
Gar nichts oder sehr viel. Aber das sehen wir uns näher an.


Glaubt man den Grabreden der Autojournalisten, dann war das die letzte IAA (Internationale Automobil Ausstellung) in Frankfurt, so, wie sie die Besucher und die Presse liebten. Mit viel Trallala und Bohei um neue Automodelle. Dazu sollte man erwähnen, dass Autojournalisten schon immer eine besondere Kategorie Journalisten waren. Sie entsprachen dem Bild, das die Werbung von der Journaille zeigt und damit dem Allgemeinbild: verhätschelt von den Firmen, roter Teppich und bezahlte Luxus-Events und Reisen.

Nun – zahlreiche Betrügereien in der Branche und eine veränderte Gesellschaft später – fehlt das Geld an allen Orten. Manche Firmen oder Konzerne wie PSA (Citroen, ..) oder Tesla kamen gar nicht zur IAA 2019. Die, die da sind, wie BMW oder Mercedes haben auf ein Drittel ihres Ausstellungsplatzes reduziert. An den Ständen fehlt das Leben und der Rummel. Man kann die Messe nun mehr in einem Tag locker ansehen, früher brauchte man etwa für die Mercedes-Halle alleine einen Tag.
Die Buchmesse ist ein positives Beispiel, wie man die Veränderung in der Gesellschaft auffangen und sich rechtzeitig umorientieren und anpassen kann, die angestammten Autobauer haben eine rechtzeitige Neuausrichtung versäumt.
Was hat das alles mit der Luftfahrt zu tun?
Jetzt zurück zur Luftfahrt. Hier wähnen sich die Player ja gerne in einer Blase, in einem Kokon, a la: Disruption? Das kann uns doch nicht passieren. Die Musikindustrie, der Journalismus, die Buchindustrie, das Finanzwesen – keiner kam oder kommt am Neuanfang vorbei. Nur die Luftfahrt wähnt sich noch als unantastbares Edelwesen, obwohl das Wort Flugscham schon zum Allgemeinplatz wird.

Zurzeit kämpft die Autoindustrie mit den Problemen, irgendwann mit selbst fahrenden Autos die volle Autonomie (in der Fachsprache Level 5) zu erreichen. Manche meinen, das sei ein unlösbares Problem, andere sehen es als Frage der Zeit.
Egal wie, wir sollten uns als Luftfahrer da mehr einbringen, denn manche Herausforderungen wie die Akzeptanz der Passagiere, der berechtigte Widerstand der Piloten und vor allem die Sicherheitsaspekte (Security ebenso wie Safety) werden uns genauso betreffen. Und wenn wir uns jetzt nicht einbringen, müssen wir uns später mit vorhandenen Regeln und Vorschriften herumschlagen.
Mehr zu den einzelnen Aspekten und Herausforderungen der künftigen Mobilität in einem eigenen Beitrag.

