen des Sicherheitsbeamten alle Handgriffe durchführen. Oder wie etwa in den USA üblich, wird nicht einmal die Tasche über dem Gurtzeug geöffnet, sondern mit einem feuchten Tuch geswiped. In Orlando hatte ich beim Check sogar einen Ex-Marine der Special Forces, der selbst mehrere tausend Sprünge absolviert hat. Der fasste das Gurtzeug fachmännisch an, wusste, wo er nachsehen wollte, und wo er besser nicht mit Kraft daran zieht. Er wusste, wonach er suchte, was er ausprobieren wollte, und vor allem wie ein modernes Fallschirmgurtzeug funktioniert. Im Gegensatz zu Otto Lemb am Frankfurter Flughafen, der nur wild und ohne Sinn und Verstand an den Einzelteilen herum riss.

Was noch schlimmer war, auf meine Beschwerde, packte er das System (erneut unfachmännisch) an und verschwand damit aus meinem Sichtbereich. Schon alleine das veranlasst einen Springer, den Reserveschirm danach vor dem nächsten Sprung neu packen zu lassen. Das kostet so um die 150 Euro und dauert mehrere Tage, wenn man nicht extra bezahlt. Die verliert man also am Zielort, und lässt seine Gruppe, die eigentlich auf die weitere Person wartet, somit im Stich. Abgesehen von den sinnlosen Hotel- und Autokosten für die Tage und die verlorenen Tage. Und das alles, nur weil die 30 Euro, die ich für diesen Sicherheitscheck am Flughafen Frankfurt wie jeder Passagier bezahlen musste, noch dazu führen, dass mein Eigentum und mein Leben in Gefahr sind. Abgesehen von respektlosen Sprüchen wie: „Dann fliegen Sie halt nicht“.
Der von mir hinzugerufene Bundespolizist hat den gesamten unprofessionellen Vorgang leider nicht verhindert. Er blieb mehr oder minder aussen vor und half mir nur, den Namen des Durchsuchenden zu erhalten. Lemb wollte selbst das verhindern.

Seine sinnentleerten destruktiven Aktionen entsprechen – zum besseren Verständnis für Nicht-Springer – dem Vorgehen, wenn einer einen Laptop nimmt, und ihn mangels Kenntnis seines Aufbaus, erstmal mit Schmackes auf den Boden knallt und wartet, ob er dabei kaputt geht. Statt simpel den Deckel hochzuklappen und ihn per Taste einzuschalten, um die Funktionsweise zu überprüfen. Nur, dass bei einer brutalen inkompetenten Handhabung eines Laptops kein Mensch zu Schaden kommt. Dann noch die Aussage: „Wenn Ihnen das nicht gefällt, dürfen Sie eben nicht fliegen“. Ach ja, ist das so am Frankfurt International Airport?

Muss man sich das als Flugpassagier bieten lassen? Warum werden die 30 Euro pro Sicherheitskontrolle nicht in die bessere Auswahl und Ausbildung der Mitarbeiter gesteckt?

Es bringt keinen Sicherheitsgewinn für niemanden, wenn bei einer Kontrolle, jemand gar nicht weiß, wonach er sucht, oder was potentiell gefährlich sein kann. An irgendwelchen Hebelchen oder Schräubchen zu drehen, dessen Funktion derjenige nicht kennt, bringt absolut keinen Sicherheitsgewinn.

Dass dann ein zweites Mal auch alle andere Handgepäckstücke von allen von uns nochmals gesondert untersucht wurden, war reine Schikane. Mit weiteren unnötigen Sprüchen wie: „So viel Elektronik…“ Handy und Laptop sind bei manchen Menschen wohl noch nicht Teil des Lebens.

Meine Kleidung am Flug bestand aus einer körpernahen Hose und einem ebenso körpernahen, dünnen Oberteil. Selbst ein Pflaster auf der Haut hätte man da durchsehen können. Das hat die Sicherheitsdame nicht daran gehindert, mit ihrem Plastikbehandschuhten Händen unter die gesamte Kleidung zugreifen (von oben am Hals und Kopf und in der Taille am Rücken nach unten) und die Haut fest abzutasten. Mit genau den gleichen Plastikhandschuhen, mit denen sie vorher die Sohle der Schuhe mehrfach verdreht und verformt hatte. Für diesen Igitt- und Ekelfaktor auch noch zu bezahlen ist eine Zumutung. Es erhöht die Sicherheit nicht, wenn man den Check auch anders (per genauem Hinschauen) feststellen kann.

