Der gesunde Menschenverstand

Vor etlichen Jahren entdeckte ich an einem meiner Stöbernachmittage bei Barnes&Noble ein Buch mit dem Titel: „How to Get Common Sense“. Was in etwa heißt: Wie man den gesunden Menschenverstand lernt.

Die durchaus ernst gemeinten Tipps beim Durchblättern entsprachen dem Niveau des Titels – für Normalbelichtete Leser zum Zerkugeln, à la Katze nicht in Mikrowelle stecken…

Auch im neuen Buch von Bestsellerautor Martin Lindstrom sind die Fallbeispiele real, aber als Leser nickt man bei jedem Satz mit dem Kopf und denkt: Ja, ach herrje, kenn‘ ich auch…

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Weihnachtsträume

Manche sind oben (fliegen an den Feiertagen im Einsatz), viele bleiben am Boden in der warmen Stube und manche glauben, dass es genau ihnen am schlechtesten geht. (Ein Besuch in einem Krankenhaus in diesen Tagen holt Nörgler schnell auf den Boden der Tatsachen.)

Flugundzeit zeigt hier einige Fotos für alle, die an den Feiertagen ein wenig von besseren Zeiten träumen, über den eigenen Tellerrand hinaus sehen können und sich auf die Nach-Corona-Zukunft freuen. Auch wenn die vielleicht anders aussehen wird als die Zeit zuvor…

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Weihnachten 2020

Flugundzeit wünscht allen Lesern und Leserinnen super angenehme Festtage und alles Gute für das Neue Jahr. Und für alle, die an den Feiertagen im Diensteinsatz für andere sind: eine problemlose und sichere Arbeitszeit.


Weil dieses Jahr von Grafikdesign (Bärli und der Rotnasige) und Physik (Quantengravitation) gekennzeichnet war, noch ein kleiner Exkurs aus meinen beruflichen Anfängen 😉

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Wir planen ein Mars-Habitat

Artist Impression. (c) NASA

Ein Weihnachts-„Geschenk“-Tipp der anderen Art: Eine Aufgabe gemeinsam lösen. Auch wenn man sich vielleicht gerade nicht am gleichen Ort befindet und sich mit einigen Personen nur über die Zwischenstände austauschen kann. Anderen (Freunden, Familie) sinnvoll verbrachte Zeit zu schenken. Das geht sogar in Coronazeiten. Ohne „Mensch ärgere dich nicht“. Und sogar zukunftsorientiert.

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Last Minute Weihnachtstipp 2015-2: In welchem Universum wohnt Gott?

Eigentlich heißt das schmale Büchlein: Zwei Seiten einer Medaille. Was sich im tieferen Sinn auch auf die zwei Autoren beziehen kann: Der Physiklehrer Michael Grün schreibt den ersten Teil aus seiner Sicht und dann folgt der Management-Trainer Pater Anselm Grün und erklärt, warum sich der Glaube an Gott durchaus mit der (etwas allgemeiner ausgedrückt) modernen Physik und zeitgemäßen Forschung vereinen lässt.

Albert Einstein, der Entwickler der Relativitätstheorie, war ein gläubiger Mensch, Marie Curie, zweifache (naturwissenschaftliche) Nobelpreisträgerin – nicht. So eindeutig scheint es also auch bei den Großen unter den Wissenschaftlern nicht zu sein.

Und dann wäre da noch die Frage eines achtjährigen Mädchens: “In welchem Universum wohnt denn nun Gott?” Am Mond wohnt er nicht, am Mars wohl auch nicht, das wissen wir. Wissen wir? Und wie sieht es jenseits des Kuiper Gürtels aus?

Fragen über Fragen. In der Weihnachtszeit bietet sich vielleicht die Gelegenheit, einmal innezuhalten vom Trubel und Stress und ein wenig über den Sinn des Lebens, Gott und die Quantenphysik zu philosophieren. Allein oder am Mittagstisch mit den Kollegen. Oder auch mit Jugendlichen, die sich über das kleine Geschenk als Diskussionsgrundlage freuen.

Initiator des Büchleins war Michael Grün. Er hatte die Vorlesung (Gott und die Quantenphysik) mehrmals gehalten und war dann öfter auf eine schriftliche Zusammenfassung angesprochen worden. Und wenn man dann schon einen Bruder hat, der so viele Bücher über und zum Sinn des Lebens und wie wir uns warum wann verhalten sollen, geschrieben hat, dass er die Anzahl selbst aus dem Stehgreif nicht parat hat, dann soll der eben auch noch seine Sicht der Dinge ergänzen. Perfekt.

Der Physiklehrer schildert leicht verständlich und angenehm zu lesen, wie sich Religion und Physik entwickelt haben – in der Antike (Platon) waren sie noch ein und dieselbe Wissenschaft. Wieweit man nun zustimmenderweise seinen Ausführungen bis zur heutigen These folgt, den Urknall als die religiöse Schöpfung zu sehen – wenn vorher nichts war, dann soll das Sinn machen, sei jedem selbst überlassen. Der vielfache Bezug von namhaften Physikern zu ihrer Zeit und dem jeweiligen Glauben in der Zeit ist aufschlussreich und wie alles Systemübergreifende, erhellend. Viele (mit der physikalischen Materie Vertrauten) bekannte Bilder ergänzen sein Ausführungen.

Am Mond wohnt er nicht, am Mars wohl auch nicht.
In welchem Universum ist Gott?

Pater Anselm Grün nähert sich der Quantenphysik von der religiösen Seite. Mit vielen Zitaten aus der Bibel geht er auf die Erkenntnisse der Quantentheorie ein und setzt beides in Relation. Die Grundlagen der Relativität, Nicht-Objektivität und Nicht-Lokalität frischt der erste Teil locker und verständlich auf. Die darauf folgende Herangehensweise von der theologischen Seite (auch Anselm Grün ist Physiker) ist philosphischer. Eine ausführliche weiterführende Literaturliste zu beiden Teilen ergänzt die Texte.

Es ist kein Buch, das man verschlingt wie Hieroglyph (erster Weihnachtstipp 2015). Zumindest wenn man über den Sinn der Worte und die eigene Stellung dazu reflektiert. Es hat auch nicht wie Hieroglyph 532 Seiten, sondern nur kleine 128. Trotzdem:

Lesen. – – –

Reflektieren, wie das eigene Weltbild dazu aussieht.

– – –Zeit zum Nachdenken über die eigene Denk-Position, Zeit zum Diskutieren mit Freunden.

Weihnachten 2015.