BM26: Skurriles und Unerwartetes

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Auf der Buchmesse geht es längst nicht mehr nur um Bücher. Das gesamte Drumherum nimmt immer mehr Raum ein und drängt sich zunehmend in den Vordergrund. Und das keineswegs nur im Bereich Papeterie. Auch quer durch die Messehallen begegnet man Lesestützen, Foto-Hotspots, Notizbüchern, E-Readern und allerlei weiteren Produkten rund ums Lesen und das Buch (siehe auch Beitrag 1).

Dafür fallen die unerwarteten Begegnungen, die früher gefühlt im Minutentakt passierten, mehr und mehr weg. Es gibt noch einige Prominente, Autoren und andere, denen man live begegnen kann, aber die muss man mittlerweile auf Veranstaltungen gezielt suchen.

Eines der seltenen Male in diesem Jahr, bei denen ich im Vorbeigehen (auf der Suche nach einer anderen Bühne) auf unerwartete Begegnungen stiess: Elke Heidenreich, die sich da gerade wieder über den Buchrezensionsschreck Denis Schenk ausgelassen hat.

Einige von den ungewöhnliche Highlights rund ums Buch stellen wir jedes Jahr vor. Bitte sehr:

Dieser Einstein-angehauchte Opa stellt auf Kopfdruck (Armlehne) psychologische Fragen. Er ist so eine Art ChatGPT mit Plastikkörper. Auf einem Plastiklederstuhl. Die Firma vermarket ihn als Desktop Therapist.

Das hat mit Buch noch weniger zu tun als der Einstein Psychologe. Hier kann man reelle Blumen verschicken (lassen) mit einer gesprochenen Grußbotschaft. Um dem Unpersönlichen (man überbringt die Blumen nicht mehr selber) einen Touch verbale Anteilnahme zu geben. Läuft angeblich gut an.

Tassen für Tee oder Kaffee kann man ja noch wenigstens mit Lesen und Bücher schreiben verbinden.

Über die Erlebniswelten zum Thema Crime hatten wir schon im ersten Beitrag berichtet. Es gab mehrere und sie fanden viel Zuspruch. Auf die Fitzek-Socken könnte ich verzichten. Offensichtlich gibt es dafür aber einen Markt, genauso wie für seine millionenfachen Bestseller, von denen mir einer schon zu viel war.

Das war die (noch) kurze Schlange an einem der ersten beiden Fachbesuchertage. Ein Eisstand mitten unter den Buchanbietern. Eis, Zmrzlina, eines der wenigen Worte, die ich auf tschechisch kann… 🙂

Bleiben wir beim Essen, oder besser Naschen. Diese goldenen Schokostückchen musste man sich erarbeiten. Erst das Beantworten einiger Fragen zur Bundesbank lieferte den Code zum Safe. Nette Idee.

Alkohol und Mord gehören nach Meinung von Kriminalisten sicher zusammen. Hier gibt es allerdings die sanfte Version ohne Blutvergießen. Eine Firma, die ihre wohl etwa haarsträubende Firmengeschichte in ein Detektivspiel umgesetzt hat und sie als Krimi-Dinnerbox zum Verkauf anbietet.

Kommen wir zum Abschluss wieder zu Buch zurück. Die drei Bücher stehen in meinem Bild absichtlich auf dem Kopf. So wird die Serie auch optisch im Cover zusammengehalten. Beeindruckend.


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Über die Autorin

Die Journalistin Helga Kleisny ist diplomierte Physikerin (TU Wien), Fallschirmspringerin und Pilotin. Nach Arbeitsorten weltweit (Wien, Taipeh, Boca Raton (FL), München, Frankfurt…) sind ihre Haupt-Lebens- und Einsatzorte nun in Deutschland und in den USA. Sie schreibt als freie Luft- und Raumfahrtjournalistin. Ihre Begeisterung für alles Technische und die Natur, am besten in Kombination, zeigt sich in ihren Büchern und in Seminaren und Vorträgen.