1) Slinky Kreaturen
Gut, die Farbe meeresblaugrün bei dem abgeschnittenen Kinder-Strumpfhosen-Bein war die meine. Den Slinky (die Älteren unter uns werden sich noch daran erinnern), da hineinzupacken ist schon die erste Herausforderung.
Die darüber gestülpte Deko bei den anderen, die mehr Zeit für die Gestaltung übrig hatten, war vielfältig: Mit Kulleraugen, Glöckchen im Inneren, bunten Beinchen aus Pfeifenreinigern und Federkleid ließ sie aller Phantasie freien Lauf.
Ready.Steady. Make.
Auf die Plätze. Fertig. Tun!

Die so aufgemotzten Slinkys spiegeln die eigene Persönlichkeit wider und die Freude in den (erwachsenen!) Gesichtern, die ihre neuen Gefährten mit nachhause nehmen ist groß. Die der Wissenschaftler, die die verpackten Exemplare vorher noch begutachteten, ebenso.

Aber der Spaß hat auch einen Forschungssinn: Alle Ergebnisse der interaktiven Ausstellungen werden von den jeweiligen Wissenschaftlern, die sie angestossen haben, später ausgewertet.
Initiiert hat diese gut besuchte Veranstaltung Dr. Katie Gaudion. Sie ist Designforscherin und arbeitet seit über 14 Jahren mit neurodivergenten Menschen zusammen, die möglicherweise eine einzigartige Art haben, zu denken und die Welt zu erleben.
Gaudions Forschung untersucht vor allem, wie Design die physische Umgebung für autistische Menschen verbessern kann.

2) Welcher Vogel singt da?
Dazu gab es vor einigen Jahren eine App in Deutschland. Als die wissenschaftliche Arbeit aus den von der Bevölkerung gesammelten Daten beendet war, wurde die App nicht mehr upgedated und versank im Nirwana.

Vom Cornell Lab in den USA gibt es nun eine APP, die das Wandererherz wieder aufleuchten lässt. Dr. Danielle Hinchcliffe, Lecturer in Conservative Biology and Ecology an der John Moores University, MSc Wildlife Conservation Programme Leader, verweist uns im Blue Coat Garten auf die Merlin Bird ID – App.
Die APP kann auf Android- und iOS-Geräten heruntergeladen und genutzt werden. Das Cornell Lab of Ornithology bietet die App kostenlos an, um das Verständnis und den Schutz von Vögeln zu fördern. Man sollte, so Hinchcliffe, allerdings unbedingt das Land eingeben, da es unterschiedliche Arten in unterschiedlichen Ländern gibt.
3) Wünsche realisieren
Ziel der Veranstaltung
Wir wollen herausfinden, was einen Raum oder einen Ort für verschiedene Menschen zu einer angenehmen Umgebung macht. Manchmal gehen wir davon aus, dass sich jeder in jeder Umgebung wohlfühlt, aber das ist nicht immer der Fall.
Manche Menschen reagieren empfindlich auf Licht, Lärm, Temperatur und andere Dinge.
Dies ist die Chance, darüber zu sprechen, was für dich einen guten oder schlechten Raum ausmacht, und deine Meinung mit anderen zu vergleichen.
Anweisungen für die Teilnehmer
Erschaffe deinen Traum: Nimm eine Lego-Platte und baue damit einen Raum (versuche es mit einem Büro/Arbeitsraum, wenn das nicht geht, dann mit einem Wohnzimmer oder Klassenzimmer), der für dich perfekt wäre.
Überlege dir, was diesen Raum für dich so gut macht. Hat er viel Tageslicht? Gibt es dort Pflanzen? Ist er ruhig oder laut? Warm oder kalt?
Mach ein Foto mit der Polaroidkamera.
Beschrifte es warum dieser Raum für dich gut ist.
Schau dir andere Beispiele an und überlege, ob diese Räume für dich geeignet wären oder ob es etwas gibt, das dir überhaupt nicht gefällt.

Wie sieht mein idealer Raum aus?
Eine der Teilnehmerinnen meint: „Unbedingt als Garten. Ich wünsche mir so sehr einen Garten.“
Die Farbe grün und Bäume überwiegen auch bei den anderen.
1-3 fanden im Blue Coat Veranstaltungsort statt. Hier gab es zudem ein Bistro, einen Shop mit Kunstgegenständen, einen träumerischen Garten und neben dem Veranstaltungsraum auch noch mehrere Ausstellungen.
4 war eine Abendveranstaltung im Yoko Ono Center der University of Liverpool.
4) The Greatest Science Demos Ever!

So erklärt man Reibung (Friction) verständlich. Man führt sie anschaulich vor.
Dieses Jahr feiert The Royal Institution of Great Britain (RI) ihr 200-jähriges Jubiläum mit der Weihnachtsshow: „The Greatest Science Demonstrations. Ever!“
Die 1799 gegründete Royal Institution of Great Britain, im englischen Sprachraum oft verkürzt nur: Royal Institution, ist eine Einrichtung, die sich der wissenschaftlichen Ausbildung und Forschung widmet. In 200 Jahren fanden im RI Theatre in London zahlreiche wissenschaftliche Vorführungen statt, die viele faszinierendste Aspekte der Wissenschaft zum Leben erweckt haben.
Großer Titel in 2025 für eine Science Show.
Aber berechtigt.
Michael Faraday (ja, der mit dem Käfig) machte die Christmas Lectures bekannt. Nachdem man ihn 1827 überredet hatte, seine erste Vorlesungsreihe über Chemie zu halten, gab es zwischen 1827 und 1860 insgesamt 19 Vorlesungsreihen.
Dann nahm die Anzahl der Vorlesungen ab. Sie ging in der Regel auf etwa sechs Vorlesungen zurück und diese fanden nun nur mehr während der Weihnachtsferien statt.
In 2025 werden die Christmas Lectures von Dr Dame Maggie Aderin-Pocock präsentiert.

Die Aufführung am British Science Festival vor begeistertem Publikum in diesem Jahr war so eine Art Generalprobe der offiziellen Vorweihnachtsshow in London.
Krach. Bumm. Bang.

Explodierende Ballons, Flammen und lauter Knall sowie in flüssigen Stickstoff getauchte Glühbirnen lassen Wissenschaft (die allgemein verständlichen Erklärungen gibt es parallel dazu auf der Bühne) lebendig werden. Andrew Szydlos Spezialität ist die „explosive Wissenschaft des Schwefels”.
Die 400 kostenfreien (wie alle Veranstaltungen des BSF) Plätze im The Tung Auditorium waren an diesem Abend restlos ausgebucht.
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