Airbus versus Piloten

Sind wir technisch soweit, dass nur ein Pilot im Cockpit von großen Linienmaschinen ausreicht, um das Flugzeug sicher vom Start bis zur Landung zu begleiten?

Das ist eine ongoing Diskussion, die vorläufig in den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreichte. Schon damals war Airbus einer der Treiber, der seine Flugzeuge mit möglichst geringer Cockpitbesatzung anbieten wollte.

Die Technik ändert sich, die automatisierten Vorgänge ohne Menschen werden mehr. Aber sind wir in einem Bereich, in dem Sicherheit das oberste Gebot sein sollte, wirklich schon so weit?

Mehrere internationale Pilotenvereinigungen meinen: Nein.

Sicherheit gegen Effizienz

In einem Schreiben an Airbus-CEO Guillaume Faury vom 6. August forderte der Präsident der Air Line Pilots Association (ALPA), Kapitän Jason Ambrosi, den Hersteller auf, seinen Vorschlag zur Reduzierung der Cockpitbesatzung von zwei auf eine Person in der kommerziellen Luftfahrt zu überdenken.

Das Thema hatte ich in meinem Berufsleben schon mehrfach beschrieben, im Fliegermagazin und auch auf Flugundzeit, etwa:


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Über die Autorin

Die Journalistin Helga Kleisny ist diplomierte Physikerin (TU Wien), Fallschirmspringerin und Pilotin. Nach Arbeitsorten weltweit (Wien, Taipeh, Boca Raton (FL), München, Frankfurt…) sind ihre Haupt-Lebens- und Arbeitsorte nun in Deutschland und in den USA. Sie schreibt als freie Luft- und Raumfahrtjournalistin. Ihre Begeisterung für alles Technische und die Natur, am besten in Kombination, zeigt sich in ihren Büchern und in Seminaren und Vorträgen.