Das Schlimme ist, dass unter dem Vorwand der Sicherheit sinnlose Aktionen gefördert werden, die vielleicht das legale System zufriedenstellen, aber keinen Zugewinn an Sicherheit für den Flug bieten. In meinem Fall beim Herumreißen am Gurtzeug für den für die Sicherheit bezahlenden Passagier sogar lebensgefährlich sind.

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Dieser Beitrag ist der erste zu einer Serie über die Sicherheit im Flugverkehr im FlugundZeit-Blog.
Hier geht es zur Übersicht über die Beiträge.

Fallschirmrekord in Oshkosh 2015

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Flight of the Phoenix im Frühling 2011 in Deland, Florida. Ein 192-er, an dem auch einige Deutsche beteiligt waren. Der Einzelspringer rechts ist einer der Freifallfotografen.
Foto: Paraquedismo Sky Company, Brasilien

Die Deutschen liegen vorne mit ihrem nationalen Freifall-Rekord der Relativspringer. Das spornt amerikanische Springer natürlich an. Wettbewerb ist gut und bringt die Leistung aller voran. So plant B. J. Worth, der schon viele weltweite Fallschirmrekorde und Filmstunts (unter anderem GoldenEye, Tomorrow Never Dies …) organisiert hat, auf dem nächsten Fly-In im Sommer in Oshkosh, Wisconsin, (EAA AirVenture Oshkosh 2015) den nächsten Weltrekord.

Das Team wird sich in Skydive Chicago, Ottawa, Illinois, vorbereiten und dort die Übungssprünge vor dem Rekordversuch durchführen. Die Rekordsprünge selbst (Plural, falls es nicht gleich auf Anhieb klappt) sollen am 22. und 24. Juli während der EAA in Oshkosh stattfinden (weather and conditions permitting). Letzteres heißt so viel, wie: …wenn das Wetter und die Umstände vor Ort mitspielen.

Den derzeitigen Weltrekord im Relativspringen (alle Springer fassen sich im Freifall gleichzeitig an und bilden eine Formation (Figur) in der Luft) steht bei 400 Springern. Das ist nicht mehr leicht zu toppen.

Denn nach unten gibt es die Grenze von rund 1000 Metern (3500 Fuß), ab der man den Fallschirm aktivieren muss, um wieder sicher auf der Erde zu landen. Nach oben hin wird die Luft (flapsig gesprochen) immer dünner. Schon die normal übliche Ausstiegshöhe von 13000 Fuß (rund 4000 Meter) funktioniert nur ohne Sauerstoff, weil größere Absetzflugzeuge (Twinotter, Skyvan, Transall) recht schnell auf diese Höhe steigen können. Und der Springer im Freifall nur etwas über eine Minute braucht, um die 3 Kilometer nach unten zu sausen.

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Das nennt sich Dirt-Dive, also das genaue Wissen wo man wann in der Luft zu sein hat und das auch physisch am Boden auszuprobieren vor dem Sprung.
Foto: Paraquedismo Sky Company, Brasilien

Alle Absetzhöhen über 4000 Meter brauchen Sauerstoff an Bord für die Springer (und die Piloten natürlich). Eine Druckkabine wie in einem Passagierflugzeug hat ein Absetzflieger aber nicht, wir wollen ja die Türe (meist Scheunentorartig bei größeren Flugzeugen) im Flug öffnen. Also „hängt“ jeder an einer Sauerstoffleitung im Flugzeug oder hat eine eigene Sauerstoffflasche. Und leider bringt mehr Höhe auch nicht proportional mehr an Zeit, weil man durch die „dünne“ Luft auch schneller fällt. Abgesehen von der schlechteren Versorgung des Gehirns.

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Die Einteilung der Springer in die Flugzeuge mit jeweiligem Teamkapitän.
Foto: hkl

Die 400 Springer bilden also schon eine Grenze, die zurzeit nicht leicht zu toppen ist. Darum führte die FAI (Der Weltluftsportverband) in 2013 die Rekordkategorie Großformation mit mehreren Punkten (Large Formation Sequential) ein.

