Jürgen Klopp und die Beatles sind vermutlich die ersten, die man mit Liverpool verbindet. Dass die Stadt aber historisch und heute so viel mehr zu bieten hat, zeigte das British Science Festival, das im September 2025 in der Nordwestlichen Hafenstadt Englands stattfand.
Denn die Veranstaltungen fanden fast ausnahmslos in den Kneipen und zahlreichen kleinen und großen Veranstaltungsräumen der Stadt statt. Die meisten Orte haben ein Cafe, manchmal auch ein Teehaus, oder Kunstausstellungen angeschlossen.




Das Klima ist rauh, die Menschen herzlich. Gefühlte 60 Prozent Regen (bei einstelligen Temperaturen im September) pro Stunde, in den anderen 40 Prozent knallt die Sonne bei knapp 20 Grad. Der Wechsel erfolgt abrupt. Unerwartet und so oft, dass man mit dem An- und Ausziehen kaum nachkommt. Miniröckchen/Shorts und Daunenjacke – gleichzeitig – sind durchaus sinnvoll.


Die Aussprache nähert sich mehr dem schottischen an als dem (südlicheren) Oxford English. Kneipen gibt es in der Innenstadt endlos. Hier sollte jeder auf seinen Geschmack kommen und Ausgehen abends und Nachts gehört wie bei allen Briten sowieso dazu.

Das Stadtbild ist sehr von Studenten geprägt und so gibt es erfreulich wenige Drogen- und Alkoholabhängige auf den Straßen. Auch die Kosten sind für Großbritannien auf der niedrigen Seite.


NOT FOR EU
(Kefirflasche)
Denn im Gegensatz zum ständigen Gemecker in deutschen Medien, wie schlecht es doch den Einwohnern in Großbritannien seit dem Brexit geht, sehen wir jedes Jahr in der British Science Festival Woche in komplett unterschiedlichen Städten ein ganz anderes Bild.
Denn im Gegensatz zum ständigen Gemecker in deutschen Medien, wie schlecht es doch den Einwohnern in Großbritannien seit dem Brexit geht, sehen wir jedes Jahr in der British Science Festival Woche in komplett unterschiedlichen Städten ein ganz anderes Bild.
Zum British Science Festival (BSF)
Wir haben in den letzten Jahren die BSFs in Birmingham, Brighton, Hull, Leicester, Exeter, London und nun in Liverpool besucht (und auf FuZ darüber berichtet). Jede Stadt und jedes Science Festival war den Besuch wert. Jedes war anders auf seine Weise.
Der generelle Trend jedoch, dass dabei über die Jahre die Wissenschaftpräsentation an den Unis abnimmt und der Klamauk in der Stadt zu, betont den Teil: Festival im Namen. Zugegeben: Alles ist sehenswert und sehr unterhaltend. Die Wissenschaftsvermittlung von neuer, einzigartiger Forschung in Großbritannien tritt jedoch leider mehr und mehr in den Hintergrund.
Ein bisschen mehr Science bitte. Schulwissen witzig darzubieten ist die eine Sache. Unterhält am Abend. Ja. Aber der Wissensgewinn fällt dabei unter den Tisch.
Trotzdem: Das nächste Science Festival 2026 findet in Southampton statt. Bitte vormerken!
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