So sollen die 100 oder wie viele auch immer Springer sich nicht nur in der Luft zusammenfinden und durch Anfassen eine zusammenhängende Formation bilden, sondern diese auch wieder „öffnen“ und zu einer weiteren Formation wieder schließen. Einem weiteren „Punkt“ also. Mehrere Punkte zu fliegen ist auch im normalen Formationsspringen das Ziel. Aber da sind es vier oder acht oder meist bis zu 20 Springer, die in einem Sprung mehrere Formationen sicher ausführen. Bei mehr als 20 (oder 22, je nach Antrieb des Flugzeugs) Springern braucht man meist auch mehr als einen Absetzflieger. Und das verkompliziert die Sache. Der enge Anflug vieler Flugzeuge, die Kommunikation zum gleichzeitigen Aussteigen – und wenn geht, dann bitte noch über dem Landeplatz – das muss schon gut geplant und organisiert werden.

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So sieht der Plan aus. Jeder Springer weiß genau, in welchen Sektor der Formation er fliegen muss und welchen „Flugweg“ er also benutzen darf ohne die Springer hinter/über ihm zu gefährden.
Foto: hkl

Der derzeitige Rekord bei den Large Formation Sequential liegt für 3, 4 und 5 Punkte bei 106 Springern, gesprungen im September 2013 in Ampuriabrava, Spanien. Das soll nun auf der EAA überboten werden. Geplant ist, so Ed Scott, Executive Director des amerikanischen Fallschirmverbandes USPA,  ein 108-er mit 3 Punkten.

Der FlugundZeit-Blog wünscht allen Teilnehmern für den Rekordversuch im Sommer in Oshkosh:

Blue skies and safe jumps!

 

 

(An meine Fallschirmspringerkollegen: Ich habe in vielen Erklärungen vereinfacht. Die Zielgruppe des Blogs sind auch (Noch-)Nicht-Fallschirmspringer. My humble appologies)

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Zeit zum koordinierten Trennen der Formation, bevor in ebenso vorher abgesprochenen Gruppen die Springer zeitlich und meist auch leicht höhenversetzt ihre Schirme öffnen um Kollisionen in der Luft zu vermeiden.
Foto: Paraquedismo Sky Company, Brasilien

 

Skydive Zephyrhills!

hkl-jumpNach etlichen Regentagen hat sich die Sonne endlich durchgekämpft. Sogar die nächtlichen Temperaturen sind wieder mehr als nur 3 Grad. Da trauen sich sogar die Floridianer (die Locals) wieder auf den Platz. 🙂 Mich eingeschlossen.

TK hat sein Versprechen eingelöst: Es gibt ein wunderschönes und wirksames Anti-Bird-Sh*t-Cover über dem Patio. Vielen Dank!

Und, TK hat lehrreiche Informationstafeln für die Whuffos (=Nichtspringer) aufgestellt, die hier im Blog zur allgemeinen Info abgebildet sind. Sie sind aufgrund der internationalen Zusammensetzung der Springergruppen auf Englisch. Aber wer sich mit Fallschirmspringen ernsthaft befasst, kommt ums Englische sowieso nicht herum.

Worum geht es? Was alles kann man als Fallschirmspringer in der Luft tun?

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Dem typischen weltweiten Fallschirmzeichen (mit einer Rundkappe) entsprechen heute maximal Lastenfallschirme. Sport- und Militärkappen sehen eher wie Luftmatratzen aus:

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Am ehesten kommt der Fußgänger (Whuffo) wohl mit dem Tandemsprung in Kontakt zum Fallschirmspringen. Ist auch in der Ausbildung das Erste, was er nach oder vor einem „Ground Course“ macht.

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Die nächste Tafel ist für Leute, die es tatsächlich bis zum Flugplatz schaffen, auf dem gesprungen wird.

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Das Folgende ist eher ungewöhnlich, habe ich aber auch schon auf der Sun ’n Fun mit dem Liberty Parachute Team durchführen dürfen: Ein militärischer Flag-Jump, heute in Z-Hills.
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flag2(c) alle Fotos: MS (hkl)